• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Canyon-Reperatur bei lokalen Hädlern

Ich denke, dass ein Radhändler, der sich weigert, nicht bei ihm gekaufte Räder zu reparieren entweder die WErkstatt voll hat mit Rädern, die bei ihm gekauft wurden, oder es nicht nötig hat. Wenn ersteres der Fall ist, dann habe ich dafür Verständniss, besonders, wenn er es mir auch so sagt, im zweiten Fall geht mir das Verständniss ab.
Wo ich früher gewohnt habe, da gigt es einen MTB und RR Händler, der hat immer gesagt, dass er auch fremde Räder bearbeitet, aber erst, wenn er die von seinen Kundne fertig hat. Das ist OK, dann muss ich eben damit rechnen, dass es etwas länger dauert, aber dafür hat es auch jemand gemacht, der kompetent ist.
Da ich inzwischen fast alles selber mache, brauche ich einen Händler nur für exotischere Sachen, zB Innenlager planfräsen, Gewinde nachschneiden. Dafür braucht der ne Viertelstunde maximum, das ist durchaus bezahlbar. An Laufräder einspeichen habe ich mich noch nicht versucht. Da ich aber weis, wie lange es dauert, ein Paar Laufräder einzuspeichen+zentrieren, kann ich auch die 40 € für Arbeitszeit problemlos akzeptieren.

Ich hatte auch mal ein Canyon und habe mich gefreut, dass "unser" Händler, der auch den Verein betreut, auch meinem Rad die volle Aufmerksamkeit gewidmet hat (das war in Rostock). Da Händler mit Reparaturen sowieso einen Großteil ihrer Einnahmen bestreiten, kann ich es nicht verstehen, wenn sie dann ablehnen, ein Rad zu Reparieren.
Wenn sich jetzt aber ein Händler weigern würde, mein Rad, was ich gerade aufbaue, zu verarzten, dann gibt es ja noch genug andere. So einfach ist das.
 
@ Staabi: Dann würde es mich interessieren, warum dies Mitarbeiter anderer Importeure berichten...nun ja, hier steht dann Aussage gegen Aussage...

Aber abgesehen davon ist es Fakt, dass die Räder der Firmen, die die größten Anzeigen schalten, nie schlecht abschneiden. Im Gegenteil, dort stimmt so gut wie immer ALLES: Schon komisch oder?

Ich möchte jedoch nochmal klarstellen, dass ich nicht sage, dass Canyon Räder qualitativ Dreck sind. Aber es gibt immer wieder Leute die behaupten, dies seien die weitem besten Räder auf diesem Planeten, NUR WEIL die Tour geschrieben hat, dass...

Ich finde allerdings auch, um auf das Ausgangsthema zurückzukommen, dass ein Radhändler durchaus einen entsprechenden Betrag für Arbeiten an einem Rad nehmen darf, das nicht bei ihm gekauft wurde. Ich denke aber hier wäre der goldene Mittelweg der beste, Reparaturarbeiten ablehnen ist Mist, gratis Service bieten aber auch...
 
Hi
kann ja durchaus sein, daß die Hersteller, die große Anzeigenvolumina schalten, auch wissen, was wie getestet wird und zusehen, daß ihr Produkt hier nicht patzt.
Was dazu führt, daß man ab und zu mal nen neuen Test einführen sollte, bis so viel getestet wird, daß ein gutes Abschneiden ein fast perfektes Rad garantiert.

Bei Automobilen konnte man das schön an den Abgastests verfolgen.
Erst wurde von z.B. ADAC nur der gesetzliche Test gefahren, nachdem der geregelte Kat eingeführt wurde. Fast alle bestanden.
Jahre später hat man mal mehr Gas gegeben, und oh Wunder, viele Hersteller haben geschummelt und bei hohen Leistungen die Meldung der Lambda-Sonde einfach ignoriert, um nicht auf Endleistung zu verzichten.
Solche Effekte von erzieherischen Wirkungen durch Tests wird es wohl in allen Branchen geben.
Doch je komplexer getestet wird, desto geringer die Möglichkeiten der Hersteller, an zwar wichtiger, aber nicht getesteter Stelle Aufwand zu sparen.
 
