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Steuersatz wechseln beim Oldi

lord_buerzel

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Hai!

Mein Steuersatz vom Oldi-Rennrad muß gewechselt werden. Ist eingerissen und innen verschlissen. Keine Ahnung welche Größe man da braucht, gibt es viele verschiedene oder ist alles Stadard? Hab mal bei eBay geschaut, da sind die meist in Zoll angegeben. Brauche ich 1"? Worauf bezieht sich dieses Maß eigentlich? Gabelgewindedurchmesser? Dann gibt es noch verschiedene Lagerarten, mit Rollen, Kugelringen, meins ist aber noch mit einzelnen Kugeln, passen die anderen trotzdem?
Drauf steht: O.M.A.S. Italy

Danke + Bye

Martin
 
AW: Steuersatz wechseln beim Oldi

hier noch mal für die Visuellen unter euch..
 

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Die Zoll-Angabe bezeichnet den Gabelschaftdurchmesser.
Ansonsten siehe HIER

Die ganzen Ahead und (semi-) integrieten Steuersätze brauchst du nicht beachten, nur die mit Gewinde.
 
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Ist der Gabelkonus bei den 1" Gewindesteuersätzen immer gleich so dass ich nur auf den Gewindedurchmesser achten muß? Da habe ich 25 mm gemessen, was es laut Tabelle ja so nicht gibt. Bin etwas verwirrt.
 
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wenn du am gewinde gemessen hast kann es gut sein das der schat das 4zehntel milimeter zu dünn ist weil das gewinde ja geschnitten wird und nicht gerollt!
mit was hast du gemessen?
 
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Mit einem Meßschieber, schräg aufgesetzt, damit ich nicht ins Gewinde rutsche. Ich erhalte so 25 mm bis 25,1 mm. In der Tabelle kommt da eigentlich nur der französische Standard in Frage, wo das Gewinde 25,4 mm Durchmesser hat, zumal Du ja meintest, beim Schneiden gehen ein paar Zehntel drauf.
Dann wundert's mich aber dass ein italienisches Fabrikat einen französischen Standard benutzt.
Was ist in diesem Zusammenhang TPI (Tabellenkopf) von 1 mm?
Das Gewindemaß wird als Nennwert angegeben, heißt das, dass es ruhig ein paar Zehntel abweichen kann?

Sorry, aber ich will halt nix Falsches bestellen.

Grüße

Martin
 
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Vorsicht: Französisch = 25,0mm x 1mm !!!

http://sheldonbrown.com/velos.html

Die österreichische Firma "Puch" hat auch den französischen "Standard" verwendet, der sich nicht nur durch den kleineren Gewindedurchmesser an der Gabel von 25,0mm von der 1 Zoll-Welt unterscheidet, sondern auch an der Stelle, wo die Lagerschalen in das Steuerrohr eingeschoben werden, einen Durchmesser von 30,0 statt der in der "1 Zoll-Welt" üblichen 30,2mm aufweist. Doch Vorsicht: Nicht nur die französischen Steuersätze haben an dieser Stelle 30,0mm Durchmesser, sondern auch die japanischen "JIS" Steuersätze, die aber wiederum am Gabelgewinde mit dem englischen 1 Zoll Standard kompatibel sind, also 25,4mm - was bei Deiner Gabel nicht passen würde.

Ich selbst habe hier noch einige neue französische "Stronglight" Steuersätze Modell "P3" aus den 60er Jahren und "Competition", die ich aber alle selbst brauche und die rein optisch nicht zu Deinem, doch moderneren Rad passen würden. Ich finde, Du solltest nach einem alten Campagnolo Steuersatz Ausschau halten, den es auch in der französischen Norm gab. Oder kauf´Dir ein altes Peugeot oder Motobecane, daran findest Du alles, was Du brauchst.

Einer der hier ansässigen Fahrradhändler streitet mir bis heute vehement ab, daß es jemals einen französischen 25,0mm Standard gegeben hat und auch vom französischen Vorbauschaftdurchmessser 22,0mm hat er noch nichts gehört.

Der englische Hersteller "Ralleigh" hatte sogar ein propertiäres Maß für seine Steuersätze.
"An unsere Räder nur unsere Teile!"

"Moderne" Händler und Fahrradmechaniker kennen diese Maße nicht mehr.
"Kenne ich nicht, habe ich nicht, gibt es nicht!"

"Zweiradmechaniker", "Fotohändler", Computerverkäufer" ... ich habe immer öfter den Eindruck, diese sind Berufe, in der mit geringstem Ausbildungsaufwand ausgekommen wird. Eigentlich gar kein richtiger Berufe...
 
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Dank Euch Ihr Leut. :)
Ja, ich muß mich da irgendwie durchwursteln, ich werde den Verkäufer halt vorher bitten nachzumessen. Blöd nur, dass Viele keinen Meßschieber haben.

Also hier gibt es eine handvoll Fahrradläden junger aufstrebender Amateurschrauber, die den Retrokult durchaus nachvollziehen können und auch recht firm sind was die alten Maße betrifft. Dresden mausert sich da echt gerade zu einer festen Instanz. Alle total fahrradgeil hier!
 
