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Peugeot Rennräder

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Und das macht sich beim Präzisionsartikel Fahrrad bemerkbar?
Nein - aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge ... :)
Ernsthafter: Ich gehe bei SKF schon davon aus, dass sie ihre Kugeln mit hoher Präzision kalibrieren, und insofern auch Kugeln aus unterschiedlichen Chargen bedenkenlos gemischt werden können. Kugeln verschiedener Hersteller, oder gebrauchte und neue Kugeln sollte man hingegen tatsächlich lieber nicht mischen.

Und letztlich sind diese alten BSA-Lager nun mal (leider) sowieso nicht "für die Ewigkeit" gebaut - man kann ihre Lebendauer durch häufige Wartung und frühzeitigen Kugeltausch (zumal bei einem "regenerierten" Lager wie im vorliegenden Fall; hier sollte man das Lager jeweils nach wenigen hundert Kilometern öffnen und die Kugeln sofort tauschen, wenn sie auch nur leicht matt geworden sein sollten) verlängern, aber die Lebensdauer guter moderne Patronenlagern werden sie natürlich trotzdem nie erreichen. So eine Achse war halt früher eher ein "Wegwerfteil", das nur ein paar Mark gekostet hat (auch wegen der doch gegenüber dem Vierkant deutlich "anfälligeren" Keilbefestigung), ebenso die Kugeln - das war also sozusagen "systemisch anders gedacht" als bei den modernen Patronenlagern, die lange halten, nicht gewartet werden müssen/können, und nach Erreichen der Lebensdauer komplett ausgetauscht werden ;)
 

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Re: Peugeot Rennräder
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Naja, bei gescheiter Handhabung hält auch ein Keillager ewig. Nur die Keile sind Wegwerfteile. Aber auch da gibt es Verfahren, sie schonend ein- und auszubauen, so dass auch hier keine Abnutzung entsteht.
Französische Lagerschalen hab ich übrigens noch, allerdinx als komplettes Tretlager, also es ist nicht sicher, dass die Keilwelle da auch passt. Im Ernstfall musst du halt eine Vierkantkurbel anbauen.
 
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Naja, bei gescheiter Handhabung hält auch ein Keillager ewig. Nur die Keile sind Wegwerfteile. Aber auch da gibt es Verfahren, sie schonend ein- und auszubauen, so dass auch hier keine Abnutzung entsteht.
"Im Prinzip schon", sagt Radio Eriwan ... In der Praxis treffe ich jedenfalls an alten Rädern so gut wie nie intakte Keillager an - und wenn die Kurbeln noch gut und fest sitzen, und die Keile nicht die Achse beschädigt haben, dann meistens deswegen, weil jahrzehntelang niemand das Lager aufgemacht hat, weswegen dann also wiederum die Konen bzw. die Achse kaputt sind ... :(
Außerdem hat die Qualität der Keillagerachsen seit den 1950er Jahren offenbar ständig abgenommen - die frühen Exemplare sind noch richtige "Maschinenbauteile", aus gutem Stahl und feinst bearbeitet (abgedreht und (teil)poliert); zum Schluß, in den 1970er/1980er Jahren, gab es dann nur noch (schmiede-)gepreßten Dreck, bei dem sich die Hersteller teilweise nicht mal mehr die Mühe gemacht haben, die Preßnähte auf den Kugellaufbahnen wegzuschleifen - eine Schicht dünnsten Chrom drauf - fertig. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Keillager ab etwa 1980 generell die "Billigversion" des Tretlagers darstellten.

Ausnahme natürlich immer (bis 1987): die schweizer Armeeräder :D, aber an denen ist ja alles "speziell" (und technischer Stand: 1905 :rolleyes:), deswegen kann man diese Qualitätsbauteile leider nirgendwo anders einbauen :o
 
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Leider leider. Immrhin, DDR-Rennräder hatten ja bis zuletzt Keillager und die waren auch in recht ordentlicher Qualität. Nur leider schon damals schlecht zu bekommen....
Dazu kommt, dass die Rennkurbeln aus bestem und daher schön schlankem Federstahl waren, was wiederum kürzere Keile erfoderlich machte. Diese zu bekommen, dürfte erst Recht schwierig sein.
 
