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...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

mr_tabletop

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bei Eisenach
Liebe Leute,

ich habe neuen Lenker und Vorbau, Typ je Easton EA50 (Alu), die Lenker-/Vorbaudurchmesser sind freilich aufeinander abgestimmt.

Wenn ich mich an die angegeben 5 Nm für die 4 Schrauben der Vorbauklemme halte, muss ich nur etwas Kraft aufwenden, und der Lenker läßt sich bewegen. Da ich kein Risiko eingehen will, dass irgendwann sich der Lenker bei Fahrt verdreht : Kann ich ruhigen Gewissens das Drehmoment nach Gefühl anziehen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Gewinde futsch gehen? Kann man sich auf "Loctite mittel" verlassen, d.h. dass es dadurch nicht zu einem Verrutschten kommt?

Grüße, Marco
 

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Re: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Loctite ist für die Schraubengewinde gedacht.
Höheres Dremo würde ich an der Stelle nicht verwenden. Nimm Carbon-Montagepaste (z.B. Dynamic) - die erhöht die Reibung zwischen den Bauteilen. Wenn es sich dann noch nicht sicher mit dem von Easton vorgegebenen Dremo klemmen lässt: Zurück damit zum Händler!
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Könnte natürlich auch daran liegen, daß der Dremo falsch anzeigt.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Liebe Leute,
Kann ich ruhigen Gewissens das Drehmoment nach Gefühl anziehen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Gewinde futsch gehen?
Grüße, Marco

Gerade dafür ist das Drehmoment ja da, damit das Gefühl aus der Gleichung rauskommt.

Der Satz "nach Fest kommt ab", hat da irgendwo seine Berechtigung.
Ein bischen geht da bestimmt noch, weil auch bei den Alu Gewinden Sicherheitsfaktoren berücksichtigt werden, aber wie Gefühlvoll bist Du?
Und "gut Handfest" ist bei M5 in Stahl noch keim Problem, bei Alu aber schon im Grenzwertigen Bereich.

Wenn es bei den Herstellerangaben nicht verlässlich hält, befolge den Rat aus #2
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Zumal nicht wenige Verbindungen lange VOR erreichen des max. Drehmoments bereits sicher und fest sitzen, würde ich es auch zuerst mit Montagepaste versuchen und dann nötigenfalls die Teile austauschen. Überschreiten würde ich das empfohlene DM lieber nicht, ich denke der Spielraum der da eingeplant ist bewegt sich im Bereich der üblichen Schwankungen der DM-Schlüssel...
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Könnte natürlich auch daran liegen, daß der Dremo falsch anzeigt.
He he, da hab ich auch grad gedacht, gerade bei so mickrigen Nm :p
4-Schrauben-Syntace gibt 8 Nm an, die zieh ich immer nach Gefühl an, und das sind nachweislich zw. 8 und 10 Nm. Hält seit Jahren und stranguliert auch nix.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Loctite gibts auch für die Fläche und wo des klebt bewegt sich nichts mehr.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

- mit 4-5nm klemme ich alle lenker (4 schrauben) ohne dass bisher auch nur einer verrutscht ist
- loctite oder derivate benutze ich bei "vorbaudeckeln" mit zweischraubenklemmung:
kleiner tropfen auf die mitte des deckels, ein bischen verlaufen und leicht antrocknen lassen, verschrauben - da ist bisher auch nichts verrutscht, was in der vergangenheit ohne loctite immer wieder mal passierte
- solltest du wirklich probleme mit alulenker in aluvorbau haben, sehe ich keine probleme auch bei 4fach verschraubung LT zu benutzen
- bei carbonlenker natürlich C-montagepaste ;-)

ich benutze übrigens diese "mittelstarke" LT-version
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Liebe Leute,

ich habe neuen Lenker und Vorbau, Typ je Easton EA50 (Alu), die Lenker-/Vorbaudurchmesser sind freilich aufeinander abgestimmt.

