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Selbst einspeichen / zentrieren?

MukMuk

Passione Celeste
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Hallo,

da ich ja inzwischen drei Stahlrenner hier stehen habe überlege ich gerade, ob ich mir nicht einen Zentrierständer besorgen soll um selbst Felgen und Naben nach Wunsch einzuspeichen. Aktuell habe ich z. Bsp. einen ganz guten Dura Ace LRS, allerdings hätte ich gerne ein flaches Felgenprofil.

Zu den drei alten habe ich aber auch einen Crosser und mein normales RR, das ich damit warten könnte.

Zum "umspeichen": Mit einem Satz Felgen, Speichen, Speichennippel etc. kommt ja auch ganz schön was zusammen. Allerdings wüsste ich dann auch, dass die Felgen taugen, Speichen OK sind etc. Lohnt sich das? Oder besser dem nächsten Radladen geben?

Viele Grüße, MukMuk
 
Allein schon fürs Ego ist es lohnend, auf selbstgebauten Laufrädern zu fahren. Mach es einfach!
Ich besitze heute noch einen MTB-LRS aus 1990, den ich sehr gern benutze.
 
Allein schon fürs Ego ist es lohnend, auf selbstgebauten Laufrädern zu fahren.

Jetzt hast Du mich aber wirklich erwischt. :mad:
Ich mache sehr gerne alles selbst, da ich nur ungern auf andere angewiesen bin.

Eigentlich ging es mir ja mehr um eine finanzielle Abwägung, ob das Kaufen / Verkaufen von LRS sinnvoller ist, als sich einfach zu bauen, was man möchte. Der Zentrierständer mit 50-100€ ist ja eher noch ein Pappenstiel. Wenn man aber mal sieht, was eine Felge, Speichen, Speichen-Nippel etc. kosten, da kommt ja auch ruckzuck ganz schön was zusammen. Gefühlt ist da ein kompletter gebrauchter Satz deutlich günstiger. Allerdings bei Stahlrennern jetzt auch deutlich schwerer zu finden, was man genau möchte.
 
Wenn es Dir uns Geld geht, und du bei jedem Speichennippel eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erstellst, lass es und kaufe fertige Laufräder.
 
andreas s: So eng sehe ich das nicht. Ich müsste vielleicht meine Absichten besser erklären:

1. Wartung und Pflege von 5 RR
2. Anpassung von alten LRS aus den 80er / 90er Jahren. Felgen / Nippel / Speichen tauschen, neu einspeichen.
 
Also wenn du gerne was besonderes fährst bzw. LRS haben willst, bei denen du jede Komponente selbst wählen willst, lohnt sich das schon. Wenn das nicht der Fall ist, lass es.
Ich baue mir meine LR auch selbst zusammen. Mal gut mal weniger gut. Aber ich kann selbst aussuchen, was ich verbauen möchte. Insgesamt ist der Spaß aber schon recht teuer. Denn du hast nicht nur Anschaffungskosten beim Zentrierstände und anderen Werkzeugen. Du wirst wahrscheinlich auch das ein oder andere Lehrgeld zahlen. War bei mir auch der Fall. Ist es auch immernoch, aber wird weniger. ;)
 
Ich habe Dich schon genau verstanden. Wirtschaftlich ist der Selbstbau in den wenigsten Fällen. Selbst wenn Du viele Räder besitzt, wirst Du, nachdem eine funktionierende Grundausstattung an Laufrädern vorhanden ist, nur noch wenig nachzentrieren.
Der Selbstbau hat einen vollkommen anderen Reiz. Laufradbau fördert das Verständnis für die Funktion des Rades. Du erlangst Kenntnisse und die Gewissheit, Dir in fast allen Fällen selbst helfen zu können. Du wirst im Falle eines Schadens an den Laufrädern haltbare Provisorien bauen können. Es macht Freude, auf selbstgebauten Rädern zu rollen.
 
Moin,
ein Laufrad habe ich noch nicht selbst aufgebaut, aber am Alltagsrad schon mal den Nabendynamo ersetzt und am Rennrad eine Hinterradfelge und alle Speichen erneuert. Bei beiden Arbeiten hat mir der einfache Zentrierständer von Rose gereicht. Es ist am Hinterrad ein wenig umständlich um den richtigen Seitenabstand hinzu bekommen. Und um mal eben einen Achter raus zu machen reicht der Zentrierständer allemal. Wer Spaß am Schrauben hat kann meines Erachtens auch ein Laufrad zentieren.
 
