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Über 200 Km - was beachten?

Schnapsidee

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Hallo,
ich will mit zwei Freunden am Sonntag eine Strecke von knapp 220 Km fahren. Wegen der Leistung mache ich mir eigentlich keine Sorgen, aber ich will halt so gut wie möglich in die Strecke reinkommen. Deswegen zwei, drei kurze Fragen:
- sollte ich nicht nur zwei, drei Stunden vor dem "Start" ne ordentliche Portion Nudeln reinschieben, sondern auch schon am Abend vorher? Oder hat das dann am nächsten Tag keinen Effekt mehr?
- bei Strecken bis 150 Km bin ich immer gut mit zwei, drei Bananen unterwegs ausgekommen; lässt sich das so hochrechnen? Fünf, sechs Bananen müssten genügen?
- genügt es, wenn ich den Tag vorher nicht mehr fahre? Oder sollte ich die vorherige Regeneration lieber auf zwei, drei Tage ausdehnen?

Ich weiß schon, solche Fragen lassen sich nur individuell beantworten, aber vielleicht habt Ihr ja sonst ein paar allg. Tipps für die Ausfahrt.
Dangö!
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Also ich würde 2 tage vorher Pause machen und an den beiden Tagen Nudeln essen bzw kohlenhy...

genug essen und trinken alle 15 minuten ein guten schluck aus der Pulle ab 2 stunden jede stunde was essen.

habe bestimmt viel vergessen...
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Sorg einfach dafür, dass Du rechtzeitig Energie nachfüllst, wenn Du unterwegs bist. Statt einen Strunk Bananen kannst Du Dich mit Deinen Freunden ja unterwegs auch in einen Biergarten hocken und da was (gescheites) essen ;) Dann hast Du auch gleich alles, was Du brauchst. Bei ein paar Leutchens kann man auch abwechselnd vorne fahren und Windschatten geben, damit die anderen Energie und Kraft sparen können.

Ich würd mir keine so großen Gedanken machen. Geht das Ding locker an und hört auf euren Körper, dann wird da schon nix schief gehen ;)

Just my 2 cents ...
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Meine Erfahrung:
Lieber am Abend vorher spachteln und nicht übermäßig frühstücken. Mit vollem Magen fährt es sich schlecht. Der Körper ist dann mit Verdauen + Radeln oft doppelt belastet und so kurzfristig bringt das auch wenig.

Lieber öfter mal was kleines essen (Stullen, Bananen, Riegel, Gels) anstatt einer großen Pause. Wenn man am Stück viel isst wird das Weiterfahren nach der Mittagspause zur Qual.

Und ganz wichtig, früh anfangen mit trinken und essen, bevor man Hunger und Durst verspürt, dann ist es oft schon zu spät und nur noch wenig zu retten.

Ich zwinge mich immer bei solchen Touren das zu beherzigen. So bin ich mit meiner Freundin letzten Samstag von Berlin nach Usedom in 7,5 Stunden Fahrzeit + 4 kürzeren Verpflegungspausen a 10 - 20 Minuten gefahren (220 km).

Für die letzte Stunde empfehle ich Cola (mit Zucker!!). Das machen die Profis auch am Ende der Ettappe. Das ist nochmal wie Spiritus im Ofen, hilft aber maximal eine Stunde. Dann geht aber nochmal die Post ab.
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Meine Meinung geht in die gleiche Richtung:

- lieber zwei Tage Pause
- nur Bananen werden meiner Meinung nach nicht reichen. Riegel oder was "Richtiges" sollten besser sein!
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

um deine Fragen wirklich beantworten zu können müsste man mehr über dich wissen. Aber wenn du mit 150km keine Probleme hast, dann sollten dir die 220km auch nicht wirklich was anhaben können.

Ich würde mir keinen großen Kopf machen und die Sache einfach angehen.

Tags vorher kohlenhydratreich essen ist sicher nie falsch - ebenso 2-3h vor dem Start.
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Jetzt schlepp nicht gleich ne ganze Bananenstaude mit Dir rum!

