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Kaufberatung (Anfänger)

Jules1989

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hallo zusammen,

ich bin erst vor kurzem auf den Geschmsck des Rennrads gekommen und möchte mir nun mein erstes eigenes kaufen:-)
Leider habe ich noch nicht gaaanz so viel Ahnung, weshalb ich eure Hilfe anfragen wollte.

Mein aktuellen Favoriten habe ich bei Ebay gefunden.
Anbei einmal die Beschreibung:

Guten Tag,

pünktlich mit den ersten Sonnenstrahlen verkaufe ich mein wunderbares Rennrad. Es handelt sich um das Modell Salerno von Hercules. Das Rad ist für sein Alter in einem sehr guten Zustand, lediglich 3-4 kleinere Lackabplatzer trüben das Bild. Der Lack für das Alter des Rades sehr gut erhalten und der Chrom der Gabel und Kettenstrebe ist makellos.

Der Rahmen misst 58cm Höhe von Mitte Tretlager bis Oberkante Sattelrohr. Oberrohrllänge Mitte-Mitte 56cm.

Das Rennrad ist komplett mit der Sachs New Success in 2x7-fach ausgestattet.
Diese Gruppe war seinerzeit die beste des Herstellers Sachs. Ich habe alle Anbauteile gereinigt. Der Zustand ist außerordentlich gut.

Der Sattel ist der originale Laser, diesen habe ich aufwendig gereinigt und er strahlt weiß wie am ersten Tag und weist nur leichte Abriebspuren auf. Die Sattelstütze ist ebenfalls die originale, geflutete der Firma Selle San Marco.

Der Vorbau ist ein pantographierter Modolo. Der Lenker wurde von mir erneuert, es handelt sich um einen zeitgenössischen Modolo Q-Race (NOS verbaut).

Ich habe die Züge der Bremsen und der Schaltung erneuert und ein neues Lenkerband passend zur Lackierung gewickelt. Die Schläuche und Mäntel sind ebenfalls erneuert. Die Laufräder sind frisch von einer Fachwerkstatt zentriert. Die Bremsen und Schaltung sind noch nicht ganz perfekt eingestellt, was ich aber vor dem Verkauf selbstverständlich noch machen werde.


Ich danke euch für eure Hilfe :-)

PS: kosten soll es 350€
Ist das ok?
 

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Willkommen Jules!

Das ausgewählte Rad ist brilliant, die New Success ist tatsächlich sehr hochwertig, der Preis ist günstig.

Wenn das Rad passt und gefällt und Du mit den Einschränkungen der Übersetzung (geschätzt 52-42 / 26-14) zurechtkommst schlag sofort zu.
 
Was genau meinst du denn mit der Einschränkung Übersetzung?
Ist es dann eher zu schwer oder zu leicht zu treten? ;-) sorry für die doofe Nachfrage
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein wenig trainierter Fahrer wird mit der "Heldenkurbel" und einen größten hinteren Ritzel, das geschätzt 26 Zähne hat, kaum steile oder lange Berge hoch kommen. Im kleinsten Gang legt dieses Rad immer noch 3,4m/Kurbelumdrehung zurück. Das bedeutet, mit einer relativ geringen Kurbeldrehzahl von 60/Min fährt man im kleinsten Gang noch 12,3 km/h
Ich fahre so einen Oldtimer gelegentlich im Bergischen Land und komme damit überall hoch, kenne aber auch genügend Leute, die mit so einem Rad hier kapitulieren würden.
 
Danke Andreas für die ausführliche Antwort. Ergibt Sinn und leuchtet ein.
Ein "trainierter" Fahrer bin ich leider nicht wirklich, wohne aber in HH hier ist das Land recht flach. Es gibt nur wenig Steigung Zur Not lässt sich das bestimmt auch umbauen oder?

