Das SR Rheingold hatte ich schon lange auf meiner Wunschliste, und von Do 8.8. bis Sa 10.8. habe ich es mir jetzt erfüllt.
(Fast) Alles was hier geschrieben wurde möchte und kann ich unterstützen:
Tolle Strecke, guter Track und damit gute Vorbereitung. Deutsche Mittelgebirge satt.
Ein Hinweis, für die die vielleicht in den nächsten Wochen noch fahren wollen:
Nach Thalfang geht es über die L150, die Abfahrt ab der L150 bis Berglicht wird komplett neu gemacht. Bei mir hatten sie gerade begonnen, den Belag plus Aufbau vor Berglicht komplett aus zu bauen, so konnte ich zum Feldweg die Böschung runter und nach 100m war ich wieder auf der Straße. Doch das wird die nächsten Wochen komplett ausgebaut, zudem sehen Bauarbeiter das queren einer Baustelle an Werktagen inzwischen nicht mehr so locker. Ich konnte auf die schnelle keinen Begleitweg oder ähnliches sehen. Die ausgeschilderte Umleitung (für PKW) scheint sehr weiträumig.
Zur Verpflegung: Der Imbiss auf dem Großen Feldberg hat für manche Kultstatus - für mich na ja. Im Anstieg in Oberreifenberg gibt es nach dem knackigen Anstieg einen kleinen Konditor&Bäcker Waldschmitt, der eigene Kuchen bäckt (und sehr faire Preise auch für Getränke hat). Wer zu den Öffnungszeiten vorbei kommt, kann da etwas mitnehmen auf den Gipfel. (Hilft vielleicht auch das letzte Geschäft in Oberreifenberg zu erhalten)
Sehr schnell will und kann ich nicht mehr nur Bäcker oder Tanke, deshalb sind für mich Supermärkte wichtig. Dazu hier die Hinweise: In Thalfang gibt es direkt an der Strecke einen Wasgau in Großlittgen nicht nur einen Bäcker, sondern auch Supermärkte und in Geroldstein nach der Bahnlinie im Kreisel einfach eine Ausfahrt weiter und durch den nächsten Kreisel, da sind auch Supermärkte.
Nicht bestätigen kann ich die Aussage: "Alle Steigungen sind gut fahrbar."
Von Nieder- nach Oberreifenberg den Burgweg, ok wers braucht - geht außenrum mit 200m mehr und ohne Gewürge, auch der Einstieg in Bingen ist noch fahrbar. Was für mich gar nicht geht ist der Anstieg zum Turm auf der Hohen Acht. Insbesondere der letzte Anstieg vom Rastplatz/Schild "Naturpark Hohe Acht", und auch zu Fuß mit Klickpedalen die überstehen (Rennrad) gefährlich und für mich unnötig. Der Turm ist von neuzeitlichen Vandalen aufgebrochen worden und trostlos, bis zum letzten Schild ist absolut ausreichend.
Die Abfahrt zur Burg Eltz - die man dann wieder hoch muss ist für mich auch nicht ok. Es werden drei Schilder "Fahrrad verboten" überfahren, oder man läuft 500m hin und zurück. Beim Rückaufstieg habe ich mir Kette und Ritzelpaket ruiniert, was mich im Aufstieg von der Mosel am nächsten Tag über 2h Reparatur und Frust gekostet hat.
Ich werde das SR sicher nochmal fahren, die Landschaft und Strecke ist wirklich traumhaft, doch wenn die zwei Kontrollen so drin bleiben, ohne Karte und Homologation. SR heißt für mich 600km und 10.000hm mit dem Renn-Randonneur-Rad und nicht mind. 3x Knie- und Bandscheiben-Quetschung ein paar Cross-Einlagen. Ich bin da ein vielleicht bisschen altmodisch, für mich muss es auf einem Brevet rollen, Wer Gravel fahren will, darf das gerne tun, aber dafür gibt es genug andere Veranstaltungen.
Danke an Felix für die Strecke und die Arbeit mit uns Randonneuen.
In diesem Sinne - bleibt gesund und habt immer ausreichend
Werkzeug dabei.