Notfalls kannste immer noch ne Tanke oder nen Kiosk plündern!
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Die Nudelparty am Tag vorher ist total überbewertet. Die Speicher müssen in den Tagen vor dem Highlight gefüllt werden. Ich gehe oft am Tag vorher zu Mcd oder BK. Mir bekommt das sehr gut.
Auf Strecken > 200 km nehme ich ein paar Butterbrote mit. Am liebsten mit Buko oder Nutella. Zuviele Bananen können auf die Verdauung schlagen, ist aber bei jedem anders.
Je höher die Intensität bei solchen Aktionen, desto mehr würde ich in spezielle Sport-Riegel investieren.
Ich versuche immer auf den ersten 50 km extra langsam zu fahren. Danach läuft der Motor umso runder. Gefährlich ist immer, zu überdrehen, das rächt sich dann auf den letzten 30 km.
Ich fühle mich bei langen Touren besser, wenn ich den zweiten Tag vor dem Event pausiere und einen Tag vorher noch mal 2 Stunden fahre.

Viel Spaß bei eurer Tour. :wink2:
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

So lange das keine Tour unter Wettkampfanspruch wird, musst Du gar nichts beachten. Du kannst sogar am Vortag einen 100er absolvieren (halt gemütlich), wenn Dir danach ist. Und die Essgewohnheiten würde ich bestimmt nicht ändern.
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

IMHO ist der Durchschnittsbürger eh so überernährt, dass man nicht auch noch extra füttern muss. 2-3 Bananen, 2 Powerbars, zwei große Flaschen. Sparsam aberregelmäßig etwas (!) essen. Aber nicht ausreichend Geld vergessen, wenn's doch nicht reichen sollte.
Das Ganze gemütlich angehen, hohe Belastungsspitzen unbedingt vermeiden und rollen, rollen, rollen. 7 Stunden fahren ist langweilg, ich hab da meist ein Radio dabei, irgendwann gehen einem da auch die Gesprächsthemen aus :rolleyes: Vllt. Sitzcreme ... nicht verkehrt
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Danke erstmal für die vielen Ansagen.
Vielleicht ist es bei mir auch nur so'n Kopf-Kino, was da abläuft. Dass ich einfach denke, die letzten 70Km zerpflücken mich. Nach 150/160 Km war ich meist schon ziemlich hinüber, habe mein ganzes Fahren dann aber ja auch wirklich der Strecke angepasst. Das kann ich jetzt ja auch machen, erstmal 50Km ganz locker fahren und schauen, wie die Tagesform ist, dann den Rest entsprechend anpassen.
Das mit der Bananenstaude stimmt schon, werde wohl nen Mix aus Bananen/Riegeln/Geld (lecker, 5-Cent-Münzen) mitnehmen.
Da ich nicht gerade über-ernährt bin, muss ich mir schon ne Sonder-Portion vorher reinschieben. Aber McDoof muss ja nicht gerade sein, hm?
Für weitere Vorschläge bin ich natürlich offen, werde mal versuchen, die ganzen Beiträge zu beherzigen und, wenn ich wieder da bin, nochmal Auskunft geben, wie es gelaufen ist...
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Zwischen 150 und 220km liegen deutlich mehr als 70km :rolleyes: Wenn man das das erste Mal macht. Insofern ist Dein Respekt schon angebracht. Panik oder Angst muss aber nicht sein.

Wenn Du 150er-Erfahrung hast, dann kennst Du Deinen Körper ja schon recht gut und dürftest merken, wann Du Essen und Trinken musst. Dann einfach immer 20min vorher Essen und Trinken:cool:

Spaß beiseite...über die größtenteils absolut passenden Tips hinaus:
- Lasst es wirklich gemütlich angehen. das ist schon mal die halbe Miete.
- Wechselt Euch halbwegs regelmäßig ab. Dabei muss nicht jeder gleich lange führen. Wichtig ist, dass man zusammen einen guten Rhytmus findet.
- Kraft sparen: Nach Ampeln etc. nicht hochspurten, sondern kontinuierlich beschleunigen. Das hilft auch den Hintermännern, um im Windschatten zu bleiben. Dasselbe gilt für Autobahnbrücken etc.
- Wenig und kurz pausieren! Wenn Ihr so langsam fahrt, dass Ihr muskelmäßig keine Pausen braucht - dann macht auch keine. Mal kurz stehenbleiben, um ne Banane zu köpfen oder zu pinkeln ist o.k. Aber es stimmt einfach: Wer rastet, der rostet...Falls Ihr zwischendurch doch mal richtig essen wollt - auch o.k. - Aber danach braucht es 10km (bei jedem etwas anders), bis ihr wieder reinkommt.
- In der Gruppe ist es auch nicht verboten, mal ne Zeit nicht durch die Führung zu gehen. Für die Gruppe ist es besser, wenn der Schwächste die letzten 100km nur lutscht, als wenn er den Rhytmus durcheinanderbringt und dann eh irgendwann abfällt.

Ruhig angehen lassen und die Fahrt genießen! Als ich dieses Jahr das erste Mal die 200 auf dem Tacho gesehen habe...:jumping:
Der Schnitt ist übrigens erst mal ganz egal, aber das sollte klar sein.
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Hi,
am Tag zuvor am besten um 400-500 gramm Nudeln essen, viel trinken. Dann am morgen am besten noch einen ekelhaften Trunk zubereiten: Magnesiumtablette mit 2 Prisen Salz. Ansonsten während dem Fahren viel trinken, Bananen allein wären mir zu wenig. Zumindest für die Psyche würd ich mir noch 2 Gels mitnehmen, die bringen schon echt was wenn du fertig bist und vllt noch etwas "festeres" wie ein kleines Brötchen, sonst bekommst zu vllt einen lätschaten Magen durch das ewige Trinken und Breizeugs.
Und halt im Wind schön abwechseln, dann kann nix schiefgehn.
Gruß Max
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Im vergangenen Jahr im Juni ging es mir bei einem Marathon über 220km und 2200Hm schlecht.

Was hatte ich falsch gemacht?

Am Vortag: Im Büro dauerte es länger als geplant; Stress war angesagt. Zuhause direkt aufs Rad und eine hektische Runde von zwei Stunden gedreht. Danach schlechter Appetit. Der Schlaf wollte nicht kommen, ich lag lange wach und lauschte den Stundenschlägen der Dorfkirche.

Am Marathon-Tag: Start um 6 Uhr, 15 Kilometer entfernt. Ich hatte verschlafen. Aus den Federn, in die Kleider, schnell das Rad ins Auto und ab. Kein Frühstück. Am Steuer meine Frau, ich wäre zu nervös gewesen.

Gegen 7.30 Uhr schlug der Start-Stempel auf die Wertungskarte. Zum Glück fanden sich andere Nachzügler, die von weiter auswärts angereist waren.

Bei der ersten Kontrolle kam der Heißhunger. Ich stopfte süßen Kuchen in mich hinein, den ich sonst nie esse.
Die Nachzügler entpuppen sich als sehr gut trainierte Gruppe eines RSV. Es lief gut. Noch.
Bei der zweiten Verpflegung gab es wieder süßen Kuchen.
Nach einem etwa acht Kilometer langen Anstieg und Km110 wartete die Hauptverpflegung. Dort hatte ich zwar Hunger, aber keinen Appetit, bekam nichts mehr runter. Sogar das Trinken fiel schwer.

In der Abfahrt - erstaunlicherweise da - ließ ich die Gruppe ziehen. Es blieb mir keine Wahl. Der Bauch tat weh, die Konzentration war weg. Von da an übte ich viele Kilometer alleine den un-runden Tritt. Der folgende Anstieg wurde zur Qual. Das Wort Spaß kam nicht mehr über meine Lippen.

Trotzdem fuhr ich den Marathon zu Ende. Ich hatte über 9 Stunden Fahrzeit gebraucht, zuzüglich der Pausen und den diversen Aufenthalten hinter den Büschen.
Dabei hätte es ein lockeres Heimspiel werden sollen. Die Strecke deckt sich teilweise mit meinen gewohnten Trainingsrunden.


Gruß,

Bodybuilder
 
AW: Über 200 Km - was beachten?

Da hast du aber auch so ziemlich alles falsch gemacht. Ein Vorteil hats: Die Fehler machst du bestimmt nicht nochmal :)
 
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