• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Neue Vision Metron 45 RS & 60 RS: Angriff auf die Spitze mit Carbonspeichen

Anzeige

Re: Neue Vision Metron 45 RS & 60 RS: Angriff auf die Spitze mit Carbonspeichen
Die Laufräder können, obwohl sie neu sind, nicht mit den Chinesen mithalten: Schwerer, geringere Innenweite und viel teurer.

Breiter, immer breiter ist aber auch nicht der Weisheit/Physik letzter Schluss - nur sagen einem die Chinesen das natürlich nicht, denn damit würden sie ihren USP beschädigen.

Beim Preis der Vision Metron gebe ich Dir allerdings Recht, da bin ich auch raus. Denn wenn es eine Sache gibt, für die den chinesischen LR-Bauern jede Anerkennung gebührt, dann dafür, dass sie Carbonspeichen zur Reife entwickelt haben. Und das zu deutlich erschwinglicheren Preisen als hier.
 
Die Laufräder können, obwohl sie neu sind, nicht mit den Chinesen mithalten: Schwerer, geringere Innenweite und viel teurer. Der einzige Vorteil ist, sich nicht mit Chinesen streiten zu müssen wegen eines Mangels, die im Zweifel einfach "Nein" sagen und man dann nichts mehr machen kann.
Ich gehe mal stark davon aus das diese Felgen auch in China oder Taiwan produziert werden. Sollten sie wirklich Made in USA sein, wären sie ihr Geld noch weniger Wert. Aber klar, eine richtige Marke dazwischen hilft bei Problemen.
Gebe ich EUR 3k aus, kaufe ich mir nicht diese hier, sondern setze noch etwas mehr Geld ein und nehme die Scope Artech.
Nice! Die haben sich einiges überlegt!
Das 3k Segment ist sehr umkämpft. Braucht schon viel Selbstbewusstsein und USP um dort zu punkten.
 
Breiter, immer breiter ist aber auch nicht der Weisheit/Physik letzter Schluss - nur sagen einem die Chinesen das natürlich nicht, denn damit würden sie ihren USP beschädigen.
Diesen "USP" haben die "Chinesen" sicherlich nicht alleine entwickelt. Da waren andere, renommierte Hersteller schneller, würde ich meinen.
"Breit" liegt letztlich im Auge des jeweiligen Betrachters. Für einige ist 23C schon breit, während das für andere immer noch schmal ist. Kommt halt immer auf den Standpunkt an und die individuellen Vorlieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Breitere Reifen / Felgen sind letztlich ja auch keine Erfindung der Rennradbranche. Der Trend zu "breiter" hat sich schon beim MTB vor mindestens 10 Jahren (oder sogar noch länger?) entwickelt. Standard war früher bei den Reifen 2,1 / heute 2,4. Felgen früher 19 - 21 mm / heute gerne 30 mm.
Mit dem Einzug der Scheibenbremse beim RR besteht zumindest auch hier die Möglichkeit Richtung breiter (für diejenigen, die das mögen und als sinnvoll erachten). Mit Felgenbremse wäre das technisch so gar nicht ohne weiteres darstellbar.
 
Diesen "USP" aben die "Chinesen" sicherlich nicht alleine entwickelt. Da waren andere, renommierte Hersteller schneller, würde ich meinen.

Die betreiben Breite aber nicht einfach zum Selbstzweck (ENVE, Reserve), und manche (Zipp) sind damit ja auch wortwörtlich auf die Nase gefallen. Etwas verklausuliert, aber im Grunde unumwunden, wird zugegeben, dass die 25er Maulweite letztlich auf Allroad-Fähigkeit abzielt und dafür bewusst ein gewisses Maß an Aero-Performance geopfert wird (zu besichtigen z.B. im Tour-Test der Cannondale SuperSix Evo Hi-Mod & Lab71). Nicht umsonst werden die tieferen Modelle mit >60mm dann wieder schmaler, ebenso die dezidierten Leichtbau-LR (ENVE SES 2.3, Reserve 34|37 TA).

Für den Renneinsatz auf der Straße (einschl. nicht nagelneuem Asphalt) sind 21-23mm ziemlich optimal, würde ich meinen. TT und Triathlon könnte auch mit 19 und 20mm gut (womöglich besser?) funktionieren. Mehr als 23mm dürfte man nur bei häufigen Fahrten auf Kopfsteinpflaster oder unbefestigten Belägen wirklich brauchen. Dafür sind diese Vision LR aber ausdrücklich nicht vorgesehen - warum also die Nachteile (Gewicht, Aero) in Kauf nehmen?
 
Zuletzt bearbeitet:
- warum also die Nachteile (Gewicht, Aero) in Kauf nehmen?
Gewicht muss man sich immer im Detail anschauen. Breitere Felge bedeutet nicht automatisch schwerer als eine Schmalere.
Beim Vergleich von Laufradgewichten unterschiedlicher Hersteller müssen dann ja auch noch die Naben und Speichen (Anzahl / Material) betrachtet werden. Leichte Naben sind prinzipiell nicht schlecht, machen aber in punkto Beschleunigungsverhalten keinen so großen Unterschied im Gegensatz zu den Felgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die betreiben Breite aber nicht einfach zum Selbstzweck (ENVE, Reserve), und manche (Zipp) sind damit ja auch wortwörtlich auf die Nase gefallen. Etwas verklausuliert, aber im Grunde unumwunden, wird zugegeben, dass die 25er Maulweite letztlich auf Allroad-Fähigkeit abzielt und dafür bewusst ein gewisses Maß an Aero-Performance geopfert wird (zu besichtigen z.B. im Tour-Test der Cannondale SuperSix Evo Hi-Mod & Lab71). Nicht umsonst werden die tieferen Modelle mit >60mm dann wieder schmaler, ebenso die dezidierten Leichtbau-LR (ENVE SES 2.3, Reserve 34|37 TA).