Also eins sollte einmal doch jeden klar sein. Sofern eine Abhängigkeit besteht und diese ist zwischen der TOUR und den Herstellern jawohl gegeben, wird hier und da selbstverständlich eine Auge zugedrückt, bzw. ein Pünktchen mehr gegeben. Der Leser hinterfragt dieses aber nicht. Wenn der Leser es also akzeptiert das die Tour die Ultegra höher bewertet als die Centaur, dann muss sich dieser Leser halt auch nicht wundern, dass Tests halt doch eher nach Sicht der Tourredakteure bewertet werden und nicht nach seinen eigenem Gutdünken.
Aber jetzt zum bösen Händler. Kann es eventuell nicht auch sein, dass es einge Händler gibt, die sich eventuell missbraucht fühlen? Wieviel clevere Endverbraucher gibt es denn schon, die sich im Handel mit Informationen vollstopfen und wenn sie sich genug informiert fühlen schön im Internet oder aber beim Versandhändler ihr Schnäppchen ziehen. Sicher ist dieses jedem sein ureigenes Recht, aber überlegt doch einmal wie es wäre wenn man dieses mit euch mehrmals machen würde. So manchen dicken Hals eines Händlers verstehe ich da schon.
 
@ Marinman: Ich teile Deine Ansicht schon irgendwie.

Ich muss aber hinzufügen, dass ich bei der Suche nach meinem RR bei relativ vielen Händlern war, um mir zum einen relativ viele Preise einzuholen und zum anderen auch verschiedene Marken und Modelle anzuschauen.
Fairerweise muss ich sagen, dass mir sehr viele Händler (wobei die Größe des Ladens hier nicht ausschlaggebend war) für ein entsprechend ausgestattetes Rad ähnliche Preise gemacht haben, wie ein Versender sie macht. Und ich rede hier von technisch vergleichbaren Rädern. Und den Tacho, das Pedal und den Schuh bezahlt man beim Versender in der Regel voll. Gerade hier ist der Händler oft sehr viel entgegenkommender. Auch was Änderungen an der Basisaustattung betrifft.

Allerdings ist mir z.B. bei einem Händler passiert, dass dieser nicht mal eine klitzekleine Probfahrt vor der Tür (sozusagen probesitzen im Freien) genehmigte (trotz Ausweis, Geld etc.). Also ich denke einige sind echt totale Service-Idioten. Da kann man dann auch nach dem Kauf nichts erwarten. Und in solchen Fällen kann ich nachvollziehen dass die Leute zum Versender gehen. Frei nach dem Motto "wenn ich schon keinen Service bekomme, dann bezahle ich dafür auch nicht einen Cent mehr". Wenn man jedoch einen guten Händler findet, der einen gut berät und obendrein faire Preise macht, gibt es keinen Grund beim Versandhandel zu kaufen. Meine Meinung.
 
Als stolzer Besitzer eines Canyon-Renners kann ich dank meines im Laufe der Jahre gut ausgestatteten Werkzeugkoffers alles selbst reparieren und bin zum Glück nicht auf Werkstätten angewießen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Radhändler und deren Angestellte es sich schlicht nicht zutrauen an hochwertigeren Rädern mit speziellen Federungen, Dämpfungen, Einbaumasse, An- und Leichtbauteilen zu schrauben. Häufig fehlt dem Radhändler einfach das WISSEN.
 
doubleSlash schrieb:
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Radhändler und deren Angestellte es sich schlicht nicht zutrauen an hochwertigeren Rädern mit speziellen Federungen, Dämpfungen, Einbaumasse, An- und Leichtbauteilen zu schrauben. Häufig fehlt dem Radhändler einfach das WISSEN.

Bin auch kein Radhändler oder-mechaniker und mir geht es genauso. Beim oben beschriebenen Canyon würde ich mich auch überfordert fühlen.

