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Eurobike 06 // Neuheiten 06

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Amnesia

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Es ist jedes Jahr wieder verblüffend mit was für Neuigkeiten die Branche versucht neue Bedürfnisse zu wecken.
Seit ich Radsport betreibe, das ist immerhin schon seit ´79, gab es in meinen Augen ZWEI revoluzionierende Neuheiten. Zum einen Klickpedale und zum Anderen Lenkerschalthebel, egal ob STI oder Ergopower. Ansonsten sind es kleine oder auch mal größere Veresserungen, aber nicht viel Neues.
Eine Doppelte Scheibenbremse bremst auch nur, vielleicht etwas besser, aber sie bremst auch nur.
Grüße
Chris
 
Also ich halte das Thema Scheibenbremse am RR für Quatsch. Bringe mein Hinterrad auch bei Tempo 70 noch locker zum abheben...Finde das reicht. Und was sowas wieder wiegt, vor allem eine doppelte Scheibe.

Ich denke der Hintergrund der doppelten Scheibe ist der, dass das Rad sonst durch die einseitig eingeleiteten Bremskräfte dazu neigen wird, beim Bremsen in eine Richtung zu ziehen, weil sich die Gabel verwindet. Wenn ich allerdings die Aluenden an der Carbongabel des Canyon-Prototypen sehe wird mir ganz anders. Das wird so niemals halten. Aber es ist ja auch nur ein Prototyp.

So gern ich Scheibenbremsen am MTB mag, am RR haben sie nichts zu suchen.
 
Banshee schrieb:
Also ich halte das Thema Scheibenbremse am RR für Quatsch. Bringe mein Hinterrad auch bei Tempo 70 noch locker zum abheben...

Ja? Auch bei Nässe?

Banshee schrieb:
...
Ich denke der Hintergrund der doppelten Scheibe ist der, dass das Rad sonst durch die einseitig eingeleiteten Bremskräfte dazu neigen wird, beim Bremsen in eine Richtung zu ziehen, weil sich die Gabel verwindet. Wenn ich allerdings die Aluenden an der Carbongabel des Canyon-Prototypen sehe wird mir ganz anders. Das wird so niemals halten. Aber es ist ja auch nur ein Prototyp.

So gern ich Scheibenbremsen am MTB mag, am RR haben sie nichts zu suchen.

Ich find's auch optisch gewöhnungsbedürftig. So ist es jedoch mit vielen Innovationen: Erst überwiegen die Zweifel, und dann...

Prognose: Sollten bald alle besseren RRer mit Scheiben ausgestattet sein, so wirst auch Du mitziehen.
 
Ich fahre an meinem MTB auch Scheibenbremsen, halte es aber nicht für die Sensation die man als hört. Klar, sie bremsen schon hammermäßig, aber wenn ich normale V Brakes zu den alten Rennradbremsen vergleiche, dann ist das schon saugut. Die Scheibenbremsen waren eben am MTB dran. Jetzt fahr ich sie auch. Aber am Rennrad will ch das nicht. Auch wenn sie nicht schwerer sind als normale Bremsen, mir gefällt es noch nicht. Kommt vielleicht aber noch.
Ich bin da vielleicht auch zu sehr Traditionalist. Ich hab auch lange gebraucht bis ich Look gefahren bin und halte es jetzt für eine von 2 guten Revolutionen am Rennrad, neben Bremsschalthebeln.
Chris
 
Ich halte Scheibenbremsen, insbesondere in Verbindung mit Carbongabeln für sehr gewagt. Weiß den eigentlich jemand welche Kräfte da wo wirken? Ich gebe zu bedenken, daß Carbon ein "digitales" Material ist, wobei 1 für Funktion steht und 0 für Bruch. Der Übergang zwischen beiden Zuständen ist schlagartig.

Zu gute Bremswirkung am Fahrrad kann übrigens auch negative Folgen haben. Packt eine Bremse, insbesondere die vordere, bei Nässe sofort und bissig dann steigt man halt ab. Der schwächste Punkt in dieser Kombi ist dann nämlich der Reifen auf der nassen Strasse.

Gruß Frank
 
@Spocht: Also eine Disc braucht wenn sie nass ist auch ne Zeit bis sie greift. Musste ich auch schon alles erfahren...

Ich sehe vor allem ein großes Problem beim Gewicht, weil man Discs nicht so ohne weiteres an die aktuellen Carbongabeln bauen kann. Und Systemlaufräder dürften auch nicht immer geeignet sein um Bremskräfte einseitig zu übertragen. Und eine doppelte Scheibe ist gewichts- wie auch bremsleistungsmäßig Unfug.

Gegen Innovationen habe ich rein gar nichts. Nur sind manche Entwicklungen nicht so einfach vom MTB aufs RR übertragbar. STI war gut, Discs halt nicht.
 
