• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Kette springt ... wieso?

spinner23

Neuer Benutzer
Registriert
16 Oktober 2005
Beiträge
4
Reaktionspunkte
0
Hi,
ich hab seit gut 2 Jahren ein Rennrad (Corratec RaceTec four). Nach ca. 500km hatte ich das Problem, dass in den mittleren Ritzeln - anfangs unter starker Last, später auch bei gemütlichem Fahren - die Gänge "mal kurz" wechselten. Also dass die Kette z.B. vom 5. auf's 6. oder 4. Ritzel sprangen, aber auch direkt wieder zurück. Hatte das Fahrrad dann zur Inspektion gegeben, dabei ist das Problem auch behoben worden (vermutlich an den richtigen Schrauben gedreht worden). Nur leider ist das Problem nach weiteren 500km wieder aufgetreten und ich hab immer noch keine Ahnung, wie man das behebt. Da ich aber ungern Geld für Sachen ausgebe, die ich auch selber einfach erledigen kann würde mich interessieren, wie man das Problem behebt.
Kann mir da jemand von euch weiterhelfen? - Vielen Danke im Vorraus!
MfG spinner23

Edit: Noch zur Info: die Schaltung ist eine Shimano Tiagra
 
...um Antworten auszugrenzen, die Dir bei Deinem Problem nicht weiterhelfen würden, folgende Fragen:
- welche Schaltgruppe (Shimano, Campa oder andere) ist bei Dir montiert, sind Schalt-/Bremshebel dieser Schaltgruppe zugehörig oder sind diese für andere kompatibel (frage deshalb, weil bei diesen Einstellungen möglich sind, um 8-fach oder 9-fach zu schalten. Diese Einstellung muss aber am Schalt-/Bremshebel vorgenommen werden).
-Laufleistung Deiner Kette, bzw. Kassette
 
Die Schaltung ist komplett eine original Shimano Tiagra, inkl. Schalthebeln, etc. Lediglich die Kurbelgarnitur ist von ZZYZX, aber das dürfte wohl nichts ausmachen, da es um die Ritzel (hinten) geht.
Die Laufleistung des gesamten Fahrrades beträgt ca. 1000 - 1200 km. Außer Reifen/Schläuchen ist bislang nichts ersetzt worden.

Anfangs und nach der Inspektion lief die Schaltung richtig schön "knackig", ist also genau nach meinen Vorstellungen gelaufen. Von daher gehe ich davon aus, dass es kein Verschleiß- oder Konstruktions- sondern ein Einstellungs-Fehler ist.
 
Ich habe eben bei Brügelmann ins Portal geschaut, die Tiagra gibts in der 9-fach Ausführung, vielleicht auch in der 8-fach Variante, und ich vermute, da kann der "Hase im Pfeffer" liegen.
Mein RR-Mitstreiter hatte bis vor kurzem ein ähnliches Problem, die Kette wechselte willkürlich in eben diesen Gängen (zumal auch noch schöne Zwischengänge), da er sich das Rad selbst zusammengestellt hat, ist ihm bei der Indexierung ein Fehler unterlaufen. In der beigelegten Montageanleitung bei den Brems-/Schalthebeln gibt es zwei Einstellungsmodis, einmal für 8-fach und 9-fach. Er hatte die Einbauanleitung zu schnell überflogen, da ist der Fehler passiert,... er hat unbewusst auf 8-fach eingestellt, obwohl er eine 9-fach Kassette hat.
 
hm, würde mich eigentlich wundern wenn es daran liegt.
habe am schalthebel noch nie irgendwas verstellt. außerdem wird das problem schleichend größer: anfangs schaltet das fahrrad praktisch perfekt, mit der zeit kann man irgendwann nicht mehr unter last schalten, ohne dass die kette hin und her springt. später dann springt sie hin und her wenn man z.B. an 'nem kurzen steilen berg kräftig reintritt. ein paar hunder km später springt sie dann schon bei normaler fahrweise, dass es kaum noch fahrbar ist. (nur noch zu kleine oder zu große gänge funktionieren).
kann es vielleicht irgendwie an der kettenspannung oder so liegen? kann man die regulieren?

ach ja, ich kann derzeit noch alle 9 gänge einzeln durchschalten, dabei wird nichts übersprungen oder so
 
...habe gerade ge-googeld, Tiagra gibts 8/9-fach,...das Selbermachen soll, wenns wirklich daran liegen sollte, kein Problem sein.
Einbauanleitung (Brems-/Schalthebel) studieren (soll fiese Mini-skizzen haben, also besser 3x anschauen), danach gabs bei meinem "Kollegen" keine Schaltbeschwerden mehr.
 
Eben diese nervende Erfahrung musste der eben besagte Pedaleur auch machen.
Ich gehe nicht davon aus, dass Du die Indexierung am Hebel verhunzt haben könntest, sondern so ein Lapsus mit 8/9 fach Verwechslung kann auch dem Vertrieb/Händler geschehen.
Ja gut, Kette kann man einkürzen, falls zu lang www.rst.mp-all.de , aber ich denke, daran liegts nit.
 
