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Regenjacke / Wassersäule

  • Ersteller Ersteller Sepl
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S

Sepl

Hi,

ich bin auf der Suche nach einer Regenjacke. Sie sollte natürlich ein möglichst geringes Packmaß haben und länger als ne Std. sicht halten. Nun mal zu meiner Frage...

Bei den Jacken stehen ja immer die Wassersäulen und beschreiben damit die Dichtigkeit. Die Regenjacke von Rose "RACE" ist z.b. Wasserdicht bis zu einer Wassersäule von 3000 mm. Was soll mir das sagen? Ist das nen kleiner Schauer oder ne Stunde Dauerregen?

Wiki: Ab einem fest definierten Wert (Regenkleidung 1,3 m) gilt das Gewebe als wasserdicht.

Hä... also is die 3000 mm Wassersäule quasi so dicht wie ein Wischlappen oder wie??
 
AW: Regenjacke / Wassersäule

Hallo,

mir ging es bei der Frage eher um den praktischen Nutzen.
Also wenn die Jacke bei einer Wassersäule von 3000mm schon Wasserdicht ist, warum gibt es dann Gorejacken mit 24000mm und mehr!?

Also ob jemand nen Richtwert aus der Praxis hat, wie lange son Dingen mit 3000mm bei nem normalen Durchschnittsregen dicht hält.
 
AW: Regenjacke / Wassersäule

Wikipedia.com:

These values should be taken with some caveats. Rain room tests show that certain fabrics with less than 1,000 mm of water resistance can still keep you dry. Such garments tested in the Leeds University Rain Room show no signs of leakage after 4 hours of heavy simulated rain, 5 times heavy British rain. However, some garments made from fabrics that exceed 20 000 mm have leaked due to the design of zips, hoods, and seams. Pressure may not be a good measure for rain wear, as the force of the rain drop on the fabric also depends on how much the fabric moves.

Also sollte eine 3000mm regendichte Jacke locker ein paar Stunden dichthhalten, wenns nciht durch die Reißverschlüsse suppt.
Konnte die Quelle mit dem Experimant der Leed University nicht finden, muss man sich also auf Wiki verlassen, das es stimmt.

Der Grund warum es 24m Wassersäule dichtes material wenn 3m oder 5m locjer reicht ist dann wohl marketingtechnisch. Ich kann halt schlecht ne Jacke für 250EUR verkaufen, wenn die 50EUR jacke von Rose dieselben Messwerte zeigt.
 
AW: Regenjacke / Wassersäule

Hallo,

mir ging es bei der Frage eher um den praktischen Nutzen.
Also wenn die Jacke bei einer Wassersäule von 3000mm schon Wasserdicht ist, warum gibt es dann Gorejacken mit 24000mm und mehr!?

Also ob jemand nen Richtwert aus der Praxis hat, wie lange son Dingen mit 3000mm bei nem normalen Durchschnittsregen dicht hält.

Gore Jacken oder auch andere mit solchen Werten sind häufig eher fürs Wandern oder für den totalen "Nass" ausgelegt, ich hab so eine Jacke für den Hundesport. Wenn du stundenlang im Regen stehst und wartest, ohne dich zu bewegen und vor allem OHNE zu schwitzen, dann ist sowas super. Auf dem Rad geht sowas garnicht, viel zu schwer etc.
 
AW: Regenjacke / Wassersäule

ok, alles klar danke. Werde das also mal mit der 3000mm-Variante ausprobieren...
 
AW: Regenjacke / Wassersäule

Im Neuzustand ist eine 3000 mm Jacke auf jeden Fall 100% wasserdicht (außer vielleicht an den Nähten oder den Reißverschlüssen, wenn bei der Verarbeitung geschlampt wurde ;)).

Warum es trotzdem Jacken mit deutlich höherer "Wassersäule" gibt?

Zum Einen sind z.B. Trekkingjacken usw. für das (dauerhafte) Tragen von Rucksäcken ausgelegt. Hierbei entsteht ein sehr sehr hoher Druck auf das Material im Schulterbereich; das Wasser würde dabei bildlich gesprochen durch das Material gepresst, wenn die Wassersäule (die ja im Prinzip nur einen Druck angibt, bis zu dem das Wasser nicht durchdringt) zu niedrig ist.
Spielt also beim Radfahren nicht die große Rolle, wenn Du nicht ständig mit Gepäck fährst.

Außerdem ist es tendentiell so, dass geringes Gewicht und Packmaß eines Gewebes und dessen maximale Wassersäule im Widerspruch stehen. Vergleichbare Technologien und Materialien vorausgesetzt wird das schwerere Gewebe i.d.R. auch das mit der höheren Wassersäule sein.
Da Du eine kleine, leichte Jacke suchst, spricht das also auch eher für die geringere Wassersäule.

Ein weitere Grund, warum es Jacken mit deutlich höherer Wassersäule gibt - wenn doch ein weit niedrigerer Wert ausreichen würde - ist, dass sich diese Eigenschaft mit der Zeit verschlechtert:
Bei intensivem Gebrauch nutzt sich das Material bzw. die Beschichtung durch Abrieb, ständiges "Knicken" (z.B. im Bereich der Ellenbogen), usw. ab und dadurch reduziert sich leider auch die Wassersäule im Vergleich zum Neuzustand.
Hier bietet eine Jacke mit höherer Wassersäule also mehr Reserven.

Fürs Radfahren wirst Du aber mit der z.B. mit der genannten Jacke von Rose gut bedient sein, weil hier eben eher Dinge wie geringes Gewicht und Packmaß und eben nicht das Tragen von Rucksäcken, absolute Robustheit usw. im Vordergrund stehen.

Weiterer Vorteil für die leichte Jacke:
Die Atmungsaktivität (wiederum ähnliche Technologien und Materialien vorausgesetzt) nimmt mit zunehmender Wassersäule ab ;)
 
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