Also wenn du gerne was besonderes fährst bzw. LRS haben willst, bei denen du jede Komponente selbst wählen willst, lohnt sich das schon. Wenn das nicht der Fall ist, lass es.

Das wäre ja der Fall. Mir geht es um die richtigen Felgen und Instandsetzung von älteren LR. Lohnen ist da ja eher relativ.

Insgesamt ist der Spaß aber schon recht teuer. Denn du hast nicht nur Anschaffungskosten beim Zentrierstände und anderen Werkzeugen. Du wirst wahrscheinlich auch das ein oder andere Lehrgeld zahlen. War bei mir auch der Fall. Ist es auch immernoch, aber wird weniger. ;)

Das hatte ich bisher auch unterschätzt, dass die Einzelteile doch recht "teuer" kommen, wenn man es selbst baut. Ich habe mal ein wenig bei CNC-Bikes geschaut. Die haben ja eine recht große Auswahl. Was meinst Du mit Lehrgeld? Sind das eher Speichen, oder ganze LR? :-)

Der Selbstbau hat einen vollkommen anderen Reiz. Laufradbau fördert das Verständnis für die Funktion des Rades. Du erlangst Kenntnisse und die Gewissheit, Dir in fast allen Fällen selbst helfen zu können. Du wirst im Falle eines Schadens an den Laufrädern haltbare Provisorien bauen können. Es macht Freude, auf selbstgebauten Rädern zu rollen.

Schön zusammengefasst. :-)
Das gehört natürlich dann dazu. Bei mir entsteht das meist automatisch, wenn ich mich mit etwas beschäftige. Das macht es dann ja auch wieder reizvoller.
 
Was meinst Du mit Lehrgeld? Sind das eher Speichen, oder ganze LR? :)

Also ich hatte einen LRS von FSA mit innenliegenden Nippeln und Messerspeichen. Die Laufräder hatten ständig ne 8 und/oder Höhenschlag. Habe den kompletten Satz zerlegt und mit neuen Speichen und normalen Nippeln aufgebaut. Das Problem blieb das Gleiche. Also wieder auseinander gebaut und mit neuen Felgen aufgebaut. Aber dazu brauchte ich dann wieder neue Speichen, weil die Felgen eine andere Höhe hatten.
Dann habe ich auch schonmal die Speichenlänge falsch berechnet, weil die Rechner nicht alle mit den gleichen Maßen arbeiten. Oder ich habe mal spezielle Naben verbaut, kannst du auch in meiner Galerie betrachten. Da waren die Speichen auch zu lang, weil es paarweise Löcher in der Nabe waren. Speichen habe ich jetzt drin gelassen, ist aber nicht wirklich perfekt.
Man kann eben auch viel falsch machen beim LR-Bau. Das kann auch mal Geld kosten.
 
Zum "umspeichen": Mit einem Satz Felgen, Speichen, Speichennippel etc. kommt ja auch ganz schön was zusammen.

Nicht nur dass das kostet, wenn du ordentlich arbeitest, wird es auch nicht billig. ;)
Je öfter zu das selbst machst, desto eher rentiert sich das. Immerhin fallen diesbezügliche Werkstattkosten schon mal flach. Versaust du irgend etwas, weißt du wenigstens ganz genau, wer schuld hatte.
Abgesehen davon, du kannst dir das Zeug so individuell zusammenstellen, wie du willst. Auch so sinnlose Dinge wie jede zweite Speiche schwarz, der Rest silber, sind dann problemlos möglich. :D
 
Für mich war ein rad aus den 80er Anlass mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ist einfach auch einen Frage von Unabhängigkeit.
Ob es ökonimsich ist, hängt von der Betrachtung ab, wenn du die Opportunitätskosten rechnet, dann wird es für die meisten ein mieses Geschäft sein.
Wenn man davon absieht, bekommt aber doch die Laufräder die man haben möchte relativ preiswert.
 
Laufradbau ist Übungssache. Ohne gute Anleitung wird der erste LRS garantiert kein Glanzstück - wahrscheinlich werden die Speichen zu lose oder zu ungleichmäßig gespannt sein. Eventuell geht auch mal eine Felge in Kartoffelchipform über und ist dann Schrott.
Kaufmännisch gesehen ist der Selbstbau auch nicht besonders interessant aber gerade bei älteren Rädern mit guten Naben oder Sonderwünschen bleibt garnicht viel anderes übrig. Für Unabhängigkeit und Ego ist das absolut perfekt.

