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Es war rund um das Jahr 1980, als die klugen Köpfe hinter der „Luxus-Rad-Schmiede“ in der Chemnitzer Nordstraße (inspiriert durch das Nationalteam der Schweiz

) auf die Idee kamen, den Lenker der Zeitfahrmaschinen am Gabelkopf zu montieren. In Kombination mit einem abfallenden Oberrohr rutscht der Fahrer dadurch in eine strömungstechnisch optimalere Sitzposition, was letzten Endes in einem reduzierten Luftwiderstand resultiert. Dieses Novum wurde nicht nur im Bahnradsport angewendet, sondern fand auch direkt Einzug bei den Straßenzeitfahrern.
So wurde dann auch im Jahr 1984 für den Sportfreund Radtke eine eben solche Maschine konstruiert. Und dieses Gefährt fand dann irgendwann den Weg in meine Hände. Ein sehr schönes Rad mit vielen kleinen Details, in dem jedoch auch sehr viel Arbeit steckt (wie sich später herausstellen sollte). Ein großer Schritt wurde dabei schon vom Vorbesitzer übernommen: er hatte den Rahmen neu lackieren lassen. Zwar in einem nicht ganz originalgetreuem Farbton, aber ich kann damit leben, da auch dieses blau wirklich sehr schön ist
Kommen wir nun mal zu den ersten Detailbildern des Rahmens und somit auch gleich zu den ersten richtig fetten Baustellen: das komplette Cockpit!
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Auf dem Bild sieht zwar nun alles ganz nett Zusammengebaut aus, doch der Schein trügt. Die Gabel wird nur durch den unteren Steuersatzteil sowie einer passenden Mutter (von oben) in Position gehalten. Bei der Bremse und dem Lenker handelt sich, wie bereits im Anfangspost erwähnt, um Leihgaben die irgendwann wieder zurückgegeben werden müssen.
Aber naja… nicht lang Schnacken und weiter im Text!
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Der innenverlegte Bowdenzug für die Hinterradbremse ist zwar schick anzusehen, jedoch beschissen zu verlegen. Und damit meine ich nicht den Part durch das Oberrohr, sondern den Part durch die Sattelstütze!
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Die Schelle für den Anlöt-Umwerfer sieht auch Klasse aus, jedoch passt das Standardmaterial von Campagnolo nicht problemlos dort ran, da die Schelle gerade und nicht gewölbt ist
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Aber hey, dafür wurden die hinteren Ausfallenden vor dem Lackieren sauber abgeklebt, sodass man den Campa-Schriftzug auch weiterhin problemlos lesen kann
Ich denke das reicht erstmal für den Anfang! In den nächsten Tagen und Wochen folgt weiteres...