Beides Alu? Ist der Lenker an der Klemmstelle hochglanz oder "struktur"?
Wenn ersteres, würde ich auf jeden Fall Montagepaste nehmen.
An sich sollte Alu nicht so kritisch auf Drehmomente reagieren.
Dazu kommt, daß die 4Schraubenplatten schwer auf gleiche Drehmomente angezogen werden können, da jede Schraube beim Festziehen die anderen z.T.wieder entlastet. Das funktioniert nur mit "erst alle auf 3, dann alle einen hoch".
Das Losbrechmoment, also der Punkt, an dem Du eine z.B. mit 5Nm angezogene Schraube noch weiter anziehen kannst liegt z.T. 30% über dem letzten Wert, also z.B. bei 6,5.
Jetzt nimm die Effekte zusammen, wenn Du da stur nach Drehmomentschlüssel arbeitest, kannst Du Dich ewig spielen, ohne daß der Lenker wirklich auf 4 Schrauben 5Nm hat, klar daß er nicht hält.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Danke an alle.

@whitewater: Es handelt sich um Alu/Alu jeweils matt. Beides Typ EA50 von Easton.

Also: Ich habe nun LT243 (also mittelstark) auf die Kontaktfläche Klemmung/Lenker getröpfelt und will nun 24h Trocknung abwarten. Zudem habe ich auf 6 Nm angezogen. Die Lenkerklemmung sollte damit jeden Stoß vertragen, ohne dass sich etwas verdreht.

Rein vorsorglich nehme ich einen passenden Inbus mit.

Mir graust vor dem Gedanken, die sog. Brockenstraße, die im oberen Bereich bekanntlich ziemlich holprig und steil ist, herunterzudüsen und dass sich dabei etwas löst - sei es die Lenkerklemmung, was erst mal wegen der noch bestehenden Lenkbarkeit nicht so schlimm wäre, sei es die Vorbauklemmung auf dem Schaft, was wegen wegfallender Lenkbarkeit deutlich ungesünder wäre.

Die Schaftklemmung bereitete mir bislang aber keine Probleme, obwohl hier auch nur 5 Nm vorgegeben waren.

Grüße, Marco
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

An sich sollte Alu nicht so kritisch auf Drehmomente reagieren.

- das mag für dickwandigere 25.8mm/26mm versionen stimmen
- bei den gerade im klemmbereich dünnwandigeren oversizeversionen würde ich kein risiko eingehen
und mich eigentlich bei beiden versionen an das vorgegebene drehmoment herantasten, indem ich über kreuz schrittweise festziehe, dh. bei zb 3nm anfange und pro runde um 1nm erhöhe. die vorgegebenen nm habe ich bisher seltenst bei 4schraubenklemmung ausgereizt, ohne dass auch nur ein lenker verrutscht ist. anders sah das allerdings bei zweischraubenklemmung aus - aber seit loctite auch keine probleme mehr, wie ausgerissene gewinde oder rutschende lenker. das gilt eigentlich auch nur für die 25.8mm/26mm versionen.
zweischraubenklemmung bei oversize hielt bisher immer bombensicher - ist eigentlich auch plausibel - oder!

Dazu kommt, daß die 4Schraubenplatten schwer auf gleiche Drehmomente angezogen werden können, da jede Schraube beim Festziehen die anderen z.T.wieder entlastet. Das funktioniert nur mit "erst alle auf 3, dann alle einen hoch".

verstehe erst jetzt was du mit erst alle auf 3 und dann ... gemeint hast

Das Losbrechmoment, also der Punkt, an dem Du eine z.B. mit 5Nm angezogene Schraube noch weiter anziehen kannst liegt z.T. 30% über dem letzten Wert, also z.B. bei 6,5.
Jetzt nimm die Effekte zusammen, wenn Du da stur nach Drehmomentschlüssel arbeitest, kannst Du Dich ewig spielen, ohne daß der Lenker wirklich auf 4 Schrauben 5Nm hat, klar daß er nicht hält.

naja - ewig spielen - das hast du wohl nicht so ernst gemeint ...

man sollte allerdings ein "zertifiziertes" werkzeug besitzen/benutzen und keinen qualitativ billigen drehmomentschlüssel
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

was ich außerdem empfehlen kann, ist regelmäßige wartung/kontrollieren der schrauben/anzugsmomente
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

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naja - ewig spielen - das hast du wohl nicht so ernst gemeint ...
Nicht ganz aber ein wenig schon.
Stell Dir vor, Du ziehst auf 3, dann auf 4 an. Bei 4 braucht die Schraube als nächstes ca. 5,3 um überhaupt wieder in Bewegung zu kommen. Alles keine ganz exakte Wissenschaft, aber es kann Dir gut passieren, daß Du den Schlüssel auf 5 stellst, und er losbricht, bevor die Schraube sich bewegt hat. und dann noch das Problem mit Überkreuz....
Ich plädiere auch nicht dafür, sowas mit 'nem Zöllig Rohr als Hebel festzuwamsen aber wenns nicht hält...Du musst auf dem Lenker bzw. auf den Bremsgriffen Handstand machen können, ohne daß da was rutscht.
Ach ja, und nach wie vor, Loctite hat da nichts zu suchen.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

