Der Quarq TireWiz ist ein neuer permanente Reifendruckmesser fürs Fahrrad. Das Echtzeit-Überwachungsgerät meldet dem Radcomputer oder Smartphone ständig, wieviel Druck noch im Pneu ist. Das Paket für Vorder- und Hinterrad ist für 259 Euro ab dem 27. Juni erhältlich.
Quarq TyreWiz – kurz und knapp
- erstellt personalisierte Reifendruckempfehlungen
- NFC-Paarung für Anbindung an iPhone oder Android
- ANT+ und BLE kompatibel
- +/- 2% Genauigkeit mit .1 PSI Auflösung*
- CR1632 Batterie mit 300 Stunden Lebensdauer (Herstellerangabe)
- kompatibel mit abnehmbaren Presta-Ventilkernreifen, sowohl mit Schlauch als auch Tubeless mit Dichtmittel
- IPX7 staub- und wassergeschützt
- 9,7g pro Sensor – unterstützt die Radauswuchtung
- Preis: 259 EUR (je Paar)
- verfügbar ab 27. Juni
- www.quarq.com
Das Prinzip des TireWiz ist einfach: Das Innere des Ventils wird gegen einen batteriebetriebenen Sensor ausgetauscht. Der schaltet sich automatisch ein und aus und misst kontinuierlich den Druck. Die gemessenen Daten funkt er regelmässig an ein Endgerät. Kompatibel sind derzeit:
- Wahoo Elemnt / Bold
- Connect IQ kompatible Garmin-Geräte (TyreWiz kann hier einfach in das Feld “Connect IQ Data” geben und darüber angezeigt werden)
- Quarq TyreWiz App (iOS, Android angekündigt)
- Qollector Datensammler und Übermittler von Quarq
Zur Montage wird das bestehende Ventilherz aus dem Presta-Ventil herausgedreht (das kleine Plastik-Werkzeug dafür liegt bei) und das 9,7 g leichte TyreWiz hineingedreht. Man kann den Reifen direkt durch das TyreWiz aufpumpen. Tubeless-Milch im Reifen ist dabei kein Problem, man sollte laut Sram nur darauf achten, dass möglichst keine Milch durch den Sensor läuft (Sensor nach oben!) Danach folgt das Paaren der Sensoren mit einem der unterstützten Anzeige-Geräte:
Meinung @ Rennrad-News.de
Die Elektrifizierung des Rennrades schreitet fort. Reicht es jetzt nicht mehr, den Reifendruck vor der Fahrt zu kontrollieren? Kommt drauf an. Mit Tubeless-Reifen am Cyclocross-Rad hatten Autoren der Redaktion schon Stürze, weil sich viel Luft im Gelände unbemerkt aus dem Reifen verabschiedet hatte und der zu gering befüllte Reifen deshalb in der ersten Asphaltkurve von der Felge sprang. Für Tubeless-Systeme, die am Rennrad langsam Fuß fassen, macht die Technik also durchaus Sinn. Das gilt besonders im Wettkampf. Bei Zeitfahren etwa kann ein unbemerkter Druckverlust wertvolle Watt kosten. Auch mit Schlauch im Mantel könnte der TyreWiz die Sicherheit erhöhen, etwa wenn der Adrenalin-Kick einer Passabfahrt das Gefühl für Druckverlust mindert. Aber wer ist bereit, 259 Euro/Paar für dieses Plus zu investieren?