Ich selber bin 1,76 gross und möchte das Rad als 2 Rad nutzen. Hab selber noch ein Trekkingrad das ich über alles liebe, bin aber durch Freunde auf das Rennrad gekommen und möchte es eher "zum Spass" nutzen
 
Ja ich habs gelesen, bin das Rad allerdings probegefahren und fühle mich soweit sehr wohl, deshalb dacht ich es geht :-)
 
Das Rad ist Dir etwa 2cm zu groß. Du wirst darauf nicht perfekt sitzen, aber Du wirst das Rad problemlos fahren können.
Wenn Du auf den Geschmack gekommen bist und mit Hercules die ersten Lorbeeren geerntet hast, kannst Du Dir ja später ein genau passendes Rad kaufen. Das Hercules wird (Pflege vorausgesetzt) seinen Wert behalten.
Im Umland von HH wird die Übersetzung zu keinen Problemen führen, Umbau kann problematisch werden.

Also kaufen!

Und viel Spass auf dem Renner
 
Unabhängig davon ob die Größe passt und der Preis für diese alte Rad in Ordnung ist.

Für mich ist das Rad kein Sportrad mehr! Das gehört für mich definitiv in die Richtung Klassiker. Also entweder als Hipsterrad weil ein altes Rennrad cool ist oder weil man wirklich alte Rennräder mag! Weis jetzt eben nicht was du damit vor hast. Willst du Sport machen oder ein flottes, cooles Rad haben?

Ich denke für 350 € bekommt man schon ein moderneres Rad mit STIs usw. das mehr Sportgerät ist.
 
Für mich ist das Rad kein Sportrad mehr! Das gehört für mich definitiv in die Richtung Klassiker. Also entweder als Hipsterrad weil ein altes Rennrad cool ist oder weil man wirklich alte Rennräder mag! Weis jetzt eben nicht was du damit vor hast. Willst du Sport machen oder ein flottes, cooles Rad haben?

Ich denke für 350 € bekommt man schon ein moderneres Rad mit STIs usw. das mehr Sportgerät ist.

seh ich auch so, deshalb die Frage, was sie damit vor hat.
 
Schönes Rad und außer ein paar Anstiegen in den Harburger Bergen solltest du als Anfänger auch keine Probleme haben.
Allersings würcde ich auch sagen das 58er zu groß ist, zum Glück ist das OR nicht extrem lang ist für einen Klassiker. Ich bin slebst 183 und fahre auch so OR von 56 mit allerdings 130 Vorbau.
Hst du das wirklich in Unterlekerhaltung und in Bremsgriffhaltung getestet ? oder nur in Oberlenkerhaltung ?

Ansonsten klar kann man auch mit einem als Sportgerät bewegen, aber ist natürlich auch richtig das man dafür auch ein rad mit STI's bekommt, bzw ein Rad mit weniger gesuchter Gruppe, z.b- 105, deutich günstiger.
Der Preis lohnt sich nur wenn man wirklich dieses Rad mag und haben will
 
Abgesehen davon dass das Rad den Bilder nach in sehr gutem Zustand ist und dass dieser Klassiker dem aufgerufenen VB gerecht wird: Was will ein Anfänger mit diesem Rad? Es ist ihm (Dir) wohl zu groß wenn man der Selbstbeschreibung glauben darf und es ist schwer (teuer) angemessenen Ersatzteile zu bekommen. Für den genannten Preis kriegt man ohne Probleme Modelle mit 9-fach oder 10-fach Komponenten - also mit STI! Auch wird eine Kompaktkurbel im flachen Hamburg für einen Neuling keinen Nachteil ausmachen wohl aber die verbaute Übesetzung. Ich hab mir sagen lassen das dort des öfteren der Wind die Aufgabe von Anstiegen übernimmt.
Nicht falsch verstehen! Das Rad ist in Ordnung, wird seinen Wert behalten und ist auch völlig OK für einen Oldieliebhaber (oder auch wie schong geschrieben für einen Hippster). Bastelerfahrung ist meines Erachtens bei so einem Teil wichtig. Aber es ist meiner Meinung nach absolut nichts für einen Einsteiger!
 
