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Starkes Ruckeln beim Bremsen

bluewatersailor

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Hallo,

da die alten Bremsgummis schon hart waren und nicht mehr gut griffen habe ich sie durch neue Shimano Dura Ace Bremsschuhe ersetzt. Jetzt hab ich aber ein ziemliches Problem, was vorher nicht da war. Beim Bremsen ruckelt es als hätte ich ein ABS...

Ich vermute dass es an den Mavic Open 4 CD Felgen liegt. Die alten Bremsgummis haben auch in der Mitte Rillen. Allerdings gibt es auf den Felgen gar nicht so viele Erhöhungen - alles in der Kategorie Schweißstoß der Felge, man findet auch kaum was.

Kann man da was machen? Ich würd ja mit Schleifpapier über den Felgenstoß gehen, aber es ist eine schwarze Felge...

Viele Grüße
Max
 
Farbig eloxierte Felgen sind an der Flanke eh nach einiger Zeit blank....
Warum das Problem vorher nicht auftrat, ist mir schleierhaft, aber ich kenne dieses Symptom nur von Dual Pivot-Bremsen und älteren Felgen, bei denen der Stoß nicht herstellerseitig eingeebnet wurde (wie eben die Open 4CD).
 
Ist ja dann genau die Kombi. Ja, seltsam dass es vorher nicht war...

Kann ein Fahrradladen da was machen oder sollte man da selbst ran?
 
Hatte damals, als die Dual Pivot-Bremsen auf den Markt kamen, in einem Radladen gearbeitet und Rennräder gebaut.
Und eben mit diesen Bremsen hatten wir eine ganze Zeit gewaltig Ärger, weil die Kunden genau über dieses Bremsruckeln klagten.
Die Hersteller der Felgen reagierten kurz darauf, indem sie den Felgenstoß maschinell einebneten, aber bis dahin gab es nur eine Möglichkeit: den Felgenstoß entweder mit Schleifpapier oder mit der Feile einzuebnen.
Gibt an dunkel eloxierten Felgen unweigerlich Spuren, worüber die Kunden natürlich stinkig waren.
Aber die farbige Schicht ist einerseits eh nach einiger Zeit heruntergebremst, und andererseits gab es keine andere Möglichkeit....
 
Mmh, dann muss ich mir wenn ich am Montag wieder zu Hause bin wohl mal genau ansehen, wo das da so klackert. Das sind nur ganz kleine Übergänge, mich wundert es, dass es da so stark ruckelt dass die Gabel sichtbar nach hinten schwingt.

Echt ärgerlich, jetzt hab ich mal ne gute Bremsleistung und dann das... ist ja immerhin eine recht moderne Dura-Ace 74xx (03 oder so), hätte nicht gedacht dass es da sowas gibt. Das wackelt wirklich so stark dass ich Angst habe dass da durch die Schläge was bricht.
 
als ich den Effekt hatte hatten die Bremskörper Spiel und fingen an zu schwingen. War nach Zerlegen und Reinigung, und dann eben nicht ganz exakter Remontage.
 
Danke für den Tipp. Ich habe normal alles neu montiert und alle Schrauben nachgezogen (sind aber ja nur drei), hat leider nichts geholfen.
 
Danke für den Tipp. Ich habe normal alles neu montiert und alle Schrauben nachgezogen (sind aber ja nur drei), hat leider nichts geholfen.

naja, wichtig ist die in der Mitte und das vordere Ende.. wo die Arme zwischen sitzen. die sollten spielfrei nicht klemmen :) ... hatte bei mir üble auswirkung mit minimalem Spiel. Ne zu lange Hülsenmutter könnte ich mir noch als Problem vorstellen.
Was noch schlagen könnte wäre loser Steuersatz... dann arbeitet die komplette Gabel...
 
Leider hab ich das Problem vorne und hinten und der Steuersatz ist gerade erst frisch festgezogen. Ich vermute dann ist es tatsächlich das Problem mit den Felgenseiten...
 
versuch sie mal minimal angestellt einzustellen - so dass die vordere Ecke die Felge zuerst berührt, hinten so 1mm ab.
auf dem Bild etwas übertrieben dargestellt und ne Canti...also guck nur auf den Belag


rep_canti.gif
 
Wenn die Bremsen wirklich spielfrei eingestellt werden, hat man schonmal eine gute Basis. "Mal eben die Schrauben nachziehen" reicht dabei leider nicht, weil beide Lager gekontert werden und beim hinteren (mittleren) vorher das Spiel mit einer winzigen Madenschraube fixiert, die aufs Gewinde drückt (alle Shimano Doppelgelenkbremsen). Das heißt: Bremse abbauen, zerlegen, reinigen, fetten, zusammenbauen und wirklich exakt einstellen.
Der Trick mit den angestellten Bremsklötzen ist alt und gut, zielt aber eher auf eine selbstverstärkende Wirkung als auf Rubbel- oder Geräuschreduzierung. Wenn das nicht helfen sollte oder das Problem sogar verschlimmert, kann es sich lohnen, die Anstellung mal in der anderen Richtung zu versuchen (nur ganz wenig) oder die Klötze wirklich parallel zur Felge zu stellen.
An den Belägen kann es eigentlich nicht liegen, die mehr oder weniger aktuellen Dura Ace vertragen sich grundsätzlich mit allen Felgen recht gut. Einen unsauberen Stoß oder eine Beule (z.B. von einem hart überfahrenen Bordstein) hättest Du vorher schon bemerkt.
 