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Mein französischer Stahlrenner (Le Taureau) aus den 70ern hat einen Gabelschaftdurchmesser von 25,4 mm = 1". Wenn man Katalogtexten (z.B. Brügelmann) glauben darf, sind die genormt. Bau doch mal den Steuersatz aus und miss nach. Normale Radler müssen zum Ausbauen der Schalen in die Werkstatt, weil Presspassung. Dort kann man auch fragen. In fast jeder Region gibt es einen Radladen, der noch alte Räder aufbrezelt und entsprechende Teile hat (eventuell kann man beim ADFC eine Adresse bekommen, sonst googlen).
Spätestens zum Einpressen der neuen Sätze brauchst Du wahrscheinlich einen Experten mit entsprechendem Werkzeug. Ich lackiere gerade meinen zerlegten Oldie und werde nur zum Einpressen der Steuersätze und zum Ausreiben des Sattelrohres in die Werkstatt gehen, weil sich für diesen einmaligen Akt das teuere Werkzeug nicht lohnt.
 
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Wie jetzt einpressen?
Mir wurde erzählt, man könne die Schalen einfach (mit dem Holzhammer?) einschlagen, auf jeden Fall aber die alten rausschlagen.
Ich muß wirklich feststellen, dass es mir beim Fahrradbasteln extrem so geht, dass sich nach jedem gelösten Problem ein neues auftut.
 
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Die müssen ganz gerade rein. Mit dem Hammer verkanten die zu leicht. Würde ich nicht machen, obwohl ich sonst alles selber mache (einschließlich Zerlegen der Lager, Einspeichen der Laufräder und so). Auch beim rausschlagen kann theoretisch was kaputtgehen - schließlich sollen die neuen wieder stramm sitzen.
Aber das mit dem Problemen stimmt. An meinem Renner ist fast alles neben der Norm (alter Stronglight-Antrieb). Ich bekomme z. B. weder passende Kettenblätter (5-Arm, LK122/LD72) noch ein passendes Tretlager (rechts/rechts, Durchmesser ca. 33,5 mm). Da der alte Schraub-Zahnkranz festsaß (da hat ein Fachmann die Kupferpaste vergessen), hätte ich ihn abflexen müssen, um die Campa-Naben wiederverwenden zu können - Kassettennaben passen nicht, weil sie 4 mm breiter sind als der Abstand der Ausfallenden, usw. ...
 
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@ lord_buerzel

nimm bitte keinen Hammer !!

Wenn du dir das Einpresswerkzueg nicht leisten möchtest, gehe entweder zum Mech und lass es machen oder nimm eine Gewindestande mit 2 Muttern, Unterlagscheiben und 2 Holzbretter und bau dir so ein Einpresswerkzeug selber.
Einpresswerkzeug kostet übrigens nicht die Welt, ausser man will das von Chris King oder jenes von Parktool.
Also ich habe mir eines gekauft. Damit wurden aber von mir und meinem Bruder über zwanzig Steursätze eingepresst. Wenn wir das jedesmal beim Mech für ein Betrag in die Kaffeekasse hätten machen lassen, hätten wir mehr Geld ausgeben.
 
AW: Steuersatz wechseln beim Oldi

IO
Die eine Lagerschale ist eh schon ganz lose, glaube die Obere. Wenn ich bei der Unteren rundherum mit Hartholz dazwischen immer ein wenig gib ihm.. wird schon.

Aber nochmal die Frage vom Anfang. Ich hab das Lager schon mal aufgehabt, die Kugeln sind mir alle einzeln entgegen gekommen (viel & winzig). Das ist dann sicher eher selten oder sehr alt oder? Ich frag mich nun ob sich für die neuen Schalen nicht auch was mit "fertigen Ringkugellagern" (wie heißen die richtig?) machen läßt. Da kann man sich dann auch sicher sien, dass die nach dem Zuschrauben nicht alle durch die Reihe tanzen.
:) :( :confused: :mad: :p ;) :D :o :rolleyes: :aetsch: :eek: :cool: :lol:
 
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Mit den einzelnen Kugeln ist die Kraftverteilung besser.
Übrigens habe ich noch ein Dura ace 1Zoll Steuersatz da (ca 2000 Km ) für 35 €
Bei Interesse PM
 
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IO
Die eine Lagerschale ist eh schon ganz lose, glaube die Obere. Wenn ich bei der Unteren rundherum mit Hartholz dazwischen immer ein wenig gib ihm.. wird schon.

Aber nochmal die Frage vom Anfang. Ich hab das Lager schon mal aufgehabt, die Kugeln sind mir alle einzeln entgegen gekommen (viel & winzig). Das ist dann sicher eher selten oder sehr alt oder? Ich frag mich nun ob sich für die neuen Schalen nicht auch was mit "fertigen Ringkugellagern" (wie heißen die richtig?) machen läßt. Da kann man sich dann auch sicher sien, dass die nach dem Zuschrauben nicht alle durch die Reihe tanzen.
:) :( :confused: :mad: :p ;) :D :o :rolleyes: :aetsch: :eek: :cool: :lol:

Was den letzten Punkt angeht so kann man auch einfach viel aber wirklich viel Fett in die Schale schmieren und die Kugeln so "fixieren". Das klappt auch bei Naben im übrigen ganz gut und spart viel Gefummel.
 