@TE: auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist: Sind die Schrauben trocken oder ist wie es sich gehört, Fett auf den Gewinden der Schrauben.....?
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Mir graust vor dem Gedanken, die sog. Brockenstraße, die im oberen Bereich bekanntlich ziemlich holprig und steil ist, herunterzudüsen und dass sich dabei etwas löst - sei es die Lenkerklemmung, was erst mal wegen der noch bestehenden Lenkbarkeit nicht so schlimm wäre, sei es die Vorbauklemmung auf dem Schaft, was wegen wegfallender Lenkbarkeit deutlich ungesünder wäre.

Grüße, Marco

Wenn das Risiko dein Hauptargument ist, solltest du bedenken, dass du mit dem falschen Drehmoment ein viel höheres Risiko eingehst, nämlich dass die Schrauben bei Belastung abreissen. Das ist deutlich unangehmer, als ein bisschen verdrehen.
Loctite finde ich nicht die optimale Lösung, da dies auch ein Losbrechmoment hat und sich dann ggf. plötzlich verdreht. Bei planen Flächen ist daher Montagepaste die beste Empfehlung. Hast du auch daran gedacht, die Schrauben Stück für Stück und über Kreuz anzuziehen. Nur dann hat die Klemme eine gleichmäßige Kontaktfläche.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Wenn das Risiko dein Hauptargument ist, solltest du bedenken, dass du mit dem falschen Drehmoment ein viel höheres Risiko eingehst, nämlich dass die Schrauben bei Belastung abreissen. .
Wenn das keine Aluschrauben sind, sondern Stahl oder V kannst Du da nix abreissen.
Das Risiko ist, daß Du das Lenkerrohr platt machst, dann legt der Lenker irgendwann einfach die Ohren an. Das ist auch nicht witzig.
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Wenn das keine Aluschrauben sind, sondern Stahl oder V kannst Du da nix abreissen.
Das Risiko ist, daß Du das Lenkerrohr platt machst, dann legt der Lenker irgendwann einfach die Ohren an. Das ist auch nicht witzig.

absolut richtig - gerade bei oversizelenkern möglich und natürlich gewinde (aus dem alu vorbau) rausreißen
 
AW: ...mal wieder: Das "richtige" Drehmoment!?

Loctite finde ich nicht die optimale Lösung, da dies auch ein Losbrechmoment hat und sich dann ggf. plötzlich verdreht. Bei planen Flächen ist daher Montagepaste die beste Empfehlung. Hast du auch daran gedacht, die Schrauben Stück für Stück und über Kreuz anzuziehen. Nur dann hat die Klemme eine gleichmäßige Kontaktfläche.

Hulster, du tust ja so als wenn nur mit loctite "geklebt" wird und die verschraubung überhaupt keine aufgabe erfüllt.

also wenn man davon ausgeht, das die verschraubung reichen sollte, das dann auch noch mit einem tropfen loctite absichert ... man kanns auch übertreiben

noch mal ganz deutlich:
- mit 4fach verschraubung hatte ich noch nie probleme, weder bei 26mm- noch oversize- klemmung.
- bei zweifachverschraubung an 26mm klemmung zb ritchey oder bontrager vorbauten gabs schon mal durchrutscher, die mit einem tropfen loctite auf der vorbauklemmplatte dauerhaft abgestellt wurden.

- vorbau entgraten
- vorbau und lenker entfetten
- vorbaugewinde und schraubenöffnungen des vorbaudeckels (kontaktfläche zum schraubenkopf) leicht fetten
- schrauben eindrehen
- lenker ausrichten
- schrauben wie bereits oben beschrieben über kreuz festziehen/an das vorgegebene anzugsmoment herantasten
- fertig
- in regelmäßigen abständen anzugsmomente der schrauben am rad kontrollieren und ggf nachziehen

gleiche prozedur bei vorbau/gabelschaft, bei carbonschäften mit c-montagepaste arbeiten
 
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