Bastelerfahrung ist meines Erachtens bei so einem Teil wichtig.
Dieses Rad verlangt vom Besitzer m.E. weniger Schraubererfahrung als jedes modernere Rad. Einen Schaltzugwechsel z.B. an diesem Rad könnte jeder noch so unerfahrene Schraubanfänger problemlos durchführen. Einen (äußerst unwahrscheinlichen) Speichenbruch könnte jede(!) Radwerkstatt sofort reparieren. Die Frage nach einem Drehmomentschlüssel wird im Zusammenhang mit dem alten Material nicht aufkommen. Die Standard-Werkzeuge für Tretlager; Steuersatz und Zahnkranzabzieher besitzt auch jede Radwerkstatt.
Auch die hier immer gern gestellte Frage nach der Weiterverwendbarkeit eines Carbonrahmens nach einem harmlosen Sturz wird im Zusammenhang mit diesem Rad wohl niemals gestellt werden.
Was die Verwendung als "Sportgerät" angeht, kann ich dazu sagen, dass die modernen Rennräder im Rennen tatsächlich deutlich spürbare Vorteile gegenüber einem solchen Klassiker haben. Andererseits müssen meine Sportskollegen immer wieder erstaunt feststellen, dass ich mit meinem "Sonn"-täglich gefahrenen rahmengeschalteten Eisenhaufen sehr "sportlich" unterwegs bin.
So ein Oldtimer in der hier vorgestellten Qualität ist derfinitiv sportlich, kann aber bei der Verwendung als Wettkampfmaschine gegen modernere Geräte keinesfalls mithalten.

Aus meiner Sicht ist dieses Rad unter Berücksichtigung der Übersetzungseinschränkungen definitiv "einsteigertauglich".
 
@andreas s
Ich gebe Dir in allen Punkten recht! Ja!
Meine Anmerkung bezüglich der Bastelerfahrung hat sich tatsächlich darauf bezogen dass man als Besitzer und Fahrer eines solchen Oldies dieses auch selber warten können sollte. Wahrscheinlich waren meine Ausführungen diesbezüglich nicht genau genug.
Auch dass man mit dem vorgestellten Teil sportlich unterwegs sein kann bestreite ich absolut nicht - man konnte es ja vor 30 Jahren auch!
Trotzdem will ich einem Anfänger mit genanntem angenommenem Budget dieses Rad auf keinen Fall empfehlen. Mehr Freude wird er mit einem "modernem" Rad mit Bremsschaltgriffen haben. Einen Oldtimer kann man sich dann zulegen wenn man Ahnung von der Materie hat. Ich empfehle ja einem Autofahranfänger keinen Golf 1 sondern ein relativ modernes sicheres Auto - obwohl man mit ersterem damals auch gefahren ist. Und für einen der noch nie RR gefahren ist sind STI einfach sicherer und angenehmer um zu lernen.
 
Was die Verwendung als "Sportgerät" angeht, kann ich dazu sagen, dass die modernen Rennräder im Rennen tatsächlich deutlich spürbare Vorteile gegenüber einem solchen Klassiker haben. Andererseits müssen meine Sportskollegen immer wieder erstaunt feststellen, dass ich mit meinem "Sonn"-täglich gefahrenen rahmengeschalteten Eisenhaufen sehr "sportlich" unterwegs bin.
Nicht nur im Rennen haben STI'S Vorteile. Eingenlicht in allen Situationen wo es ein Risiko ist die Hand vom Lenker zu nehmen. Also vor allem auch in der Stadt, in Kurven oder bei Seitenwind. Aber gut, man schaltet dann eben proaktiv und ist dadruch minimal langsamer.
Ob man deshalb mehr Freude mit STI's hat ? Keine Ahnung. Dafür ist die Technik der Rahmenschalthebel deutlich unempfindlicher und schaltet sauberer als moderne Schaltungen.
Würde einem Einsteiger also nicht so grundsätzlich Rahmenschalthebel abraten, Muss halt ne bewusste Entscheidung sein
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder wenn man gerade beim Schalten ein Schlagloch trifft. Ich weis nicht ob es mich dabei sicher auf dem Rennrad halten würde und ich denke ich bin nun schon über das Anfängerstadium hinaus. Die Aussage mit der bewussten Entscheidung finde ich sehr passend!
 
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