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@ lord_buerzel

nimm bitte keinen Hammer !!

Wenn du dir das Einpresswerkzueg nicht leisten möchtest, gehe entweder zum Mech und lass es machen oder nimm eine Gewindestande mit 2 Muttern, Unterlagscheiben und 2 Holzbretter und bau dir so ein Einpresswerkzeug selber.
Einpresswerkzeug kostet übrigens nicht die Welt, ausser man will das von Chris King oder jenes von Parktool.
Also ich habe mir eines gekauft. Damit wurden aber von mir und meinem Bruder über zwanzig Steursätze eingepresst. Wenn wir das jedesmal beim Mech für ein Betrag in die Kaffeekasse hätten machen lassen, hätten wir mehr Geld ausgeben.

Ein Werkzeug so selber zu machen würde ich von abraten. Schlimmstenfalls sitzt das Lager nachher leicht verkantete drin.
 
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Ist der Gabelkonus bei den 1" Gewindesteuersätzen immer gleich so dass ich nur auf den Gewindedurchmesser achten muß? Da habe ich 25 mm gemessen, was es laut Tabelle ja so nicht gibt. Bin etwas verwirrt.

Also, wenn Du mit einem Messchieber 25,0mm gemessen hast, ist es gewiß ein Steuersatz traditioneller französischer Norm. Ein ISO Steuersatz (1 inch, also 25,4mm, auch "englisches Gewinde genannt) wird nicht passen. Weder wird die Abschlußmutter eines ISO Steuersatzes auf das Gabelgewinde passen noch die Lagerschalen sich spielfrei in das Lenkrohr einpassen lassen, denn sie sind mit ihren 30,0mm Durchmesser zwei Zehntel zu klein. Vive la France!


Mein französischer Stahlrenner (Le Taureau) aus den 70ern hat einen Gabelschaftdurchmesser von 25,4 mm = 1". Wenn man Katalogtexten (z.B. Brügelmann) glauben darf, sind die genormt.
Ist richtig, nicht alle französischen Hersteller hatten ihre Räder an die nationale Norm angepaßt. Es kann einem alles unterkommen. Peugeot und Motobecane haben auch einige Modelle nach ISO ausgestattet - mal so, mal so. Je weiter man allerdings in die Geschichte zurückgreift, desto häufiger kommt man in Kontakt mit diesen eigenwilligen Maßen.

Stronglight hatte beispielsweise neben den 25,0mm Steuersätzen auch immer ISO-Steuerlager gebaut, allein, um den Markt zu bedienen. Das Vorfinden eines ISO-Stronglight bedeutet noch nicht, daß es keine 25,0mm Steuersätze gab. Selbst Campagnolo baute Steuersätze mit französischem Gewinde 25,0mm, um französische Räder, Motobecane oder Peugeot zu versorgen.

Ich habe hier einen französichen Steuersatz vor mir und messe.

Die Schachtel :

Marke "R.F.G"
Marque Deposee
Jeu de Direction No 15
Cranté luxe
TUBE de 25
EMMANCHEMENT
de 30

Der Innendurchmesser der Verriegelungsschraube, die auf das Gabelgewinde aufschraubt, beträgt 25,0mm.

Am besten achtest Du auf die Angaben der Verkäufer.
Ach ja: Versuche gar nicht erst, auf dem deutschen ebay fündig zu werden, hier bekommst Du nichts. Schau auf den amerikanischen ebay.com oder noch besser in Frankreich (die meisten französischen Händler sind auf ebay.com).

Ein "englischer Steuersatz", oder auch "ISO" ist für 1 Inch = 25,4mm Gabeln.

Ein französischer Steuersatz ("französisches Gewinde") ist für 25,0mm Gabeln geeignet.

Ich werde meinen Beitrag gleich noch um Scans aus einem Buch für Fahrradreparatur ergänzen, die den Ausbau und Wiedereinbau eines Steuersatzes mit einfachen Mittel illustrieren.
:-)
 
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@ fat_cycler

ja schon aber immer noch besser als mit dem Hammer !

Ich sagte ja er solle es machen lassen oder sich das Werkzeug kaufen.
 
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Dass einem die Kugeln entgegenkommen, ist normal (Gewichtsersparnis, da kein Käfig. Die sollte man 100-Stück-weise (< 10 €) oder auch einzeln im Fahrradladen bekommen, sonst bei Brügelmann. Wahrscheinlich haben die 4,8 mm (3/16 ") Durchmesser, auch 4,0 waren üblich. Damit sie beim Montieren nicht runterfallen, klebt man sie am besten fett mit Lagerfett auf die Kugelbahn. Pack richtig viele Kugeln rein (so dass sie sich fast berühren), das erhöht die Lebensdauer!
 
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