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Verhindern Dichtlippen bei Naben Leichtlauf?

Boffel01

Exilschwabe
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Moinsen!
Mir stellt sich nach Besichtigung mehrerer industriegelagerter Naben und von ein paar System-Laufradsätzen die Frage, ob die mehr oder weniger ausgeprägten Dichtringe und -Lippen einen wirklich leichten Lauf der Naben verhindern? Ich habe bisher halt nur mäßig gedichtete Konuslager bei meinen Laufrädern gehabt; darunter Record und Veloce. Die laufen so dermaßen leicht, dass es mich jetzt regelrecht schockt, wieviel Widerstand so eine "moderne" Nabe hat! Ist das nicht auch ein Punkt, der ein paar Watt saugt? Oder seh ich das zu eng?
 
Das stimmt! Aber liegt dann der Vorteil von teureren Naben (z.B. Record vs. Mirage) nur darin, dass die Laufleistung höher ist? Die laufen doch auch leichter, oder? Ich war einfach nur enttäuscht, dass die industriegelagerten Wunderteile nicht auch superleicht laufen...
 
Am Anfang verhindern Dichtlippenn den Leichtlauf, aber nach 1000 km mit etwas Staub und ohne Wartung sieht da anders aus...:eek:

Ausserdem müssen auch Naben mit Rillenkugellagern:love: eingefahren werden.

mfg
Findus
 
ich habe franz. Uraltnaben "Pelissier" mit Rillenkugellagern, die laufen leichter wie jede heutige Nabe.. ich weis nicht, warum man heute nicht mehr in der Lage ist, solche Naben zu bauen. Da kann man sogar die Lagerpressung/Lagerspiel einstellen und die Lager sind mit Metalldichtungen versehen.. aber vermutlich passen solche Naben nicht mehr in die "Geiz ist geil" Mentalität..

Richtig ist: gerade wenn man nur an der Achse dreht, merkt man ob eine Nabe leicht läuft und wenns nur 0.5% ausmacht, es sind eben 0.5% Vorteil wenn die Naben leichter laufen.. :D
 
da kann ich nichts mehr verbessern, Trikot Verschluss ist immer zu... :D und Trikotverschluß bringt nur 0,2%
 
Ohren anlegen bringt aber nur was, wenn du schneller fährst als der Rückenwind.. :D deshalb sagt man ja auch "Segelohren" :D

alles getestet im Audi-Windkanal..
 
Pave schrieb:
Ohren anlegen bringt aber nur was, wenn du schneller fährst als der Rückenwind.. :D deshalb sagt man ja auch "Segelohren" :D

alles getestet im Audi-Windkanal..

Mist, darüber hätte ich vorher nachdenken sollen ! Könnte auch ein Nachteil sein , gerade hier am Deich !
Aber ich habe mir ja ein RR gekauft, damit ich schneller bin wie der Wind ! :D


Gruß,
Ragnar ;)
 
OK ihr Komiker! Ich frag mich nur, warum ich ein Heidengeld für Indu-Naben hinlegen sollte, wenn ein stinknormales Konuslager leichter läuft, auch eine hohe Laufleistung hat usw. Das Argument, es gäbe Wichtigeres (z.B. Eure Trikotreissverschlüsse), zieht bei mir leider nicht. Ich will nen ordentlichen Gegenwert für meine Kohle und keinen Fashionscheiß, nur weil jetzt alle Indulager bauen.
 
Hallo!

Wie ich schon häufiger geschrieben habe, kann es sich außer Shimano und Campa kaum ein Nabenhersteller leisten, selbst Lager fertigen zu lassen.

Aus diesem Grund greift man dann in die große Grabbelkiste der Industrie.
Natürlich sind diese Lager sehr gut, aber eben nicht für diesen speziellen Einsatz konstruiert und hoffnungslos übergewichtig, Konuslager können leichter sein.

Rillenkugellager sind dafür ausgelegt, während ihrer gesamten Einsatzzeit keinerlei Beachtung zu erfordern, sie sind dersrt gebaut, daß man sie bis zum planmäßigen Tausch nach xxx Stunden vergißt.

Zu diesem Zweck sind die Dichtungen stärker ausgebildet, was, natürlich, auch den Laufwiderstand marginal erhöht.

Aber:
Es gibt bei (Industrie-)Kugellagern zwei Arten der Dichtung:
Mit Deckscheiben ( Z, 2Z ) und
mit Dichtscheiben ( RS, 2RS )
Erstere sehen "höherwertig" aus (Metall), dichten aber nicht gegen Flüssigkeiten und feinen Staub. Letztere (schw. KS-Scheiben) tun dies zwar,erhöhen dafür den Laufwiderstand aber etwas.

Es ist und bleibt Philosophie, für welche Lagerart man sich entscheidet.
Ein regelmäßig gewartetes Recordlager hält bis zur nächsten Eiszeit und zurück, ein korrekt eingebautes 608-2RS auch...
 
es gibt mehrere Arten von Industrielagern: billige aus dem fernen Osten und sehr gute aus der Schweiz, aber die kosten halt das Dreifache... laufen leichter, halten länger und haben weniger Ausschuß... ;) und wer es kann, kann seine Industrielager (Rillenkugellager) auch fetten/ölen...
Die Lager in meinen Pellissier Naben halten schon mehr als 50000km..
 
Einer der renomiertesten Hersteller stammt aus Schweden: SKF
Aber auch INA, FAG u.v.a. stellen Industrielager her.

Die DIN625-608-2RS z.B. beinhaltet dabei nicht nur Maße, sondern auch Höchstspiel, Laufgüte, nominelle Lebensdauer usw.

D.H., daß jedes Lager, welches nach dieser Norm gekauft wird, die selben Bedingungen erfüllen muß!

Zwar gibt es Hochpräzisionslager (stellt jedes Lagerwerk her, nicht nur irgendwelche Schweizer), nur ist deren Güte weit jenseits dessen, was für den Radsport angemessen sein dürfte... Der Preis liegt eben wirklich schnell mal beim 3fachen eines Serienlagers.


Entscheidend für die Lebensdauer einer industriegelagerten Nabe ist vielmehr die Einbausituation der Lager, die leider bei den meisten gängigen Herstellern als unsauber eingestuft werden muß.
Pelissier machte das wohl besser...
 
hatte vor kurzem probs mit den lagern im freilauf meiner hügi hr-nabe. aber erst nach "absolut" wartungsfreien 40tkm. eben nach skf und für 20€ neue geholt, wie neu. der tausch hätte bei dt aber auch nur 25€ gekostet. meine konuslager nehm ich 1 mal im jahr auseinander. saubermachen, fetten, auch wie neu. wenn die laufflächen mal verschlissen sind, kann man andere kugeldurchmesser nehmen. geht auch bei "kugel"gelagerten steuersätzen.
über 100tkm sind so machbar. von gehört, aber so lange hatte ich ne nabe noch nicht. shimano ist geizig. also gleich bei neukauf schon nachfetten und sauber einstellen. campa weiss ich nicht.
s.
 
ich habe ein Innenlager von Campa eingebaut mit Titanachse, da sind mittlerweile über 200.000 km drauf, hat in 4 Rahmen seinen Dienst getan, habe nur alle 2 Jahre die Kugelringe getauscht und regelmäßig 2 x pro Jahr gesäubert und gefettet... :p
 
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