Grüße
Wheeland
 
@Staabi: du schreibst hier genau soviel Unsinn wie bei den Lieferzeiten die Canyon nicht eingehalten hat.. da kam von dir auch nur heisse Luft.. :cool:

Da gab es vor zig Jahren mal einen deutschen Importeur großer amerik./can. Marken. Der hat alle Test gewonnen, die Lobeshymnen stiegen gegen Himmel. Er war auch großer Anzeigenkunde. Alle Tester und Redakteure fuhren Räder für lau dieser Marke. Als der aus Kostengründen die Belieferung für lau einstellte bzw. reduzierte, fiel er total in Ungnade und seine Räder und Rahmen belegten nur noch die hinteren Plätze. Er hat dann seine Werbung aufs Nötigste reduziert und bei Tests macht er seitdem auch nicht mehr mit. Denn er konnte liefern was er wollte, die hinteren Plätze waren garantiert. So könnte ich noch einige Storys in dieser Richtung erzählen..

Für jeden Händler ist die Werkstatt ein Draufzahlgeschäft oder er verlangt 80 EUR die Stunde, die die "Geiz ist Geil Canyon-Fahrer" nie bezahlen wollen und werden oder dann über die Forums verbreiten, dass dieser oder jener Händler ein Wucherer ist. Canyon kann doch auch nur so billig verkaufen,weil die für die vielen verkauften Räder die Werkstatt nicht vorhalten müssen. Wenn ein Kunde sein Rad beim Händler um die Ecke kauft, rennt er doch wegen jeder Kleinigkeit dahin. Service wird kostenlos verlangt. Das braucht doch Canyon alles nicht machen, hier machen doch die Käufer alles möglichst selber, damit die das Rad nicht dahin schicken müssen. Die Kosten der Nachsorge werden doch von diesen "Geiz ist Geil" Käufern doch nicht gerechnet. Da werden dann mit dem Auto einige 100km zu Canyon hin und her gefahren, die Kosten und Zeit aber nicht gerechnet. Canyon soll doch die Logistik für die Nachsorge, den Service und Reparaturen selbst aufbauen. Kann man heute alles machen auch mobil. Aber dann werdet ihr sehen, was die Räder dann plötzlich kosten..
Canyon kalkuliert doch mit der Blödheit irgendwelcher geldgeiler Händler..

Und es wird hier auf dummer Stuß erzählt wegen Haftung. Wenn ein nicht autorisierter Händler z. B. eine Rock Shox Federgabel aufmacht und wartet oder repariert, verliert die Garantie sofort ihre Gültigkeit und so geht es auch mit fast allen anderen Teilen. Das steht so in den Garantiebedingungen drin. Habe ich selbst erlebt.

Ich habe es doch auch selbst erlebt, die Leute haben sich so Carbon Laufräder beim Billigversender gekauft, ist ja ihr gutes Recht. Wenn ich dann für 2 Stunden Reifen aufkleben 40 EUR (pro Stunde 20 EUR) verlangt habe, sind die halb in Ohnmacht gefallen, die wollten das umsonst haben, sollte im Reifenpreis mit drin sein. Hatten gedacht, meine Zeit und der Kleber kostet nichts. Beim Billigversender hätte die Stunde 50 EUR gekostet.

Die Canyon Fahrer schreien doch nur, weil die jetzt mit ihrem "Geiz ist Geil" Zeugs da stehen und keiner will damit was zu tun haben. Die Händler haben recht, Canyon soll ihr Zeugs doch selber warten und reparieren.. oder der Fahrer..
 
Hallo,

wer hier Unsinn erzählt ist für mich ziemlich klar. Denn ich kenne die "Szene" und die Abwicklung nicht nur vom Hörensagen, sondern aus erster Hand. Tatsache ist, kein Redakteur fährt ein Canyon Rad für lau, von Dauertestbikes mal abgesehen die wir nach Ende des Tests wieder zurück erhalten. Da gibt es definitiv keine Mauscheleien.

Zu der Garantieabwicklung: Bei Garantiefällen bieten wir den Kunden natürlich einen kostenlosen Versandservice an. Und kleine Händler verdienen mit Ihrer Werkstatt tatsächlich Geld, deshalb lohnen sich für diese auch Reparaturen von Fremdrädern, auch das weiß ich aus erster Hand weil wir hier vor Ort einen kleinen Händler haben den ich recht gut kenne.

Grüße,

Michael
 
auch ich würde nicht mal ein Canyon Rad für lau fahren... so haltens halt auch die Redakteure und Tester.. :D wenns ein Rad von einem "guten" Hersteller für lau gibt.. :D :D :D
 
Pave schrieb:
Die Canyon Fahrer schreien doch nur, weil die jetzt mit ihrem "Geiz ist Geil" Zeugs da stehen und keiner will damit was zu tun haben. Die Händler haben recht, Canyon soll ihr Zeugs doch selber warten und reparieren.. oder der Fahrer..

