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Gabelschaft zu stark von Werkstatt gekürzt - Was mache ich?

Am Montag gehe ich nochmal hin. Ich hab mir übrigens noch eine zweite Meinung geholt, von meinem Vereinsschrauber (der leider wenig Zeit hat, sonst hätte er an die Gabel gemusst ;) ). Er sagt, dass technisch alles sauber gelöst ist. Der Händler hat zwar nicht auftragsgemäß gekürzt, aber den Spielraum an Höhe, den ich mindestens wollte, habe ich und ich kann den Vorbau sauber klemmen (gerade so, Ende Gabelschaft=Mitte obere Schraube). Mein Puls ist erstmal wieder unten. Ich werde am Montag mal fragen, was mir der Händler vorschlägt. Grundsätzlich bin ich bereit, hier auf mein gutes Recht und Prinzipienreiterei zu verzichten und den Fall als Lernerfahrung abzubuchen.

Ich hab den Chef gefragt, was er vorschlägt.Er hat mir von sich aus angeboten, eine neue Gabel zu bestellen. Es gab überhaupt keine Diskussion. Das Angebot habe ich angenommen. Ich gehe davon aus, dass das jetzt läuft.

Ich verstehe nicht ganz...Zuerst schreibst Du es ist alles i.O. und dann willst Du doch eine neue Gabel?

Rein Interessehalber:
Was kostet die neue Gabel und was hast Du für das Kürzen bezahlt?
 
Ich verstehe nicht ganz...Zuerst schreibst Du es ist alles i.O. und dann willst Du doch eine neue Gabel?

Rein Interessehalber:
Was kostet die neue Gabel und was hast Du für das Kürzen bezahlt?

Die Kürzung wurde nicht so umgesetzt, wie von mir beauftragt, aber technisch i.O. Das habe ich dem Händler so gesagt und ihn gefragt, was er vorschlägt ohne selbst eine Forderung zu stellen. Er hat sofort die Gabel vorgeschlagen, das habe ich angenommen. Insofern ist mein Verhalten durchaus konsistent ;) Ich hätte nicht mehr auf einen Austausch bestanden, freue mich aber, dass ich an meinem Neurad eine Gabel bekomme, wie ich sie beauftragt habe. Mal sehen, in das jetzt alles so durchläuft. Bezahlt habe ich 25 Euro oder so.
Das Rad ist ein CAAD12, ich weiß nicht, was die Gabel kostet, sicherlich nicht ganz wenig. Deswegen ist die Geschichte um ein paar Millimeter echt ärgerlich, für beide Seiten. Der Händler meinte, dass er meine (gekürzte) Gabel gut losbekommt. Ich fahre einen 60er Rahmen, die (hier zu kurze) Gabel ist somit für kleinere Rahmengrößen noch sehr gut verwertbar.
 
Mein Unverständnis geht in die Richtung, dass Du eine Gabel hättest mit der Du einwandfrei fahren könntest und trotz allem eine neue in Anspruch nimmst. Aber egal.

Ich kenne einen ähnlichen Sachverhalt aus meiner Arbeit. Menschen rufen Dich für die Begutachtung eines Schadens - und erwarten dass Du ihnen für 20 Minuten vor Ort für 50 Franken ohne Spesen die Ursache nennst und wie das ganze am günstigsten zu beheben geht.
Wenn man Ihnen dann eine Vermutung nennt wollen Sie einen auf die eine Garantie festnageln.
Dann erkläre ich Ihnen immer wieder gerne, dass ich eine Garantie bei entsprechendem Verhältnis zum Honorar gerne gebe.
Aber bei Schadenssummen zwischen 50 und bis 100 Kilofranken begebe ich mich sicherlich nicht für ein Honorar im zweistelligen Bereich in einen Haftungsanspruch. Aber so etwas muss man natürlich im Vorfeld klären.

Ich weiss nicht wie das im Radsport geregelt wird. Bei uns am Bau gibt es nur selten den Totalersatz. Bei uns gibt es immer neben dem Recht zur Nachbesserung auch noch den Grundsatz der Verhältnismässigkeit.

