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Konkrete Konfliktsituationen im Verkehr

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Viel Konflikt würde es nehmen, wenn Radwege genauso gepflegt würden wie Straßen.

Vereinfacht: Viel Konflikt würde es nehmen, wenn es keine Radwege gäbe.

Mir hat ein Polizist mal erzählt, wie er eine hupende Kraftfahrerin angehalten habe, die
sich als Französin auswies. Auf seine Frage, ob sie in Frankreich auch die Radfahrer
anhupen würde, kam als Antwort: "Nein, da haben wir ja keine Radwege!".

Dazu auch:

Das passiert, wenn man sich nicht auf das Risiko einlässt mit dem Fahrrad 10cm an parkenden KFZ vorbeizufahren!

Ich habe die Huperin an der Ampel angesprochen und gefragt ob es ihr lieber gewesen wäre, wenn ich durch die Folie vor ihr Fahrzeug gestürzt wäre? - Immerhin verneinte sie das. Allerdings fand sie, dass andere Radfahrer es ja auch schaffen würden auf dem dortigen "Schutzstreifen" zu fahren - ohne den Streifen hätte sie allerdings auch nicht gehupt!
 
Wenn man alles so über einen Kamm scheren könnte...

Wenn man ein Leben lang in einer Grenzregion lebt, geht das einigermassen. Es geht ja fast nicht anders.

Deutsche Autofahrer bleiben z.b. fast immer stehen um Fussgänger an Zebrastreifen die Strasse überqueren zu lassen. Die Franzosen tun das im Vergleich fast nie.
Der Franzose hupt um dem Fahrradfahrer mitzuteilen dass er überholen will, der Deutsche hupt um mitzuteilen dass der Radfahrer den Radweg nutzen soll.
Die Franzosen rollen zum Teil mit 90km/h auf Autobahnen, die Deutschen zum Teil mit 190km/h.
Der Deutsche macht auf der Autobahn den Winker an um mitzuteilen dass er überholen möchte. Der Belgier macht den Winker an um mitzuteilen dass er jetzt überholt, auch wenn wenig Platz ist.
Der Deutsche blinkt um jemanden die Vorfahrt abzugeben, der Italiener blinkt um seine Vorfahrt zu behaupten.
Usw.

Das sind alles Sachen an denen man sich anpassen muss wenn man Grenzen überquert oder in Grenzregionen oder im Ausland unterwegs ist.

Dazu kommt dass es Radfahrnationen gibt, wo Radsport und Radfahrer einen ganz anderen Stellenwert für die Gesellschaft haben als in Auto-Nationen.
 
Ich habe die Huperin an der Ampel angesprochen und gefragt ob es ihr lieber gewesen wäre, wenn ich durch die Folie vor ihr Fahrzeug gestürzt wäre? - Immerhin verneinte sie das. Allerdings fand sie, dass andere Radfahrer es ja auch schaffen würden auf dem dortigen "Schutzstreifen" zu fahren - ohne den Streifen hätte sie allerdings auch nicht gehupt!

Man kann deutlich erkennen im Video, das es so oder so egal ist, weil die Ampel rot war. Wenn nicht gerade problematische Nasensteine entfernt werden müssen gibt es keinen Grund länger an einer roten Ampel stehen zu wollen.
 
Man kann deutlich erkennen im Video, das es so oder so egal ist, weil die Ampel rot war. Wenn nicht gerade problematische Nasensteine entfernt werden müssen gibt es keinen Grund länger an einer roten Ampel stehen zu wollen.

Nanana, ich vermute das mit dem erster an der roten Ampel ist bei den Autofahrern sowas wie bei uns der Ortsschildsprint ;-)
 
[...]

Dazu kommt dass es Radfahrnationen gibt, wo Radsport und Radfahrer einen ganz anderen Stellenwert für die Gesellschaft haben als in Auto-Nationen.

Das kann ich nach vier Jahren in Belgien nur bestätigen. Auf den Landstraßen haben die Helden von Flandern jedes Recht zu fahren, um die flämische Ehre zu verteidigen. Da bringt es richtig Spaß zu fahren, es ist ein total entspanntes Miteinander.
Anders sieht es in Brüssel aus, wo 1/3 der Bevölkerung Ausländer sind - da ist es genauso gefährlich und unangenehm wie in Deutschland.
 
Heute hätte es fast gekracht: Ich fahre mit ~ 35km/h auf einer Landstraße, da nimmt mir ein Autofahrer aus einer Seitenstraße heraus die Vorfahrt. Ich konnte gerade noch abbremsen und ganz knapp ausweichen.

Der Fahrer, bestimmt über 70, hat, glaube ich, das Geschehen gar nicht richtig mitbekommen. Er ist langsam, ohne irgendeine Reaktion, weiter gefahren und auf die Hauptstraße eingebogen, obwohl ich keinen Meter mehr von seiner Seitenscheibe entfernt war und er mich direkt angeschaut hat..

Glück für mich, denn hätte er gebremst, wäre ich ihm reingefahren.

Ansonsten ist hier in Mittelhessen das Miteinander ganz gut, auf Landstraßen habe ich selten Konflikte mit PKWs. Ab und an wird zwar schon eng überholt. Öfters wird es dagegen auf Wirtschaftswegen mit unachtsamen Fußgängern oder Radfahrern brenzlig.
 