Ich glaube dass es auch viele Canyon-Kunden gibt, die gar nicht sooo sehr auf den Preis achten sondern vielmehr auf die häufig vertuschte Inkompetenz vieler Radverkäufer gerne verzichten können und wollen.

Ich selbst habe inzwischen schon drei hochwertige Räder über "etwas bessere" Discounter bestellt und war froh dass sich kein Radhändler für Ausreden verkrampfen musste, weil er z.B. keine Dura Ace Parts bekommt, keine Zeit zum zusammenschrauben hat oder der Hersteller mal wieder Lieferschwierigkeiten hätte. Zugegen, damit Alles passt ist überdurchschnittlich Kentniss über Masse und Technik notwendig.
 
Tvaellen schrieb:
Davon, dass du es klein schreibst und besonders scharf formulierst, wird es nicht richtiger.

Ich habe Anfang des Jahres zwischen drei Rädern geschwankt: dem Pinarello, dem Endorfin und einem Red Bull. Bei nahezu gleicher Ausstattung war das Roserad um fast dem Preis des Rahmensets billiger. Und jetzt zeig mir mal einen Pinarello oder Endorfin Rahmen für 100 oder 200 Euro.
Ich habe mir dann doch das Pinarello aufgebaut, einfach weil es schöner ist
Aber es gibt auch Leute, die spitzer rechnen müssen als ich.

Du vergißt aber, daß du bei Pinarello (ausschließlich :D) den Namen bezahlst. Kannst du mit dem Red Bull nicht vergleichen. Bei Endorfin läuft sowieso 'ne ganz komische Spezies "Hersteller" :lol: durch die Gegend. Wenn du aber nicht auf einen Markennamen fixiert bist (also entweder darauf verzichten kannst oder flexibel bei der Auswahl bist), kannst du auch ohne Probleme ein anderes Rad mit vergleichbarer Ausstattung bekommen.
 
@ Abbath
du willst doch nicht etwa behaupten, dass Petacchi nicht auf dem besten Rad aller Zeiten sitzt ? Woher kommen sonst seine vielen Siege ? ;)
Von den Siegen von Indurain, Riis, Ulle, Zabel usw. will ich erst gar nicht reden. Das müssen die besten Räder der Welt sein :D

Und Endorfin kommt aus meiner alten Heimat. Da bin ich -wie viele Lokalpatrioten- vielleicht nicht objektiv, mag sein.

@ pave
du hast deine Sicht der Welt. Ich habe eine andere.
Daher werden wir uns nie einig werden.
 
Ich finde die Aussagen vom Staabi relativ amüsant. Da versucht er hier echt allen klar zu machen, dass das überragende Abschneiden von Canyon-Bikes (aber auch anderen Rädern) rein gar nichts mit der Werbung auf der Rückseite der Tour zu tun hat (schätzungsweise die teuerste Werbeseite im ganzen Magazin). Und natürlich gab es auch noch nie Fälle, in denen Räder beim Radmagazin geblieben sind. Ich habe nicht gesagt, dass dies immer so ist, aber es soll vorkommen wie ich gehört habe.

Als nächstes kommt vielleicht der Spruch, dass der F10 Rahmen von Roman Arnold per Hand gefertigt wird, und nicht wie viele andere Carbonrahmen in China bei Martec oder Matrix. :rolleyes: Was jetzt keine Kritik am Rahmen als solchen sein soll. Den habe ich noch nicht gefahren.

Aber wenn ein Mitarbeiter in einem Forum schon solche Aussagen tätigen muss...Wie heißt es doch so schön "Wer sich verteidigt klagt, klagt sich an..."
 