Beim Nachzentrieren hingegen kann man richtig sparen und nicht viel kaputt machen.
 
Nachdem mir die Jungs vom Radladen im Nachbarhaus vor etwas mehr als einem Jahr 2,0mm Speichen "untergejubelt" hatten statt 1,8er DD, hab ich es letzten Juni dann bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit selbst versucht. Mit Spokomat und einigen Internet-Bauanleitungen hat das ganz gut geklappt, vorne mit NaDy 2-fach gekreuzt und Laser-Speichen, hinten eine uralt-DA-Nabe mit Laser/Race 4-fach gekreuzt, bis ich denen das verklickert hätte, waren die Räder fast fertig und immerhin sind sie (fast) genauso geworden, wie ich sie haben wollte. Und fahren sich wirklich super! ;)

Der Zentrierständer hat ungefähr soviel gekostet, wie ich an Arbeitslohn hätte investieren müssen. Meine Zeit hab ich aber unentgeltlich aufgewendet. Es hat auch viel Spaß gemacht, beim Aufbau des Hinterrades hatte ich zeitweise meinen schlafenden Säugling im Tragetuch vorm Bauch, es ist eine sehr ruhige, meditative Arbeit... ;)

Bin schon wieder auf der Suche nach der nächsten Gelegenheit, Nachzentrieren ist jetzt echt kein Ding mehr. Kurz und gut: Die Erfahrung möcht ich nicht missen und mag mir gar nicht mehr vorstellen, noch mal ein fertiges Laufrad zu kaufen. Es gibt einfach zu viele spannende Teile out there, die man statt des Einheitsbreis mal ausprobieren könnte. Außerdem sind Laufräder von der Stange für mich Leichtgewicht ohnehin meistens zu schwer und zu hart.

Also: Mach es!:daumen:

Gruß, svenski.
 
Ich habe inzwischen so um die 12-15 Laufradsätze selbst eingespeicht. Also lohnen tut es sich nur dann, wenn man die Komponenten zum größten Teil schon hat, denn ein Satz Naben nackt ist oft genau so teuer wie im verbauten Zustand. Ich bin auch nicht davon infiziert nur neue Speichen und Nippel zu verwenden, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mit einem selbst eingespeichten Laufradsätzen noch nie Probeme gehabt. Ich speiche auch nur klassisch ein, also 3-fach gekreuzt. Letztens mußte ich mal Ersatz für ein Ritchey WCS Hinterrad schaffen. 24L und radial/ 2-fach. Hat aber auch geklappt.
Wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt und nie zu viel auf einmal an den Nippeln schraubt. Hat man erst einmal einen Höhenschlag drinn, wird es schwer den raus zu bekommen. Also: weniger ist mehr und immer aufs Gehör achten. Am besten man hat einen fertigen Laufradsatz dabei wo man anhand des Klanges der Speichen beurteilen kann wie fest sie noch gespannt werden müssen.

Mein letztes Meisterstück ist ein Satz mit Normandy Luxe Competition Hochflanschnaben, Weinmann Comp. Schlauchreifenfelgen und DT Revolution Speichen. Der Satz ohne Schnellspanner kommt auf 1450g und das bei 36 Speichen.
 
Bei der Kassettennabe hast du halt die Freilaufmechanik mit auf der Waage, das macht schon was aus. Aber soo viel auch wieder nicht ;)

Gruß, svenski.
 
Allein schon fürs Ego ist es lohnend, auf selbstgebauten Laufrädern zu fahren. Mach es einfach!
Ich besitze heute noch einen MTB-LRS aus 1990, den ich sehr gern benutze.
Alleine aus diesem Grund würde ich mich gerne an den Eigenbau wagen.
Mich würde es sehr reizen, einen LRS selbst aus Einzelkomponenten zusammenzustellen. Ich hab mich aber bisher noch nicht an diese Meterie herangewagt und hab auch null Ahnung davon. Aber was nicht iss kann ja noch werden.
Das der Eigenbau nicht günstiger kommt ist mir sowieso klar, ich denke das es bei den meisten Eigenbauern darum geht, ein Unikat zu besitzen, daß sonst niemand hat.:daumen: Ich muß zugeben, daß wäre für mich der Hauptgrund Laufräder selbst einzuspeichen.
 
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