Hi
@ Spinner:
Ich denke mal, wenn es die Werkstatt einmal hinbekommen hat, das Problem wenigstens für ne Zeit abzustellen, wird es nicht unbedingt an falscher Indexierung liegen.
Aber um nicht im Unklaren zu sein wäre es sicher gut, Du überprüfst das mal.
Falls Du bei Deinem Radel keine technischen Unterlagen zu den Komponenten dazu bekommen hast, ist die hp von Paul Lange hilfreich, hier gibt es diese online.
http://www.paul-lange.de/produkte/shimano/support/

Leider konnte ich hier zu den älteren Gruppen keine Montageanleitung finden, in der die Umstellung zwischen 8- und 9-fach erklärt wäre. Aber schau Dir mal die Montageanleitungen zu den 2005er Gruppen an und überprüfe die Einstellung des Schaltwerks nach dieser Anleitung.
Wichtig ist bei Deiner Problematik, daß erstmal die Züge leichtgängig, also gut gefettet sind.
Vielleicht hat die Werkstatt ja einfach etwas Öl auf die Züge gegeben, was für kurze Zeit Abhilfe schafft, aber nicht für Dauerschmierung geeignet ist. Und hängende Züge können sich zur Unzeit lösen und ungewollte Schaltvorgänge verursachen. Auf Dauer hilft nur genügend Fett in den Zughüllen. Und das kriegt man nur rein, wenn man die Züge wieder ausbaut und mit Fett neu montiert.

Weiterer Ansatzpunkt ist der Abstand der oberen Leitrolle des Schaltwerkes zum Ritzelpaket. Hierfür gibt es eine Einstellschraube. Der Abstand sollte so klein wie möglich sein, so daß die Kette kurz geführt wird. Bei langer Führung leidet die Genauigkeit. Allerdings darf die Leitrolle nicht so dicht am Ritzel sein, daß die Kette geklemmt wird. Ist in der Anleitung für das Schaltwerk unter Punkt 4 beschrieben.

Und natürlich muß der Schaltwerkskäfig von hinten betrachtet senkrecht unter dem gewählten Ritzel stehen und die Kette nicht an benachbarten Ritzeln streifen und Geräusche machen. Diese Einstellung ist unter Punkt 5 beschrieben.

Des weiteren muß der Schaltkäfig unabhängig von seiner Position immer senkrecht stehen, von hinten betrachtet. Steht er dagegen geneigt, ist das Schaltauge verbogen und muß getauscht oder falls möglich gewechselt werden.

Schließlich und endlich kann auch durch mangelnde Wartung das Schaltwerk selbst so schwergängig werden, daß es klemmt und die eingebaute Rückstellfeder es nicht immer schafft, bei Lockerung des Zuges durch die Schalthebel den Käfig in die gewünschte Position zu drücken. Das dürfte bei einem Straßenrenner innerhalb zwei Jahren nicht vorkommen, ich hab meine Räder früher so gut wie nie gewartet und hatte damit auch nach Jahren nie Probleme, trotz billiger Teile. Waren aber auch ohne Indexierung mit Rahmenschalthebeln, schalten nach Gehör und Gefühl.
Also vor dem Verzweifeln alles gründlich reinigen und schmieren. :)
 
Erstmal danke für eure Antworten, werd mich mal mit 'nem Schraubenzieher an mein Fahrrad setzen und nach dem Fehler suchen.
 
Ich hatte anfangs mit meiner Tiagra-Schaltung dasselbe Problem. Nachdem ich die Zugspannung etwas erhöht hatte, war es weg. Seitdem bin ich mindestens 3000 km gefahren ohne Probleme!
 
spinner23 schrieb:
Anfangs und nach der Inspektion lief die Schaltung richtig schön "knackig", ist also genau nach meinen Vorstellungen gelaufen. Von daher gehe ich davon aus, dass es kein Verschleiß- oder Konstruktions- sondern ein Einstellungs-Fehler ist.

Seile pflegen sich unter Spannung mehr oder weniger zu dehnen, deshalb muss man jede seilbetätigte Schaltung früher oder später nachstellen.
 
Wenn die Kette springt ist der Umwerfer falsch eingestellt.
Erstmal schauen, ob in alle Gänge geschaltet werden kann und jeder Gang einem Schaltklick der Hebel entspricht. Ist das der Fall, dann muss nur ein klein wenig die Position nachgestellt werden. Dazu an dem schon gezeigten Rädchen am Umwerfer vorsichtig drehen (1/4 Umdrehung) und wieder testen. Notfalls in beide Richtungen testen, bis man die optimale Einstellung gefunden hat. Mit etwas Geduld und Gefühl ist das kein Problem.
 
Dirk-H schrieb:
Wenn die Kette springt ist der Umwerfer falsch eingestellt.
Erstmal schauen, ob in alle Gänge geschaltet werden kann und jeder Gang einem Schaltklick der Hebel entspricht. Ist das der Fall, dann muss nur ein klein wenig die Position nachgestellt werden. Dazu an dem schon gezeigten Rädchen am Umwerfer vorsichtig drehen (1/4 Umdrehung) und wieder testen. Notfalls in beide Richtungen testen, bis man die optimale Einstellung gefunden hat. Mit etwas Geduld und Gefühl ist das kein Problem.


Hi,

Du meinst wahrscheinlich das Schaltwerk ;) , nicht den Umwerfer!
Ich würd´s damit auch probieren,voraus gesetzt das Schaltwerk hat ne saubere Grundeinstellung.Ansonsten am Rädchen hinten drehen,da wo der Zug reingeht,entweder rein oder raus,das muss man halt probieren in kleinen Schritten,dann sollte das wieder funktionieren.Das Feintuning kannst Du dann oben am Schaltzug machen bei den Anlötsockeln.
Wenn die Einstellung passt,sollte die Kette auch nicht mehr springen,dass macht sie höchstens dann mal wenn sie ziemlich verschlissen ist,sollte aber nach deiner geschilderten Laufleistung nicht der Fall sein.


Gruß, Bernd
 
Zurück