Aus meinem Technikverständnis heraus ist so eine Konstruktion bei den dünnen RR-Gabeln ziemlich schwachsinnig:

Die Kraft, die auf die Bremse und damit auf deren Befestigung an der Gabel wirkt, ist durch das Verhältnis der Bremsscheibe zur Felge extrem hoch. Hinzu kommt, dass diese Kraft weit unten an der Gabel angreift und damit versucht, die Gabel nach vorne zu drehen. Dieses Moment wirkt dabei auf die volle Länge der Gabel, denn es kann erst oben im Lenkkopf aufgenommen werden.
Wie lange mag eine zarte RR-Gabel sowas mitmachen? :confused:

Anders bei den herkömmlichen Bremsen: Da ist die Kraft auf die Bremshalterung nur ungefähr gleich der Kraft, die beim Bremsen auf die Straße wirkt. Und diese Kraft wird zudem noch nahe an der Lagerung an die Gabel und dann sofort an den Rahmen weitergegeben und die gesamte Gabel entlastet. ;)

Ich würde mit so einem Rad keine Abfahrt machen. Hoffentlich ist das nur ein Gag des Designers. Wenn deren Techniker sowas durchgehen lassen, würde ich von denen keinen Rahmen haben wollen.

Von mir gibt es dafür nur ein PFUI! :eek:


EDIT: Ich sehe gerade, dass die Bremsbacken zudem auch noch asymmetrisch angebracht sind, d.h. eine VOR der Gabel, die andere HINTER. Das sieht nicht nur scheiße aus, sondern belastet die Halterung auf der einen Seite auf Zug und auf der anderen auf Druck. Wie will man so die Bauteile optimieren?

:wink2: Hallo, ist da jemand zuhause in der Technik bei Canyon?
 
Sorry aber ich verstehe die ganze Aufregerei über das Thema "Scheibenbremse am Rennrad" nicht wirklich.
Genauso war es, als die ersten Discbremsen am Moubtainbike aufgetaucht sind. Da hieß es auch: Braucht kein Mensch,
viel zu schwer, funktioniert nicht und was sonnst noch alles. Und was ist heute? MB´s mit Felgenbremse sind
in der Minderheit.
Genauso kommt es auch am Rennrad!!! Nur jetzt gibt es einen Vorteil: Die Entwicklung der Scheibenbremse
ist so weit fortgeschritten, daß die Teile sehr gut funktionieren, relativ leicht geworden sind, so daß man
sich nun darauf konzentrieren kann die Komponenten, welche drum herum nötig sind zu entwickeln.
Zum Beispiel die Umsetzung der Hydraulik zum Bremssattel, auch die Gabeln u.s.w.
Es liegt nun auch an den Herstellern wie z.B Shimano oder Campagnolo, daß hier Bremsschalthebel gebaut
werden, welche den Geberzylinder im STI-Hebel integriert haben. Alles andere würde auch für mich keinen Sinn machen.
Die Umsetzung mittels Bremszug auf einen Geberzyl. (wie es bei mir im Moment noch ist)
funktioniert zwar recht gut, kann aber nicht die Endlösung sein.
Ich gebe den Kritikern recht, die die Stabilität der hier angefürten Gabel (Canyon) anzweifeln.
Da hätte ich auch meine Zweifel. Ebenso ist eine Doppelscheibe meines Erachtens gar nich nötig.
Aber: Das Meiste, was auf den Messen gezeigt wird sind noch Prototypen die von ihrem Endstadium noch weit
entfernt sind. Glaubt ihr wirklich ernsthaft, daß ein Hersteller so ein Produkt auf den Markt bringt, wenn es
anschließend nicht funktioniert oder gar bricht? Ich denke doch, da hat die Radindustrie in den letzten Jahren genug Lehrgeld bezahlt.
Mein Fazit ist ganz klar:
Eine Scheibenbremse am Rennrad macht für mich durchaus Sinn. Vor allem im Nassen !
Die Scheibenbremse am Rennrad kommt auf jeden Fall.
Wann die ersten Endprodukte auf den Markt kommen, kann man schlecht voraussagen, aber sie kommen!
 
allesneumachtdermai schrieb:
EDIT: Ich sehe gerade, dass die Bremsbacken zudem auch noch asymmetrisch angebracht sind, d.h. eine VOR der Gabel, die andere HINTER. Das sieht nicht nur scheiße aus, sondern belastet die Halterung auf der einen Seite auf Zug und auf der anderen auf Druck. Wie will man so die Bauteile optimieren?

Das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass es noch keine "spiegelbildlichen" Bremsbacken für die rechte Gabelseite gibt. Der Prototyp dürfte dem wagemutigen Tester tatsächlich ziemlich bald um die Ohren fliegen. :crash:
 
ich fand dies bike auch einfach nur hässlich mit der asymmetrischen bremse....jedem das seine, am mtb niht ohne, am rr nicht mit scheibe, so sehe ich das....vorläufig, mal abwarten was die zeit so bringt, wenns mal ausgereift ist, warum nicht?
der momentane carbonhype ist mal ziemlich krass, es gibt viele neue schne sachen, aber auch viele kopierte rahmen aus fernost, das find ich echt beschissen.....(ja ich weiß, viele bikehersteller produzieren da auch)
werd auch mal heute paar schöne bilder hochladen von der eurobike gestern..