Zudem handeln wir im Prinzip des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen. Wenn eine neue Gabel nicht erforderlich gewesen wäre, hätte auch keine neue bestellt werden müssen - auch wenn das Gegenüber es so anbietet.
 
Zudem handeln wir im Prinzip des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen. Wenn eine neue Gabel nicht erforderlich gewesen wäre, hätte auch keine neue bestellt werden müssen - auch wenn das Gegenüber es so anbietet.
die gekürzte Gabel gebraucht weiter zu verkaufen ist genau so 'nachhaltig', ob der TE eine neue Gabel benötigt oder nicht, weil die Alte um 5 mm zu viel gekürzt wurde, kann nur er entscheiden. Der Händler ist ein vernünftiger Mann.
Bei uns am Bau gibt es nur selten den Totalersatz. Bei uns gibt es immer neben dem Recht zur Nachbesserung...
...an der Gabel ein paar mm dranzulaminieren wäre Pfusch, das kenne ich nur vom Bau :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Du scheinst ja Ahnung von Nachhaltigkeit zu haben...
Dass Du Pfusch vom Bau kennst, kann ich gut verstehen. Ich habe viele Beispiele dafür ?.
Die Aussage, dass die Gabel eigentlich einsatzfähig gewesen wäre kam vom TE selber...da wundert mich dann immer so der Sinneswandel. Frei nach dem Motto: Wenn es nichts kostet halte ich gerne mal die Hand auf.

Zum Glück bin ich noch nicht so alt, dass mein Körper auf minimalste Veränderungen der Sitzposition allergisch reagiert ?
 
phipu, die gabel war nie einsatzfähig, so wie der TE es ursprünglich geplant hatte.
 
… Frei nach dem Motto: Wenn es nichts kostet halte ich gerne mal die Hand auf.
… Zum Glück bin ich noch nicht so alt, dass mein Körper auf minimalste Veränderungen der Sitzposition allergisch reagiert ?
hier hast du dich aber nicht mit ruhm beklettert, dafür aber tief in die unterste schublade gegriffen ...
weisheit kommt bekanntlich mit dem alter
 
Zuletzt bearbeitet:
phipu, die gabel war nie einsatzfähig, so wie der TE es ursprünglich geplant hatte.
Da sagt er selbst aber etwas anderes.
Ich habe mir dazu nie eine Aussage erlaubt! Wie auch, habe das Teil ja nicht gesehen.
Am Montag gehe ich nochmal hin. Ich hab mir übrigens noch eine zweite Meinung geholt, von meinem Vereinsschrauber (der leider wenig Zeit hat, sonst hätte er an die Gabel gemusst ;) ). Er sagt, dass technisch alles sauber gelöst ist. Der Händler hat zwar nicht auftragsgemäß gekürzt, aber den Spielraum an Höhe, den ich mindestens wollte, habe ich und ich kann den Vorbau sauber klemmen (gerade so, Ende Gabelschaft=Mitte obere Schraube). Mein Puls ist erstmal wieder unten. Ich werde am Montag mal fragen, was mir der Händler vorschlägt. Grundsätzlich bin ich bereit, hier auf mein gutes Recht und Prinzipienreiterei zu verzichten und den Fall als Lernerfahrung abzubuchen.
Aber eben die Sache ist ja nun erledigt.
 
Das war aber eine Einschätzung vom Vereinsschrauber. Mitte obere Schraube ist in meinen Augen aber nicht technisch sauber gelöst. Die haben die Gabel einfach ein paar mm zu weit gekürzt. Das ist eben Fakt und mir ist meine Gesundheit so viel Wert, sodass ich damit nicht fahren würde.Und das hat mit Nachhaltigkeit überhaupt nichts zu tun. Das interessiert mich in dem Fall sogar überhaupt nicht. Für die volle Stabilität muss die Gabel bis 2 oder 3 mm unter OK Vorbau sein. Da gibt es nichts zu diskutieren. Bei ihm war ein 5mm Spacer komplett in der Luft, als die Spacer über dem Vorbau montiert waren. D.h. es sind halt 6 oder 7mm bis OK Vorbau wenn der Vorbau oben ist und die Spacer darunter. Das ist alles andere als technisch einwandfrei.
 
