Dann aber wegen unsachgemässem gebrauch, ich hab mit 138kg angefangen Rennrad zu fahren und fahre jetzt aktuell mit 120kg Touren mit >100km und >1000hm, hab also auch schon etwas Schmackes in den Beinen. Bei mir ist noch nie ein Fahrrad Teil wegen Überlastung verreckt, Weder an einem der Beiden Rennräder noch sonstwo.
Definiere bitte "unsachgemäßen Gebrauch".
Der arme Kerl ist etwas über 2 Meter groß und nicht nur fett.

Mir fiel bei ihm auch nie eine wirklich blöde Fahrweise auf.
Kurbel-, Sattelstützen-, Lenkerbruch hatte er aber in den letzten Jahrzehnten alle schon durch.
Auch sonst hat er einen etwas höheren Verschleißteilverbrauch, als ich.
Jedenfalls hat er sich dann mal vor Jahren über die Belastungsangaben einiger Komponenten versucht zu informieren. Nur wenigen Teilen lagen Angaben bei. Hersteller erklärten sich auf Anfragen entweder nicht oder rieten zu häufigen Wechseln. Viele Komponenten kommen laut Anfragen bei ihm ohnehin nicht in betracht.
Bei Laufrädern war das noch recht einfach. Da setzte er auf Trekkingfelgen mit 36 Speichen, die auch bei Tandems noch funktionierten. Das ordentlich aufgebaut, versagt bei ihm zumindest nicht. Sattelstützen und Lenker tauscht er alle 10.000-15.000 km aus. (Wie gesagt, er hat ein paar böse Verletzungen durch Versagen dieser Komponenten gehabt. Und wechselt nun lieber zu früh als zu spät.)
Ist eben immer so eine Sache mit den Herstellerempfehlungen, wenn die einen Wechsel alle x Jahre oder x Kilometer anraten. Sicher, meist hält das Zeugs bei der Masse deutlich länger. Wenn aber dann mal doch nicht, ist der Hersteller wenigstens fein raus und der Geschädigte ohnehin der Dumme.
Und machen wir uns mal nichts vor: Für solche Gestalten sind schon von der Größe her, viele Produkte gar nicht ausgelegt. Ob das nun Klamotten angeht, Autos, Betten, ...
Was also machen? Einen möglichst sehr großen Rahmen, um die Sattelstütze nicht so weit rausschauen zu lassen? Ist nicht wirklich leicht in verwindungssteif zu bekommen. Schaut die Sattelstütze aber weit raus, wirken dort wieder andere Kräfte. - Ist immer irgendwie ein Kompromiß.
Und der Fahrradsektor bietet recht wenig für die Gewichtsklasse. Er hat sich mal von einer bekannten Firma ein Reiserad zugelegt, das bis 160kg zugelassen war. Aber im persönlichen Gespräch wurde ihm gesagt, dass nicht alle Komponenten wirklich dafür ausgelegt wären. (Sättel, Sattelstützen, Scheibenbremsen, Vorbauten,
Reifen, ...) Hält zwar im Grunde auch, aber mit früherem Versagen ist zu rechnen.
Ich denke, so mancher Tandemfahrer kennt da auch einige Probleme.
Tja, und er fährt eben auch Rennrad. Und die Dinger sind oft eher für "klassische" Rennfahrer gemacht. (Der Rahmen allein ist es ja auch nicht. Die Frage ist oft, inwieweit die Komponenten da mitspielen.)
Mit "hält bei mir auch" ist das immer so eine Sache. Bei mir halten einige Teile länger, andere Teile weniger, als bei Bekannten. Anscheinend belastet jeder einige Teile etwas unterschiedlich ohne dass man gleich "unsachgemäßen Gebrauch" unterstellen könnte.