Gruß
DQ
 
Canyon verliert bei mir an Seriosität. Hier wird mit einer technisch unzulänglichen und IMHO unsinnigen Lösung (unabhängig vom Prototyp) auf einen einfachen Showeffekt gesetzt.

Rennradgabeln sind schlank, um Gewicht zu sparen und daher nicht mir MTB-Gabeln zu vergleichen, die für ganz andere Belastungen gebaut werden. Hier spielt die Belastung durch die Scheibenbremse keine Rolle. Beim Rennrad schon. Man müsste die Gabel also verstärken -> mehr Gewicht. Dazu kommt noch die schwerere Bremse.

Sorry, das wird nichts mit der Idee: Rennradfahrer wollen schnell und mit wenig Gewicht fahren und nicht bremsen. Es passt einfach nicht ins Konzept.

Zudem sollte man, wenn man darauf abzielt, in jedem Forum und in jeder Radzeitung damit erwähnt zu werden, wenigstens einen Prototypen bauen, der zeigt, dass man versteht, was man da tut. Ein vernünftiger Hersteller würde sich für eine solche Konstruktion schämen und in der dunklen Ecke verkriechen ;)
 
Hallo Forumisten,

ein paar weitere Neuigkeiten gab es schon noch zu sehen... Hier einfach ein paar seht subjektive Eindrücke, ein paar Bilder sind in der Galerie.

Die neuen Lightweight gibt es bereits weiter oben zu sehen, die Eurus ebenfalls. Letzere haben mit der neuen Nabe und extrem breiten Speichen, die dazu noch mit einer Art Gegenmutter an der Felge befestigt sind jegliche feine Eleganz verloren. Die kommen jetzt daher wie "Ksyrium hoch ²". Also schnell noch einen Satz 2005er kaufen.
Die neue Kompaktkurbel von Shimano gehört keiner Gruppe an. Das Design orientiert sich irgendwo zwischen DA- und Ultegra-Kurbel, wirkt aber irgendwie unförmig und leicht klobig. Keine echte Alternative zu FSA oder etwa der Deda-Kompaktkurbel.
An neuen Rahmen ist wohl der De Rosa Protos hervorzuheben, ein Carbonrahmen bei dem die Fasern in nur eine Richtung ausgerichtet sind. Optisch sieht er mattschwarz aus, es ist keine Carbonstruktur erkennbar. Pures Understatement.
Der Rest war jetzt nicht so weltbewegend. Das beste haptische Erlebnis gibt es meines Erachtens auf dem Colnago-Stand. Ein Titanrahmen namens ARTE. Göttlich diesen zu streicheln. Er wirkt überhaupt nicht wie Metall sondern nur weich und geschmeidig. Übrigens macht Ernesto seinem Image als Kirchenmaler dieses Jahr wirklich alle Ehre. Maurizio Fondriest, dessen Stand kaum zu finden und enttäuschend war, folgt ihm, tendiert aber leicht in die Versace-Richtung.
Alles in allem hat es gestern sehr viel Spaß gemacht.
Weitere Bilder wird es sicher von Anton, der junge Mann rechts neben seinem Spin auf dem Bild oben, geben. Allerdings wohl im Nachbarforum.

Grüße
Wheeland

PS: Schaut euch mal die Lackierung bei dem Eddy M. Rahmen an. Sowohl der Lackierer, der Endkontrolleur/Qualitätsprüfer und der Importeur der diesen Stand betreibt, gehören fristlos gekündigt. So eine Qualität bei einer der wichtigsten Messen des Jahres zu zeigen, ist einfachg nur geschäftsschädigend.
 
ich würde mich über eine kardanwelle mit verschlossenen ritzel und kettenblad im schwimmenden oil sehr freuen. nie wieder putzen,...kette, ritzel und kettenblad halten länger.

auf jeden falll ist es gut das die speichenschrauben (wie die auch immer heißen) verschwinden, aber dann kommt dabei eine frage auf "wie zentrieren/nach spannen"?
 
Spocht schrieb:
Ja? Auch bei Nässe?

Ja. Bei der Abfahrt vom Sustenpass bei Nieselregen war ich platt, wie heftig zwei Ultegra 2005 Bremsen mit Koolstop-Belägen verzögern können. Ich bin zwar nur maximal 60 km/h gefahren, bei heftigem Bremsen vor engen Kurven fing aber das Hinterrad an zu "hoppeln", d.h. es war kurz vor'm Abheben. Tolle Bremse :-)))
 
Banshee schrieb:
Ich sehe vor allem ein großes Problem beim Gewicht, weil man Discs nicht so ohne weiteres an die aktuellen Carbongabeln bauen kann. Und Systemlaufräder dürften auch nicht immer geeignet sein um Bremskräfte einseitig zu übertragen. Und eine doppelte Scheibe ist gewichts- wie auch bremsleistungsmäßig Unfug.

Geht wohl um Verwindungskräfte dabei, das Rad wiegt wie abgebildet 6,8kg.
 
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