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Stahlrahmen - CroMo oder Billigstahl?

Baramis

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Hallo,

ich habe noch einen etwas älteren Rennrahmen im Keller eines Freundes ausgegraben, und nun frage ich mich, ob der Rahmen ein CroMo-Rahmen ist oder nur ein einfacher Stahlrahmen oder was sonst.

Kennt ihr eine Möglichkeit, wie man das feststellen kann? Vielleicht über das Gewicht?

Es handelt sich um eine Rahmengröße von 60 cm der Marke Atala.
 

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Re: Stahlrahmen - CroMo oder Billigstahl?
Am leichtesten wärs, wenn oben auf dem Sitzrohr ein Aufkleber wäre, auf dem der Rohrhersteller und die Sorte steht.

Gewicht für den klassischen Stahlrahmen aus gutem SLX-Rohr ist zum Vergleich fürn 60er Rahmen 2.000-2.100gr. Die Gabel nochmal vielleicht 750gr.

Gruß messi
 
Was ist denn CroMo im Vergleich zu Billigstahl :confused:
vielleicht kann ja der gute alte rigobert mal wieder sein gesammeltes materialwissen hier ausbreiten und uns alle ein wenig schlauer machen? oder kann's mir sonst jemand erklären?
ciao sagt der unwissende stahlrahmenfahrer joe buck
 
Höherwertige CrMo-Stähle haben höhere Festigkeiten, ermöglichen also dünnere Rohre.
Einfache Rahmen sind aus Stahl mit weniger Legierungselementen verwendet, die Festigkeit nimmt ab, daher werden die Rohre dicker.

mfg
Findus
 
Findus schrieb:
Höherwertige CrMo-Stähle haben höhere Festigkeiten, ermöglichen also dünnere Rohre.
Einfache Rahmen sind aus Stahl mit weniger Legierungselementen verwendet, die Festigkeit nimmt ab, daher werden die Rohre dicker.
Findus meint die Rohrwandstärke. Erschwerend kommt hinzu, daß mehr Material auch mehr wiegt...

H.a.n.d.,
E.:wq​
 
also: CroMo ist der Oberbegriff (weil findus von CroMo-Stahl in der Mehrzahl schrieb) und die mit weniger Legierungselementen sind dann keine CroMo-Stähle?
fragt der schon ein bisschen mehr wissende joe buck
 
Man unterscheidet unlegierte, niedrig- und hochlegierte Stähle (nach der chem. Zusammensetzung, man kann auch nach Verwendung unterteilen).

"Un"legierte Stähle müssen dabei allerdings nicht wirklich unlegiert sein, die Bezeichnung sagt nur aus, dass die genauen Legierungsbestandteile und Massenanteile nicht spezifiziert sind. In diese Klasse fallen z.B. die üblichen "Baustähle", z.B. St37, St52 etc. (ups, Entschuldigung, natürlich S235, S335 etc. ;)). Dabei steht die Zahl für die Festigkeit (alte Norm z.B. St37 =370N/mm² Mindestzugfestigkeit, neue Norm z.B. S235 = 235 N/mm² Mindeststreckgrenze).

Die niedrig legierten Stähle enthalten definierte Anteile von Legierungselementen mit einem maximalen Massenanteil von je 5%.
In dieser Gruppe sind die sog. CrMo-Stähle zu Hause, z.B. der 42CrMo4. Die Bezeichnung folgt der Zusammensetzung des Stahls und bedeutet "42"=0,42% Kohlenstoffgehalt, "Cr[...]4"=4/4=1% Chrom, "Mo"= Molybdänanteil bis 1%.
Leider sagt diese Norm nichts über die Festigkeit des Werkstoffs aus, welche aber auch vom Verarbeitungszustand abhängig ist.

Hochlegierte Stähle beginnen in ihrer Bezeichnung mit einem "X", z.B. "X5CrNi18-10".
Sie enthalten min. 10% Legierungselemente. Die Norm bezieht sich ebenfalls auf die Zusammensetzung des Stahls. Im Beispiel "X"= hochlegiert, "5"= 0,05% Kohlenstoff, "Cr[...]18"= 18% Chrom, "Ni[...]10"= 10% Nickel.
Dieser Stahl ist ein austhenitischer, nichtrostender Stahl und der Standardstahl für die Besteckindustrie.

I.A. sind CrMo-Stähle deutlich fester als Baustähle zu ungunsten der Bruchdehnung/des Umformvermögens.
Baustähle werden eigentlich nur im Billigsegment und für robuste Reiserahmen benutzt (letzteres ist Philosophie :D).
 
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