Für den Renneinsatz auf der Straße (einschl. nicht nagelneuem Asphalt) sind 21-23mm ziemlich optimal, würde ich meinen. TT und Triathlon könnte auch mit 19 und 20mm gut (womöglich besser?) funktionieren. Mehr als 23mm dürfte man nur bei häufigen Fahrten auf Kopfsteinpflaster oder unbefestigten Belägen wirklich brauchen. Dafür sind diese Vision LR aber ausdrücklich nicht vorgesehen - warum also die Nachteile (Gewicht, Aero) in Kauf nehmen?
Die Nachteile der z.B. ENVE Spezifikationen mit Maulweite von 25mm scheint einem gewissen Pro-Tour Team wohl nicht zu jucken und wären sie damit nicht erfolgreich, würde ENVE die Dinger sicherlich aus dem Programm nehmen. Gilt übrigens auch für das Team, die die Reserve verwenden. Und beide Teams fahren nicht immer mit Berg-LRS durch die Gegend.
 
Verdrehschutz für Carbon Speichen, damit beim zentrieren nichts zerbersten kann.🤣🙈
Über 3000 Scheine, da wird wohl 1 Speiche was um die 24-30€ kosten.

Echt Schlimm, wie sich der Systemlaufradmarkt enwickelt!
Custom Naben und Speichen, wo man hinschaut und wenn eine 1,4g leichte Speichen bricht, steht man da und kann nichts reparieren. Viel Spaß beim nachbestellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Newmen würde ich jetz nicht als gutes Beispiel sehen, wenn man sich die Historie von deren Naben und Laufrädern anschaut:
  • Erst einstellbare Lager, dann wieder verworfen wg. zu vielen Beschwerden
  • Erst Zahnscheibenfreilauf, dann wieder Sperrklinken
  • Felgenbreite von 21c zurück auf 18c, während alle anderen mind. 20c hatten
Vor allem hatten die es wohl aus kostengruenden gemacht, Klinken sind einfach billiger in der Fertigung
 
Ich glaube, damit ein aerodynamisch sauberer Übergang zw. Reifen und Felge am Felgenrand entstehen kann (Zipp Philosophie), müssen Innenmaulweite und Reifenbreite zwangsläufig derart nah beieinander liegen, dass die ETRTO mahnend den Zeigefinger hebt. Für TT und Triathlon kann man dieses Risiko wahrscheinlich sogar bewusst als überschaubar eingehen.

Die meisten aerodynamisch guten LR für den Renneinsatz dürften aber eher eine mildere Form des Konzepts verfolgen, das DT Swiss mit ihren neuen Gravel-Laufrädern auf die Spitze treibt:

Anhang anzeigen 1595223

Also akzeptieren, dass der Reifen/Felgen-Übergang eine Ablöseblase verursacht und durch ein breites Profil an geeigneter Stelle stromab dafür sorgen, dass sich die Strömung wieder anlegt und von der Kontur geführt wird. Ein Reifen wie der Aero 111 dürfte dabei helfen, indem er die Blase so klein wie möglich hält.

Für einen Straßen LRS, der mit einem breiten (see what I did there?) Range an Reifengrößen gute Aero-Eigenschaften liefern soll, ist der Ansatz von Vision m.E. ein guter. Wird ja auch von (wie Du schon erwähnt hast) DT und besonders erfolgreich Bontrager angewendet.

Ansonsten, ja das A in Cd*A ist auch nicht zu unterschätzen (mein Kritikpunkt an Reserve, wobei die schon nicht schlecht sind) :)
Schön das du bontrager erwähnst. Genau die bauen es nämlich nicht so und erreichen damit extrem unspektakulär extrem schnelle und laufruhige Laufräder.

Der 111 Reifen rollt so mies, das den kein ernsthafter Zeitfahrer benutzen will.
 
Rein aerodynamisch betrachtet, wird der schmalere Reifen wahrscheinlich auch immer besser sein. Was den Komfort betrifft, sollte breiter tendenziell besser sein (vorausgesetzt der Luftdruck ist entsprechend gewählt). Was bei breiteren Reifen die Aerodynamik betrifft, wird der Nachteil gegenüber schmaleren Reifen nur dadurch reduziert, wenn es einen "sauberen" Übergang (also ohne Wulst / ohne Überstehen) vom Reifen zur Felge gibt, so auch mein Verständnis. Demzufolge wäre der hier vorgestellten LRS mit 23C und den Haken für 28er Reifen und breiter aerodynamisch eher suboptimal (ob dieser Nachteil auch wirklich "erfahrbar" ist, steht auf einem anderen Blatt).
Screenshot_20250326_063654_Chrome.jpg😬
 
Zurück