Derzeit werden hier die Händler aufs Rennrad oder MTb reduziert, aber der Radhandel sieht schon etwas anders aus. Sicherlich gibt es Händler, die eventuell noch nie eine Dura Ace in der Hand gehabt haben. Wie denn auch, wenn sie hierfür die Kunden überhaupt nicht haben. Aber gerade diese Händler können meistens mit verbundenen Augen eine 3,5,7- Gang Nabenschaltung auseinander nehmen und reparieren. Dieses beispielsweise traue ich einigen speziellen Rennrad und Mtb- Händler nicht zu. Wer ist also hier der Looser und wer der Gute. Wenn also jemand zu einem Händler rennt, der nachweislich keine dieser Räder im Laden hat und ausschliesslich nur City- und Trekkingräder verkauft, so kann man doch nicht davon ausgehen, dass dieser Händler ihn wirklich vernünftige Infos zum Rennrad geben kann. Auch ein Daimlerverkäufer wirds schwer haben etwas über LKW´s sagen können. Wieso wird in solchen Dingen das Rad immer reduziert, obwohl es doch nun wirklich sehr Facettenreich ist und somit auch die Händler. Wieso beschwert sich niemand über die Inkompetenz der Marke und Firma Canyon gegenüber dem Produkt Cityrad. Wenn man also alle Händler in einem Topf wirft, so sollte man dieses auch mit den Herstellern machen. Macht man aber nicht, ergo vergleicht bitte Rennradhändler mit den Rennradversandfirmen und ihr kommt zu der Erkenntnis, dass da draussen verdammt gute Rennradfachhändler ihr Unwesen treiben. Und lasst die alten Händler in Ruhe, die vom Rennrad und Highend-MTB nichts wissen wollen. Das sind meistens noch verdammt gute Handwerker, die auch wirklich noch was reparieren und nicht nur austauschen.
 
Anzeigenschaltungen in Fach-Magazinen

Moin,

da ich zufälligerweise beruflich mit den Werbe-Daten zu tun habe (Preise, Rabatte, Anzeigenvolumen usw.) kann ich ja
hier mal ein paar Zahlen aufführen, damit man mal so ein Vorstellung von den Größenordnungen hat:

- 1 ganze (farbige) Seite im Tour-Magazin kostet nominal 8.900€, wobei die Umschlagseiten 20% teurer sind. Wenn man 12 ganze Seiten
über das Jahr verteilt schaltet (also bei jeder Ausgabe eine), bekommt man offiziell 22% Rabatt, inoffiziell vermutlich etwas mehr.
Da ich die Tour nicht regelmäßig lese, weiß ich jetzt nicht, wieviele Seiten für Canyon-Räder ungefähr geschaltet werden, aber wenn
wir mal tatsächlich 12 Seiten annehmen, entspricht das rund 100.000€ im Jahr.

- diese Größenordnung ist bei vielen Fachzeitschriften (HiFi, Foto etc.) ähnlich, richtet sich halt nach der Auflage
(bei der Tour bspw. Druckauflage 150.000, Verkauf 100.000, Abo immerhin 45.000)

- zum Vergleich: eine Seite in den "Massenblättern" Stern, Focus, Spiegel und Co. bewegt sich im deutlich 5-stelligen Bereich,
pi mal Daumen etwa 50.000€, bei Auflagen im Millionenbereich. Die Krönung bei den Zeitschriften ist übrigens die ADAC-Motorwelt,
wo man bei einer geschätzten Auflage von 12 Mio. fast 100.000€ für die ganze Seite verlangt. Zum Schluß nochmal ein Beispiel
aus dem Tageszeitungsbereich: um eine ganzseitige Anzeige in der Bild zu schalten, sollte man einen großen Geldkoffer haben: happige
312.000€ kostet hier die "Bildung" ....

Aber davon mal abgesehen, wollte ich auch noch mal was zu dem Dauerthema Versand vs. Fachhandel sagen:

