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Was für Tests findet ihr besser? TOUR oder Procycling?

HerrKah

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Hi!

Zum Thema Canyon-Räder wird ja immer gerne das TOUR-Testverfahren kritisiert...

Wie findet ihr denn die "Prosa-Tests" in der Procycling, bei der sich meist prominente Exprofis fast immer lobend zu ganz tollen Rädern äußern, die meistens aus dem ganz obersten Regal der jeweiligen Hersteller stammen.

Die raren Kitikpunkte beziehen sich dann auf Montagefehler (OK, darf sicher nicht passieren, aber ist meist auch kein Drama) oder die Lenkerform, die gerade dem individuellen Testergeschmack nicht entspricht.

Zur Klarheit: Ich lese die Procycling-Tests immer sehr gerne, aber für eine Kaufentscheidung habe ich da nicht wirklich etwas davon.

Was mich bei der Tour eher nervt sind die Tests, die doll angekündigt werden, aber inhaltlich nur vage sind und sich auf nix festlegen (z.B. Test Carbongabeln).

Wie seht ihr das?

Heiko
 
Tests, egal von was oder von wem werden zu einem bestimmten Teil subjektiv sein.
Ich kann auch nicht verstehen, dass es Leute gibt die den Testsieger kaufen weil er Testsieger ist, aber ihren Bedürfnissen überhaupt nicht entspricht.
Beispiel:
Der Testsieger hat eine Rennsportorientierte Geometrie, mir würde aber eine Kompfortorientierte besser passen. Da nützt der ganze Test nichts, ich werde, wenn ich ehrlich zu mir und anderenbin mit dem Rad nicht glücklich.

Grüße
Chris
 
genau so ist es. und ein 70kg fahrer braucht wohl in den seltensten fällen einen rahmen mit 100Nm/° Lenkkopfsteifigkeit - und wenn chris boardman auf nem XY noch so gut zufrieden ist - wenn du andere proportionen hast als er und/oder andere vorlieben nützt dir die empfehlung herzlich wenig...

edit: außerdem wäre die haltbarkeit ein recht wichtiges merkmal - und die steht nur bei einem test/jahr (tour, procycling :ka: ) im mittelpunkt des interesses.
 
Die Tests in der Procycling find ich immer nett zu lesen. Man erfährt doch tatsächlich, welche Farbgebung den Tester anspricht :spinner: und unter welchen wahnsinnig tollen Rahmenbedingungen die Räder getestet wurden. Wenn man dann mal zwischen den Zeilen rauslesen ( oder besser interpretieren) kann, wie sich das Rad fährt, ist man bestens bedient.

Bei der Tour, die ich ansonsten recht wenig mag, sind wenigstens ein paar technische Details wie Rahmengewicht und Geometriedaten drin, so daß ich für mich schon eine Vorauswahl potenzieller Räder treffen könnte.

Im Endeffekt muß man aber einen Händler finden, der einen so ein Rad einfach mal 3-4h Probefahren läßt. Alles andere ist imho Unfug, es sei den, man weiß 100%ig, welche Geometrie man braucht/mag und diese dann auch exakt findet, was ja leider aufgrund häufig nur unzureichender Angaben in Prospekten/auf Homepages nciht so einfach ist.
 
Ich stimme Euch voll und ganz zu. Die Bilder in der Procycling sind immer toll, manchmal bekommt man sogar ein paar Daten über den Rahmen. Aber bringen tut es irgendwie nichts außer ein bisschen Unterhaltung.

Die Gewichtsdaten der Tour kann man auch knicken, weil die doch m.E. nach immer alles auf einen "Einheitsrahmen" umrechnen, um Gewichtsvor-/nachteile durch integrierte/konventionelle Steuersätze und/oder Slopinggeometrie irgendwie "anzurechnen".

Die Angabe der Verwindungssteifigkeit an sich ist vielleicht nicht verkehrt. Es wäre dann nur interessant wenigstens mal eine Richtgröße zu haben, welche Kräfte man einleitet. Was bringt mir eine Lenkkopfsteifigkeit von über 100nm, wenn ich vielleicht nur 50nm aufbringe?
 
und was sagt dann so ein Test in Tour aus, wenn der Hersteller dafür extra einen Rahmen aussucht oder sogar anfertigen läßt?? Der Kunde kauft dann aber was ganz Anderes??

Ich frage mich, wie ein Eddy Merckx oder ein Indurain mit den Flattermännern so schnell die Berge hoch und genau so schnell runter fahren konnten, wie heute die Fahrer fahren.. mit den ultrasteifen Kisten.

Am besten sind ja die Vorschläge der Tour, die harten Rahmen mit Federgabel, 28mm Reifen und gefederten Stützen wieder weich zu machen. Die 28mm Reifen schaukeln dann mehr 5 x so stark hin und her als ein Columbus SL Stahlrahmen mit 22mm Reifen.. von der Federgabel gar nicht zu reden..
 
