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Die tief angesetzten Sitzstreben bringen Komfort, da die vertikale Steifigkeit des Rahmens reduziert wird: Das Gewicht des Radlers - egal ob auf dem Sattel oder den Pedalen, kann sich bei diesen Rahmen (elastisch) absenken, wenn sich das Sitzrohr verbiegt. Diese Biegung kommt zustande, da die Sitzstreben das Sitzrohr nach vorn biegen, dabei bewegt sich die Sitzstrebe nach vorn, die Hinterachse nach oben („einfedern“). Da ein Sitzrohr sich elastisch viel leichter biegen als stauchen lässt, fühlt sich der Rahmen dann komfortabler an. Positiv ist auch, dass diese Biegung auch mit einer Bewegung des Sattels nach hinten unten einhergeht - der Sattel ist also, grob gesprochen, in vertikaler Richtung noch weniger steif als das Tretlager - so soll‘s sein!


Zusätzlich entfällt bei der tiefer angesetzten Sitzstrebe auch ein Stückchen Sitzstrebe, die nicht mehr im Wind steht - also die Stirnfläche reduziert. Viel wird das am Luftwiderstand nicht öndern, ein bisschen aber gewiss. Es gibt also gute technische Gründe, die Sitzstreben tief anzusetzen.


Der Nachteil dürfte sein, dass einige Bauteile stärker ausgelegt werden müssen, ein Rad mit tiefen Sitzstreben also tendenziell etwas schwerer wird. Das dürften die anderen Vorteile bei Komfortrennrädern und „Aero-Rennrädern“ aber ausgleichen.


Und schließlich: Natürlich kann auch Kohlefaser(verbund) auf Druck belastet werden. Die Faser ist Grössenordnungen steifer als die Matrix (Harz), nimmt also auch die Druckkräfte fast alleine auf. Die Matrix (in Kombination mit den anderen Fasern) verhindern nur, dass sich die Fasern verbiegen und dann wegknicken.


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