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Korrekte Anwendung PTFE Kettenspray

Grumschi

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28 Juli 2012
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Hallo Radler,
Jedes Jahr wechsle ich die Kette zwei mal und diese kommt ja mit eienem dicken Fett behaftet aus der Packung.
Soll ich dieses Fett vor der Montage entfernen und womit am besten? Bis anhin verwendete ich Shimano entfetter und brachte nach dem Trocknen reichlich PTFE Spray von Dynamic auf. Dies sei aber falsch, liess ich mir erklären, eine Kette soll nie entfettet werden - doch kann dann der PTFE Schmierstoff überhaupt bis zu den Nieten vordringen?
Wie pflege ich die Kette zwischendurch am besten? Ab und zu entfette ich sie komplett und bringe wieder reichlich PTFE Spray auf.
Ich fahre kaum im Regen, womit dieser Schmierstoff gut passt - doch was, wenn ich doch mal im Regen fahren will? Soll ich dann zwischendurch einen andern Schmierstoff applizieren - und vor dem Wechsel zurück zu PTFE wieder komplett entfetten?
Dynamic gibt keine Hinweise, auch nicht auf Anfrage per E-Mail. Gibts alternative Schmiermittel, bei denen der Hersteller weiss, wie diese am besten anzuwenden sind?
Danke für die Hilfe!
 
Glaubenskrieg. Meinereiner lässt das was an der Kette dran ist dran, wischt dreckige Ketten mit Babytuch ab und zieht das ganz dann durch einen Lappen auf dem ein paar Tropfen Öl sind, nur als Korrosionsschutz. Dadurch ziehen die Ketten dann auch nicht noch extra Dreck an.
 
Wenn du die Kette ohnehin 2x jährlich wechselst, dann brauchst du die doch nicht auch noch zwischendurch zu entfetten, oder?

Da ich recht häufig im Regen fahre, benutze ich das HydroDynamic von Muck OFF. Die Schmierung ist dann auch noch nach wiederholten Regenfahrten einwandfrei.

Schmutzig wird die Kette bei Regenfahrten allerdings sowieso.
 
Aber worin liegt der Vorteil, eine neue Kette wieder zu entfetten? Außen kann man vielleicht was wegnehmen, o.k., wenn man nur trocken fährt und nicht möchte, dass sich Staub ansetzt. Ich benutze gelegentlich vorsichtig Entfetter auf einem Lappen und reinige die Kette so von außen.
 
Aber worin liegt der Vorteil, eine neue Kette wieder zu entfetten?

Ganz einfach! Weil Fett Dreck anzieht...und das DryFluid eben nicht! Da es kein Fett Wachs ect. enthält...Darum bleibt die Kette wesentlich länger Sauber...Lasse ich nun die Hersteller-Befettung drauf, habe ich den Dreck sofort wieder auf der neuen Kette...das möchte ich ja grade vermeiden...Dafür wird die Kette ja mit dem DryFluid Schmierstoff behandelt...
 
Wenn man normales Öl einfach sparsam verwendet, bleibt die Kette auch ohne sündteures Spezialmittel lange sauber.

Nein, bleibt sie leider nicht! Ausserdem ist das ergebniss mit DryFluid einziartig...sonst wäre ich nicht dabei geblieben...und ich habe schon so manches in meinem Rad-Leben ausprobiert...alles tat sich nicht viel...
Das ist natürlich meine Meinung, jeder soll das halten wie er es möchte und es nach seiner erfahrung für gut befindet...
 
Bei mir kommt das Fett bei der neuen Kette ganz runter...mit Muck Off - Kettenreiniger...
Sorry, aber das ist nur Blödsinn. Warum die Werksschmierung entfernen? Der Verschleiß findet zwischen Kettengliedern und Kettenbolzen statt, da muss die Schmierung maximal sein.
Ob die Kette außen metallisch glänzt oder schwarz verschmiert aussieht, hat auf den Verschleiß keinerlei Einfluß.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für die vielen Hinweise. Es ist schon erstaunlich, dass es nebst einer unüberschaubaren Menge von Schmiermitteln mit unterschiedlichen Technologien auch eine solch grosse Bandbreite gibt, wie diese eingesetzt werden, dabei ist das Material der Ketten immer etwas dasselbe, die Umgebung meist trocken, zwischen 10...30°C und die Belastung variiert ja auch nicht um Grössenordnungen. Da müsste es doch weniger "beste" Mittel und Anwendungsformen geben. Bei Autos müsste es demgegenüber 1000 Schmier-Varianten geben. Bin etwas verwirrt...
 
Da müsste es doch weniger "beste" Mittel und Anwendungsformen geben. Bei Autos müsste es demgegenüber 1000 Schmier-Varianten geben. Bin etwas verwirrt...
Nein. Oder hast Du ein offenes Getrieb am Auto ? Das Problem bei der Kette ist die Schmutzanhaftung. Aber das Thema "richtige Kettenschmierung" ist ein Unendliches mit vielen unsinnigen Beimischungen und wilden Theorien.....
 
Es gibt mehrere Herangehensweisen bei Kettenöl. Es solche mit Lösungsmitteln, die verteilen sich schneller und auch solche mit Wachsanteil für weniger Schmutzanhaftung.

Meier Erfahrung nach ist die Dosis entscheidend. Die meisten nehmen viel zu viel Öl. Mit einer getränkten Kette hat man sehr schnell eine schwarz eingesaute Pampe am gesamten Antrieb und dann geht der Verschleiß munter voran. Wenn man nur sparsam die Bolzen ölt, zieht die Kette weniger Dreck und lebt länger. Ich öle erst nach wenn die Bolzen wieder silbern glänzen und die Kette anfängt Geräusche zu machen.

Selber nehmen ich das olle Rohloff Öl. Das verteilt sich nur langsam, hält aber recht lange vor. Lösungsmittel braucht es bei Kettenöl m.M.n. nicht, man muss dem Öl einfach etwas Zeit geben sich zu verteilen.

Bei der Werksschmierung kann ich gut 400 km fahren bevor ich anfangen muss zu ölen, warum sollte ich diese Schmierung entfernen?
 
Schön das mal wieder diese Glaubensfrage zur Kettenschmierung diskutiert wird, da werfe ich mal meine Taktik mit in den Ring:
1. Neue Ketten mache ich im Frühjahr oder Frühsommer drauf und die Werksschmierung bleibt drauf. Zu dieser Zeit ist das Wetter sowieso besser.
2. Eine verschmutzte Kette wird mit WD-40 gereinigt (bissel sprühen und durch den Lappen), das schmiert und konserviert gleich.
3. Auf die Röllchen kommt dann ein ganz kleiner Tropfen Muc Off Wet Lube, was dann schön Röllchen für Röllchen zwischen Daumen und Zeigefinger einmassiert wird. Das Einmassieren der Kettenschmierung machen auch die Profimechaniker und frei drehende Röllchen merkt man beim Treten. So kann ich auf dem Arbeitsrad problemlos mehrere Regenfahrten hintereinander machen.
 
Das WD-40 würde ich nicht direkt auf die Kette sprühen da es entfettet.
Ich sprüh das immer auf Küchenrolle und zieh dann die Kette durch den WF-40 befeuchteten Lappen.
 
WD40 kann ich nicht mehr hören . Aus der Beschreibung:
Die Schmierwirkung von WD-40 ist dagegen relativ gering, jedoch ausreichend für quietschende Scharniere oder hakende Schlösser. Zur Schmierung von Gewindespindeln oder Fahrradketten ist es aufgrund seiner mangelnden Schmierwirkung nicht geeignet.
 
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