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Mit der stehe ich auch ein bisschen auf dem Kriegsfuß, Ausbau ohne Theater und ohne alles kaputt zu hauen:rolleyes: und Einbau mit FEST sitzenden Keilen und exaktem 180° Versatz:rolleyes::rolleyes:
Na, oft hat man's doch auch, dass Opi seinerzeit die Keile so richtig solide mit dem großen Hammer hineingeprügelt hat (und den Keilen einen "Kopf" angestaucht, und schöne "Macken" in der Kurbel hinterlassen hat ...), so dass sich die Kante der Lagerwelle etwas "aufgebreitet" und einen Grat gebildet hat, woraufhin man die Kurbeln nach dem (meist dann "finalen" ...) Ausbau der Keile von der Welle herunterschlagen oder -"schrauben" muss, mit entsprechenden Folgeschäden am Wellensitz in der Kurbel - ganz toll, weil man wirklich nichts dagegen tun kann :(
Ganz schweigen wollen wir in diesem Zusammenhang natürlich von den an sich schönen Thun-Aluminium-Keilkurbel-Garnituren (mit sozusagen "gekapseltem" Wellenende) der späten 1970er Jahre, die natürlich immer schon "ausgejackelt" sind, wenn man ihnen begegnet ... :rolleyes:

Nee, ich fand Keillager schon immer ein eher blödes und primitives Patent, auch und gerade im Vergleich zu den zeitgenössischen Glockenlagern an Tourenrädern, deren Hauptproblem, die "Abziehbarkeit" der Kurbeln, dann ja bei den "Sport"-Vierkant-Lagern ohne großen Aufwand gelöst worden ist (es gab übrigens auch schon DDR-Glockenlager mit Abzieher-Gewinde in den Kurbeln!).
Allein auch diese asymmetrische Schwächung der Keillagerachsen für die Keilnuten - mir ist tatsächlich mal eine Kurbel während der Fahrt abgefallen, nachdem die Achse genau an dieser Sollbruchstelle abgeschert war.

Und die Keile, die man dann heute so auf Lager hat und natürlich auch braucht, nachdem sich die Gewinde der originalen beim Herausschlagen in irgendein schlangenartiges Geschnurkse verwandelt haben, sind im Normalfall entweder zu dünn, zu dick, zu lang, zu kurz oder haben den falschen Keil-Anschliff; wenn der Keil paßt, fehlt Dir die vom Gewinde her passende Mutter, oder wenn das nicht, "verabschiedet" sich ihr Gewinde beim Anziehen bzw. beim Nochmal-Nachziehen, weil die Unterlegscheibe zu weich war und sich in das Keilloch hinein eingebeult hat, usw. usf. :mad:

Warum sich dieses chronisch kranke Patent bald 100 Jahre lang halten konnte, werde ich nie verstehen ...
 
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Na, oft hat man's doch auch, dass Opi seinerzeit die Keile so richtig solide mit dem großen Hammer hineingeprügelt hat (und den Keilen einen "Kopf" angestaucht, und schöne "Macken" in der Kurbel hinterlassen hat ...), so dass sich die Kante der Lagerwelle etwas "aufgebreitet" und einen Grat gebildet hat, woraufhin man die Kurbeln nach dem (meist dann "finalen" ...) Ausbau der Keile von der Welle herunterschlagen oder -"schrauben" muss, mit entsprechenden Folgeschäden am Wellensitz in der Kurbel - ganz toll, weil man wirklich nichts dagegen tun kann :(
Ganz schweigen wollen wir in diesem Zusammenhang natürlich von den an sich schönen Thun-Aluminium-Keilkurbel-Garnituren (mit sozusagen "gekapseltem" Wellenende) der späten 1970er Jahre, die natürlich immer schon "ausgejackelt" sind, wenn man ihnen begegnet ... :rolleyes:

Nee, ich fand Keillager schon immer ein eher blödes und primitives Patent, auch und gerade im Vergleich zu den zeitgenössischen Glockenlagern an Tourenrädern, deren Hauptproblem, die "Abziehbarkeit" der Kurbeln, dann ja bei den "Sport"-Vierkant-Lagern ohne großen Aufwand gelöst worden ist (es gab übrigens auch schon DDR-Glockenlager mit Abzieher-Gewinde in den Kurbeln!).
Allein auch diese asymmetrische Schwächung der Keillagerachsen für die Keilnuten - mir ist tatsächlich mal eine Kurbel während der Fahrt abgefallen, nachdem die Achse genau an dieser Sollbruchstelle abgeschert war.