Gestern hat es mich endlich auch mal erwischt: eine Linksabbiegerin war nicht ganz unschuldig daran, daß ich zu Fall gekommen bin und mir die linke Hüfte übel geprellt habe. Ich fahr wie fast jeden Tag in Wien die Längenfeldgasse (mit dem Renner auf der Straße, darf ich ganz explizit) rauf nach Meidling. An der Kreuzung mit cfer Bökhgasse wartet eine Linksabbiegerin, der letzte PKW hat mich leider schon überholt. An dieser Kreuzung bin ich immer froh, wenn mich noch weitere PKW überholen, denn die ziehen mehr Aufmerksamkeit auf die Linksabbieger als ich. Ich komme da also alleine in die Krezung reingeradelt, nach meiner Auswertung auf Strava 25-26km/h schnell. Die Linksabbiegerin habe ich schon längst wahrgenommen und versuche ihren Blick zu erhaschen. Ich fixiere sie, sie schaut in meine Richtung, Alles klar, denke ich und fahre weiter. Doch plötzlich fährt sie los! Da war's schon zu spät für ein Abbremsen. Ich habe es mit einer artistischen Einlage geschafft, um ihre Motorhaube rumzukurven, aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite bin ich in Schräglage nicht mehr den Bordstein hochgekommen. Da habe ich mich dann hingelegt. Die Autofahrerin hielt an, öffnet die Tür und stellt zwei Fragen: ist eh nix passiert und sind Sie sicher, daß Sie grün hatten? Natürlich hatte ich grün! Ich hab mich abgeputzt und bin weitergefahren. Sie wollte mir noch ihre Nummer geben, aber wozu? Ich hab ihr nochmal versichert, daß ich grün hatte und sie daran erinnert, aufzupassen. Was soll man mehr machen? Ich habe ihr Auto nichtmal berührt, also Schwamm drüber und weiter.

Ich glaube, die hätte mich auch abgeschossen, wenn ich da mit dem Auto unterwegs gewesen wäre. Ich wüßte zu gerne, was die im Kopf hatte, als sie die Straße entlang in meine Richtung geschaut hatte.

LG
Rüdiger
 
Zuletzt bearbeitet:
endlich deswegen, weil ich im Prinzip immer versuche, wie ein Jagdfliegerpilot meine Augen überall zu haben. Klappte leider gestern trotz Blickes in die korrekte Richtung nicht mehr. Viele hier sind schon öfter Opfer geworden, ich aber noch nicht. Früher oder später mußte das mal passieren, wenn ich jeden Tag 40km durch den Wiener Stadtverkehr radle.

LG
Rüdiger
 
Ich hätte mir trotzdem die Nummer geben lassen. Ist am Rad nichts kaputt?
Wäre ärgerlich, wenn sich später herausstellt, dass doch etwas zu Bruch gegangen ist.
 
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Da ging der Münchener gerade auf mich zu, schaute sich dabei die hübsche Blondine auf der gegenüberliegenden Straßenseiten an. Ausweichen war nicht möglich also stehen bleiben. Bevor er mich über den Haufen laufen wollte, erweckte ich sein Interesse mit lautem 'Hallo'. Seine Antwort war recht laut und führte zu einem Monolog.
 
Naja. 500 Meter davor standen zwei Polizisten mit der Laserpistole. Die schauten echt glücklich aus.
 
Dafür durfte ich heute auf dem Rückweg Geographie machen. Ein Autoianer hielt es für eine gute Idee, mich in einer Engstelle zu überholen und vom Rad zu holen. Die Schrammen und die lädierte Hose sind eine mittelfristige Erinnerung daran.

Er war der Ansicht, ich hätte die Haltebucht für Busse nehmen müssen, um ihm Platz zu machen
 
Dafür durfte ich heute auf dem Rückweg Geographie machen. Ein Autoianer hielt es für eine gute Idee, mich in einer Engstelle zu überholen und vom Rad zu holen. Die Schrammen und die lädierte Hose sind eine mittelfristige Erinnerung daran.

Er war der Ansicht, ich hätte die Haltebucht für Busse nehmen müssen, um ihm Platz zu machen
Und- Rennleitung gerufen wg. Unfall mit Körperverletzung?
 
Ebenfalls gute Besserung.

Ich habe in den letzen Tagen über Radfahrer und Fußgänger etwas echauffiert.

1. Ein Fußgänger auf einem Rad/Fußweg mit Autistenstöpseln, der erst auf Anbrüllen erschrocken zur Seite sprint. Mein Klingeln hatte er nicht gehört...

2. Eine Fußgängerein mit Autistenstöpseln, die ihre Flexileine mit Fiffi dran über den Radweg spannt. Indem ich sie ansprach und auf die Schulter tippte, habe ich sie zu Tode erschrocken. :D

3. Ein Radfahrer mit tarnschwarzer Hautfarbe morgens um 6 Uhr ohne Licht.

4. Eine Radfahrerin, die meint noch schnell vor einem 30 to Sattelauflieger in den Kreisel huschen zu können und diesen zum Bermsen zu nötigen.
 
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