Tut mir leid, aber Du interpretierst da viel mehr hinein als da ist. Damit bist Du auch nicht alleine. Die relative mechanische Einfachheit des Fahrrades ist so manchem offenbar ein wenig, eben zu einfach. Oder es passt gerade an den Stammtisch.
Auf die Idee, einen Lenker als "Dämpfer" zu sehen, kam man eigentlich erst, als die Klemm-Maße vergrößert wurden, auf 31,8mm. Und zwar auf seiten des, in dem Falle abgeneigten Publikums, die die gewohnte Optik haben wollten.
Ein Schnellspanner hat wirklich nur die Aufgabe das Rad im Rahmen festzuhalten und, wie der Name schon sagt, einen schnellen Laufrad-Wechsel zu ermöglichen.
Dass der die Achse "stabilisieren" soll ist erstens ein klein wenig abwegig, zweitens dürfte kein Schwein daran gedacht haben, am wenigsten Tullio Campagnolo, der sich schlicht an die bestehenden Achsen-Formate gehalten hat.
Es ist wirklich so, dass nur die Primäre Funktion im Vordergrund steht. Alles andere sind entweder ausladende Marketing-Geschichten, oder nahezu esoterische Zuweisungen von Hobby- ( und durchaus auch manchen Profi-) Schraubern, die mehr darin sehen wollen als da ist.
Appeltauers "Das kleingedruckte bei Radfahren" räumt da schon einiges aus. Selbst der ging aber ( keine Ahnung mehr was) dem einen oder anderen Mythos immer noch auf den Leim.
Auch ein Felgenprofil ist viel einfacher gestrickt, als manch einer das sehen will. Das Material und dessen Eigenschaften ist vor der Konstruktion bekannt. Da muß niemand mehr etwas mit dem "Flächenträgheitsmoment" berechnen.
Dass manchmal das Material überschätzt wird, steht wieder auf einem anderen Blatt. So geschehen bei so manchem Super-Leichtgewichten.