Mmh, in Ordnung. Danke euch! Das mit den Bremsen kann ich ja dann mal probieren... wobei ich das aber ja dann schon vor dem Tausch der Bremsschuhe gehabt haben müsste, oder? Es ist auch ein ganz rhytmisches Ruckeln, immer an den selben Stellen der Felge - nur dass man da nicht wirklich viel findet. Es wäre nicht so als würde der Stoß da einen Millimeter rausstehen (nur dass es sich so anfühlt). Vielleicht ist aber ja die Felge da aus irgendeinem Grund verdickt, ich messe das mal mit dem Messschieber nach.

Ansonsten werde ich das Fahrrad wohl mal in den Laden bringen. Da an der Bremse rumschrauben traue ich mir nicht wirklich zu...
 
Wenn’s gar kein Stoß ist sondern ne leichte Acht?
 
Dafür ist es wohl zu definiert. Es ruckt so stark, dass die Gabel ein paar Zentimeter nach hinten gebogen wird (an den Enden unten). Ganz sauber ist der Rundlauf aber nicht, werde mir das nochmal ansehen.
 
Andere Bremsbeläge sind manchmal eine andere Welt. Der aktuelle Dura Ace Belag bremst besser als so ziemlich alle anderen, also bringt er auch Probleme ans Licht, die man sonst vielleicht nicht hätte. Wie z.B. ein Rennbelag beim Auto in kaltem Zustand furchtbare Geräusche macht und warm die Serienbremsscheiben in kurzer Zeit zerkleinert, dafür aber womöglich 50 % besser bremst.
Um 1-2 cm zuckende Gabelenden bei klassisch schlanken Stahlgabeln sind nicht ungewöhnlich, wenn die Bremse ruckelt. Passiert das bei jeder Umdrehung nur ein Mal, hat die Felge an der Stelle mit Sicherheit ein Problem. Ich habe z.B. ein wunderschönes Exemplar mit Bordsteinschaden, das an dieser Stelle ca. 0,5 mm breiter ist, ansonsten aber ohne Seitenschlag läuft und beim Bremsen eher brummt, als rubbelt. Beim Durchdrehen im Rahmen und Gucken mit bloßem Auge erkennt man das Problem in diesem Fall nicht. An beiden Rädern wäre sowas aber schon ein komischer Zufall.
Das typische Bremsrubbeln passiert ständig und relativ gleichmäßig, abhängig von Kraft und Geschwindigkeit. Bei sehr niedriger und sehr hoher Hebelkraft sollte es nicht vorkommen, bei hohen Geschwindigkeiten meistens auch nicht, aber im ganzen breiten Mittelfeld. Typischerweise wird eine Rubbelbremse ruhig, wenn man richtig reinhaut, weil dann das Spiel verschwindet und der Verwindungsbereich am Ende ankommt. Diese beiden Dinge sind dann auch das Problem, bzw. bei Cantis zusätzlich die freie Strecke des Innenzugs zwischen Gegenhalter und Zugdreieck, weil in diesem Bereich die Verformung des ganzen oberen Gabelbereichs inkl. Schaft mitspielt.

Versuch doch mal folgendes, aber mit der nötigen Vorsicht:
Verteile ein wenig Öl (z.B. WD40) mit einem Lappen auf den Bremsflanken einer Felge und schau, ob das Problem noch da ist.
Wenn ja, hat die Felge eine unsaubere Stelle.
Wenn nicht, liegt das Problem irgendwo in der Richtung Spiel, Verwindung und Reibpartner. Shimano-Beläge laufen auf Mavic-Felgen aber normalerweise sehr gut, auch auf grauen.
Das Öl bitte anschließend wieder abwaschen, auch von den Belägen. Und bitte nicht an beiden Rädern gleichzeitig ausprobieren.
 
Danke für eure Infos schonmal!

In der Tat ist die vordere Felge nicht ganz gleichmäßig dick. Bewegt sich im Bereich von 0.3mm. Ich hab sie jetzt nochmal umgedreht und beim Fahren war es etwas besser... Rubbelt aber immer noch ganz schön und ruckelt auch noch etwas. Wenn man die Bremse nur leicht zieht und per Hand dreht hört man auch wie es immer wieder an den selben ganz kurzen Stellen stoppt. Das ist vor allem am Felgenstoß und aus irgendeinem Grund da wo das Ventil sitzt so. Mit Finger und Auge sieht man nichts... weiß nicht was man da gut machen kann. Vielleicht mal mit der Rohrzange *g*

Beim Hinterrad ist es definitiv einfach der Felgenstoß. Der steht markant raus. Da kann ich das aber ja nicht so einfach rumdrehen, ist ja die Kassette dran.

Fahrradladen meinte ich solle einfach mal fahren... unbefriedigend, aber ist halt auch 30 Jahre alt. Ich nehme mir jetzt etwas Schleifpapier und kümmere mich etwas um den Felgenstoß. Dann fahr ich es einfach noch ein bisschen.
 
Habe das jetzt kürzlich mit Dual Pivot Bremsen (mit schwarz/lachs Koolstop) und silbernen KinLin XC-279 Felgen gehabt. Habe vier Laufräder gebaut: Normales Vorderrad und Hinterrad - hat geruckelt. Dann ein Vorderrad mit Nady was das normale Vorderrad ersetzt hat - läuft nach ein paar Regenfahrten jetzt normal. Jetzt noch ein Hinterrad mit dem ersten Vorderrad zusammen in einem Rahmen - total unauffällig. Anscheinend reichen also schon kleinste Ungenauigkeiten um Bremsruckeln zu erzeugen, der Tip mit dem Sandpapier ist also gar nicht so verkehrt :)
 
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