Mir sind eigentlich beide einerlei.
Ich mochte die früheren Tests in der Cycle Sports, die ähnliche Prosa waren wie heute in Procycling. Zum Lesen finde ich pers. Prosa halt netter als Diagramme und Datenlisten, was nicht heißt, dass ich die Test in der Tour nicht anschaue.

Kaufentscheidungen bei Rennrädern und Rennradteilen treffe ich nach anderen Gesichtspunkten. Lenkkopfsteifigkeit ist mir wurscht, weil ich nur 70Kg wiege, außerdem habe ich ab 70Km/h bergab eh die Hose voll.
Aerodynamik bei LRS ist mir auch egal, da ich eher weniger meiner gesamten Radfahrzeit jenseits der 40km/h verbringe.
Gewicht ist mir auch egal, da ich durchaus noch zwei Kilo abnehmen könnte. Wozu aber?

Mir muss es da eher optisch gefallen als anhand technischer Daten überzeugen.

Tests find ich gut bei z.B. Kindersitzen für´s Auto o.ä. Dann schaue ich auch danach und beziehe sie in Entscheidungen ein.

Grüße
Wheeland
 
Banshee schrieb:
[...]
Die Angabe der Verwindungssteifigkeit an sich ist vielleicht nicht verkehrt. Es wäre dann nur interessant wenigstens mal eine Richtgröße zu haben, welche Kräfte man einleitet. Was bringt mir eine Lenkkopfsteifigkeit von über 100nm, wenn ich vielleicht nur 50nm aufbringe?

Das finde ich eine echt gute Idee!
Da war zwar mal ein Test in der Tour, bei dem die ein Rotwild-Rad mit Dehnmessstreifen bepflastert hatten, aber ob da diese Daten zum Vergleich mit den Test-Messungen der Rahmen drin waren, erinnere ich leider nicht mehr...

Wär schon klasse, wenn die da möglichst viele verschiedene Fahrertypen mal Testwerte erzeugen lassen (leichtgewichtiger Bergfloh mit vielen Trainings-km / übergewichtiger Neueinsteiger / 15-jähriger Junioren-Fahrer / kerniger Sprintertyp / "RTF-Oldie" / gut trainierte Frau etc...) und das dann vielleicht auch in verschiedenen Sitautionen: Steiles Bergstück mit Fullspeed / Sprint / Abfahrt) und dann die jeweils erreichten Werte auch mit den jeweils erreichten Geschwindigkeiten...

Ich glaube, da könnte man sich dann ganz gut "seine" Daten näherungsweise raussuchen.

Interessant fand ich ja bei dem Tour-Test "Rahmenkonzepte" mit den abgeklebten Rahmen, dass trotz teilweise deutlich unterschiedlicher Messwerte auch "schlechtere" Rahmen im subjektiven Empfinden gut abgeschnitten hatten.

Zum Thema Dauerhaltbarkeit gibt's doch auch alle Jahre wieder mal was - EfBe-Test etc. hilft ja auch schon mal weiter.

@Pave: Hast natürrlich recht - gerade bei den Plaste-Rahmen ist immer ungewiss, ob in der "Serie" auch genau das gebaut wird, was im Test war. Allerdings hat die Tour da doch mal nachgetestet und da hatten sich die Werte aus dem Ersttest in etwa bestätigt... wenn wir mal die große Verschwörungstheorie außen vor lassen wollen...
Naja und bei den Metall-Rahmen hat auch keiner die Gewissheit, dass das Rohr verarbeitet wurde, was auf dem Label steht.
Das ist wohl immer ein nicht zu lösendes Problem.


Bei den Procycling-Tests würde ich mir zu den wirklich schönen Fotos zumindest etwas mehr technische Infos zum Gewicht von Rahmen/Gabel und zur Geometrie wünschen.

Heiko
 
HerrKah schrieb:

www.efbe.de

Pustekuchen. Was hilft es dir, wenn dein 1000g Schwindsuchtrahmen xundachtzig Lastwechsel auf einem Prüfstand übersteht, du dir aber eine richtig schweinische Delle mit der Zuganlenkung der VR Bremse beim Transport im Auto ins Unterrohr drückst? Außerdem: Wird da auch geschaltet, beim EfBe Test? Fällt mir nur so als beispielhafte Variable ein, weil z.B. mein nicht wirklich schlecht getestetes Principia RSL durch eine Bohrung fürs Schaltauge gerissen ist. Oder die Haltbarkeit der integrierten Steuersätze. Hängt immerhin auch das Steuerrohr dran und Wechsel auf ein anderes Fabrikat oder gar System gestaltet sich oft schwierig.
An den Ergebnissen von Cdale, die die gleiche Apparatur haben, kannst du sehen, daß dann tw. "für" solche Maschinen entwickelt wird. Ob sich das in die Praxis übertragen lässt? Ich glaube es nicht.
 
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