Natürlich ist es Mist, wenn man sich erst beim kompetenten Fachhandel informiert / probefährt und dann den Krams beim Online-Höker ordert.
Aber wie hier ja auch schon öfter angemerkt wurde, ist es mittlerweile garnicht mehr so leicht, die "Kompetenz" im Fachhandel zu finden (damit haben ja selbst
unsere hochbezahlten Politiker so ihre Probleme, aber das ist zugegebenermaßen ein ganz anderes Thema ..).
Ich habe in Hamburg einige kleinere Fahrradläden kennengelernt, da hatte ich schnell das Gefühl, wenn man nicht jede Ersatzteilnummer
auswendig kennt ist man irgendwie schon unten durch oder es werden halt die Hausmarken über den Klee gelobt. Von den "Megamärkten"
B.O.C und Co will ich garnicht reden, in dem Gewühl erwarte ich erst gar keine umfassende Beratung und so, weil die das mit dem Personal
bei den Menschenmengen überhaupt nicht leisten können (zumindest in den Zeiten, wo ich mal "shoppen" kann, also nach Feierabend oder
eben am Samstag); damit will ich das Engagement bzw. die Kompetenz des einzelnen Mitarbeiters dort aber mitnichten irgendwie bewerten.
Außerdem ist es selbst in HH nicht so, daß man an jeder Ecke einen Laden findet, wo man neben den "üblichen Verdächtigen"
Cube, Trek, Stevens, Bergamont und wie sie alle heißen auch noch mal was anderes sieht.
Aber immerhin habe ich auch Glück gehabt und bei mir in der Nähe einen netten Mechaniker gefunden, der mir an meinem 13 Jahre alten "Bernd Herkelmann"-Trekkingrad die Kurbelgarnitur, Kette und Kassette für einen akzeptablen Preis ausgetauscht hat. Leider verkauft er aber keine Rennräder.

Solche Erfahrungen werden sicher viele auch schon gemacht haben und (auch) davon leben dann halt die Versandhändler. Und das ist eben nicht
nur bei Fahrrädern der Fall, sondern praktisch bei allem außer Lebensmitteln, würde ich mal sagen.

Viele Dinge würde ich persönlich aber nur in Ausnahemfällen im Versandhandel kaufen, weil ich die einfach anfassen, an- und ausprobieren möchte,
bevor ich die kaufe. Das gilt natürlich für den ganzen Bekleidungskram und ganz besonders für ein komplettes Rad.
Testberichten in Fachzeitschriften stehe ich mittlerweile auch immer skeptischer gegenüber. Bin im HiFi- und Computerbereich einige Male
böse enttäuscht worden, weil ich nur nach diesen Berichten gekauft habe (und es war nicht die Volksverdummung "Stiftung Warentest" sondern
die eigentlich renommierte c't :aufreg: ).

So - genug gelabert,

Viel Spaß noch beim Radeln!
 
Hallo,

banshee schrieb:
Aber wenn ein Mitarbeiter in einem Forum schon solche Aussagen tätigen muss...Wie heißt es doch so schön "Wer sich verteidigt klagt, klagt sich an..."

War ja klar, das so etwas kommt. Wenn in einem Forum Unsinn geschrieben wird, bzw. Hörensagen als Tatsachen dargestellt werden, dann möchte ich auch das Recht haben, dies als das hinzustellen, was es ist: An den Haaren herbei gezogener Unsinn, der nicht weit von Rufschädigung entfernt ist.

Grüße,

Michael
 
Das finde ich nachvollziehbar und für mich gibt es auch keinen Grund an der Aussage, die Räder würden zurückgegeben, zu zweifeln. Die Reaktion von Hr. Staab fand ich in diesem thread durchaus angemessen, da er kein Werbegeschwafel von sich gegeben hat, sondern einfach in knappen Worten darauf hinwies, dass es sich anders verhält, als zuvor behauptet. Auch wenn ich mich an anderer Stelle über einen Beitrag erregt habe, so denke ich in diesem Fall, dass man der "beschuldigten" Firma durchaus das Recht einräumen muss, sich hier zu äussern und halte es für unangemessen, sie dann der Falschaussage zu bezichtigen.
Mein Diskussionsansatz war ja ein anderer: Die Testkriterien sind blödsinnig, deshalb sind die Testsiege nichts wert. Dies heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass die Räder schlecht wären. Mir geht bloß die Art des Marketings auf den Zeiger und der Umstand, dass unglaublich viele Leute glauben, was der Hr. Zedler und Canyons Marketingabteilung der Welt weis machen wollen. Das hat mit genereller Versenderproblematik oder der unbestreitbaren Qualität von Canyons Produkten überhaupt nichts zu tun. Schade, dass wir all dies in unseren threads immer verquicken. Ich muss gestehen, dass die Canyon ist doof-Fraktion und ich mit meiner Canyonfahrer sind doof-Attitüde dazu natürlich jedesmal beitragen.
 
Zurück