Und die Keile, die man dann heute so auf Lager hat und natürlich auch braucht, nachdem sich die Gewinde der originalen beim Herausschlagen in irgendein schlangenartiges Geschnurkse verwandelt haben, sind im Normalfall entweder zu dünn, zu dick, zu lang, zu kurz oder haben den falschen Keil-Anschliff; wenn der Keil paßt, fehlt Dir die vom Gewinde her passende Mutter, oder wenn das nicht, "verabschiedet" sich ihr Gewinde beim Anziehen bzw. beim Nochmal-Nachziehen, weil die Unterlegscheibe zu weich war und sich in das Keilloch hinein eingebeult hat, usw. usf. :mad:

Warum sich dieses chronisch kranke Patent bald 100 Jahre lang halten konnte, werde ich nie verstehen ...

Bist du Hellseher?! Genauso hats der Opi von dem ich das Rad bekommen habe gemacht. Will gar nicht mehr daran denken :heul: das Ding ist,er sonst sehr viel Ahnung von Rädern aber eher von den Neueren. Der Hammer (der mit dem Eisenkopf) war auch im Spiel...

...würdest du/ihr mir jetzt raten eine Andere Kurbel (die evtl. auch aus der Zeit ist) dranzubauen wenn ich damit fahren will???

...wenn ja, welche?

Gruß

Fu
 
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...würdest du/ihr mir jetzt raten eine Andere Kurbel (die evtl. auch aus der Zeit ist) dranzubauen wenn ich damit fahren will??? ...wenn ja, welche?
Ist schwierig ... wenn ich jetzt schreibe, dass Du Dir natürlich lieber eine zeitgenössische Vierkant-Garnitur beschaffen solltest, gibt es garantiert gleich "Mecker" von Bonanzero, der das (zu Recht) a-historisch findet ...:rolleyes:
Es stimmt halt insoweit, dass zu einem Peugeot aus dieser Zeit und in dieser "Qualitätslage" eine Keil-Kurbelgarnitur gehört, und Du den "Charakter" des Rades damit deutlich veränderst. Ideal wäre tatsächlich, wenn Du ein gutes Tretlager und eine gut erhaltene passende Keil-Kurbelgarnitur fändest und einbauen könntest, aber der Markt ist da inzwischen offenbar etwas "eng", bzw., Du müßtest vermutlich "auf Verdacht" ein komplettes Fahrrad kaufen, um das Tretlager herauszuschlachten - auch nicht unbedingt schön.
Problem ist halt, dass es selbst bei den Vierkantlagern mit französischem Gewinde inzwischen relativ "mau" aussieht - wenn ich das richtig verfolgt habe, gibt es wohl hier Forumsmitglieder, die prinzipiell so etwas abzugeben hätten; ansonsten könnte sickgirl Dir vielleicht mit einem entsprechend "abgedrehten" modernen Kinex-Lager weiterhelfen - für den Alltagsgebrauch bist Du damit am Besten bedient, auch auf lange Sicht, aber original ist es nicht, und es sieht schon auch sehr anders aus ...
Eine zeitgenössische neue verchromte Stahl-Zweifach-Keillagergarnitur hätt' ich wahrscheinlich noch, aber ich würde Dir nicht raten wollen, eine deutsche Garnitur zu montieren, nur, um in jedem Fall weiter eine Keil-Garnitur zu haben - dann würde ich mich an Deiner Stelle wohl eher für eine alte Vierkant-Alu-Garnitur entscheiden. Aber das sind alles schwierige Fragen, die man durchaus kontrovers diskutieren kann ...:rolleyes:
 
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Bei mir stehen in der nächsten Zeit auch ein, zwei Kandidaten mit Keilkurbel an, mal sehen, wie ich nach 15 Jahren ausschließlich 4-Kant oder gar noch :eek: moderner damit umgehe...
 
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Ich habe eine sehr gut erhaltene Kurbel vom Diamanten rumliegen, müsste aber die Einzelteile zusammensuchen- wäre ansonsten natürlich vakant- allerdings habe ich kein Lager dazu. Man kann einem alten französischen Enner schon ne Vierkant verpassen, die hochwertigen Räder hatten ja auch inden 50ern teilweise Strunglyght oder TA mit Vierkant- es wäre halt eine Aufwertung des Rades und nicht original. Und es würde den Preis des Rades vermutlich verdoppeln.
 
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Im Paralleluniversum hat gestern jemand zwei Peugeots für fast geschenkt angeboten, davon eins von 1972 mit Keillagern. Der will die eilixt loswerden und könnt sogar noch was vom Preis runtergehen.
Guxtu hier.
 