Also, dann fassen wir nochmal zusammen:
Fakten aus erstem Beitrag:
  • Auftrag: Gabel Kürzen bis 10mm OK Vorbau
  • Erhalten: Gabel gekürzt bis 5mm OK Vorbau, mit 2 x 5 mm Spacer oben drauf, einer davon nur durch die Klemmkraft gehalten :rolleyes:

Wenn ich nun einen der 5mm Spacer unter den Vorbau setze und den anderen darüber, wo endet dann der Gabelschaft?
Nach mir genau OK Vorbau. Also nicht Mitte der oberen Schraube Vorbau.
Irgendetwas stimmt halt in den Angaben des TE nicht oder sehe ich das falsch?
Da hätte man mit anderen Spacern und ggf. Anpassung im mm-Bereich noch einen Spacer drüber gebracht.

Wenn ich nun beide 5mm Spacer unter den Vorbau setze, wo endet dann der Gabelschaft?
Nach mir genau 5 mm unter OK Vorbau. Das wäre sicher nicht gut.
Wäre die Gabel nach Angabe des TE gekürzt worden, dann wären OK Vorbau und Gabelschaft jetzt bündig...Mist geht wieder nicht, also wieder Anpassungen bei den Spacern unter dem Vorbau.

Mehr sage ich dazu nicht. Ratet den Leuten lieber weiter dazu sofort zum Anwalt zu gehen! :daumen:

Ich freue mich für den TE, dass er bekommen hat was er wollte - es darf jeder glücklich sein.
Neue Gabel, und diese neu ablängen, 5 mm mehr als jetzt :daumen:

Offtopic:
Nachhaltigkeit bedeutet nicht für überschüssige Ressourcen (eine überschüssige Gabel) einen neuen Verwendungszweck (kann ja jemand anderes noch verwenden) zu suchen. Das ist, wenn überhaupt, ökonomisch.
Noch mehr Offtopic:
Wir leben halt in einer amerikanisierten Welt. Wir sind die Kunden und damit auch die Könige. Verantwortung muss immer nur der andere übernehmen. Jeder hat ne Rechtsschutzversicherung, damit er dann "sein gutes Recht" gleich mit Nachdruck durchsetzen kann.
Ich bin halt der Meinung, dass man auch als Auftraggeber einen gewissen Beitrag zu einem Auftrag leisten muss. Kunde sein heisst in meinen Augen eben auch Verantwortung zu tragen (Das jetzt nicht bezogen auf das was hier gelaufen ist, da mag ich mich nicht einmischen).
 
...

Ich freue mich für den TE, dass er bekommen hat was er wollte - es darf jeder glücklich sein.
Neue Gabel, und diese neu ablängen, 5 mm mehr als jetzt :daumen:

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Noch mehr Offtopic:
Wir leben halt in einer amerikanisierten Welt. Wir sind die Kunden und damit auch die Könige. Verantwortung muss immer nur der andere übernehmen. Jeder hat ne Rechtsschutzversicherung, damit er dann "sein gutes Recht" gleich mit Nachdruck durchsetzen kann.
Ich bin halt der Meinung, dass man auch als Auftraggeber einen gewissen Beitrag zu einem Auftrag leisten muss. Kunde sein heisst in meinen Augen eben auch Verantwortung zu tragen (Das jetzt nicht bezogen auf das was hier gelaufen ist, da mag ich mich nicht einmischen).
zum ersten teil/freude: schön … da sind wir einer meinung
zum zweiten teil/amerikanisierung: da solltest du mal ein bisschen researchen, bevor du dich dazu einlässt, denn all deine dazu gemachten aussagen sind falsch … simply not true!
zum dritten teil/einmischung: schön dass du dich nicht eingemischt hast (du hast ernste erinnerungsprobleme)

ein schönes wochenende allen beteiligten
 
Ich habe keine Erinnerungsprobleme, Du hast m.M. nach Probleme mit dem semantischen Verständnis - oder irre ich mich? Ich denke sonst hättest gerade Du es verstanden.

Ich erwarte gerne Deine Definition des Begriffs "Amerikanisierung" sowie die Begründung warum ich falsch liege. Gerne auch per PN!
Falls nein, gehe ich davon aus, dass gut bellen kannst.
 
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