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Im Paralleluniversum hat gestern jemand zwei Peugeots für fast geschenkt angeboten, davon eins von 1972 mit Keillagern. Der will die eilixt loswerden und könnt sogar noch was vom Preis runtergehen.
Guxtu hier.
Link funktioniert bei mir (als angemeldetem Mitglied des anderen Forums) nicht - oder hat sich das Peugeot-Angebot inzwischen schon erledigt ?
Ich wollte die Räder nicht haben, nur gucken :)
 
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Ich habe eine sehr gut erhaltene Kurbel vom Diamanten rumliegen, müsste aber die Einzelteile zusammensuchen- wäre ansonsten natürlich vakant- allerdings habe ich kein Lager dazu. Man kann einem alten französischen Enner schon ne Vierkant verpassen, die hochwertigen Räder hatten ja auch inden 50ern teilweise Strunglyght oder TA mit Vierkant- es wäre halt eine Aufwertung des Rades und nicht original. Und es würde den Preis des Rades vermutlich verdoppeln.

Hi Chill (und jeder der mitliest:))...das Problem sind ja eigentlich nicht die Kurbeln. Die sind (meiner bescheidenen Meinung nach) noch Top. Das Problem sind die Schalen und die Welle..........soooooo und heute war ich mal in einem Nachbarörtchen in einem Radladen der schon 90 Jahre besteht ;)(hat mir die Besitzerin/Radmechanikerin offenbart). Da habe ich mein Problem mal vorgetragen....sie sagte das sie ein altes Spezialwerkzeug hat um die feste Schale rauszubekommen (des Weiteren hat sie noch Werkzeug von ihrem Opa das fest verschlossen irgendwo schlummert). Und sie hat noch einen alten Stahlrenner (irgendein Italiener, name habe ich vergessen) im Keller stehen, mit Campa Record oder ner anderen billigen Gruppe :lol: werde versuchen das Rad mal zu besichtigen.
Und sie hat noch Bremshüllen in Neongelb, jaaaaaaaaaaaaaa......

Ach so, ganz vergessen....könnt ihr mir evtl. die Namen der Vierkantkurbeln sagen die daran passen würden (Stil, Alter). Dann halte ich mal ausschau......Danke
 
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Peugeot?
Ach ja, das ist ja diese komische Firma die für ihre Metallic-Effekt-Lacke berühmt ist! :D

*duckundweg*

peugeot.jpg
 
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Wenn 4kant, dann 3Punkt, also vom Stil her sowas (gabs freilich auch in ähnlicher Form von Strenglicht):
 

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Moin,

die Sammlung wächst ... auch bei mir ist heute ein Peugeot hinzugekommen ...

... Carbolite 103er Rahmen, RH ca. 58 (Mitte - Mitte), Schaltung Simplex/ Peugeot SX810, Bremsen sehr spacig von CLB, Naben von Maillard, Felgen Rigida, Decken Michelin BIB TS ... auf der Unterseite des Tretlagergehäuses steht dann das Modell PH 10 SL

... es scheint, daß alle originalen Bauteile noch vorhanden waren ... der Zustand ist aber verbastelt ... dafür ist der Rahmen gerade und hat auch einigermaßen wenige Schrammen ... aber seht selbst ...





Würde somit relativ genau auf das Jahr 1984 ...

1984nl_11.jpg


... oder 1985

1985race_3.jpg


passen ...

... einziger Unterschied ... die Führung des Bremszuges am Oberrohr ... bei beiden Katalogbildern wird der Bremszug gleich geführt ... bei meinem Rahmen sind oben auf dem Oberrohr mehrere Ösen ...

Jetzt ist es schon komplett zerlegt und die Lager liegen in Waschbenzin ein ...

... und es wird ... sorry ... aber hier stehe ich, ich kann nicht anders :D ... als Eingangrad mit der Übersetzung 52:18 wieder auferstehen ...

... die originalen Teile bleiben allerdings hier, damit ich evtl. auch wieder rückbauen könnte ... glaub´ ich aber nicht ... :cool:
 
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Moin,

geradenochmal nachgesehen ... das müßte dann 1983 sein ...

1983nl_13.jpg


... allerdings in der Farbe gold mit blauer Schrift ...
 
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Moin,

dann hätte ich auch noch eine Frage ... gibt es eigentlich Patentsattelstützen mit 24 mm Durchmesser oder bleibt da nur diese Kerze?
 
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