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Welches Notfallarmband

Hallo Tombow,

Möchte das Thema aus einer anderen Seite "beleuchten", nämlich, welche Daten für den Rettungsdienst/Notarzt/Notaufnahme sinnvoll sind. Könnte sein, daß einem die Liste, bzw. die Einstufung nach Wichtigkeit seltsam vorkommt, spiegelt aber eher den Ablauf und die Bedeutung der Daten in der Akutsituation wieder (Erfahrung aus unzähligen Tagen Notaufnahme/Notfallambulanz):
Mich würd' interessieren, ob im Falle eines Unfalls (nicht Exitus) überhaupt nach solchen Listen/Einträgen in Handys/Helmen usw geschaut bzw gesucht wird?
Ich nahm bislang an, dass das einen Notfallarzt erstmal nicht interessiert, was irgendwo steht, dessen Wahrheitsgehalt er nicht kennt.
Bitte nicht falschverstehen - ich weiß es halt nicht besser und hätte gern darüber Auskunft.

MfG
KLR
 
Hallo KLR,

Mich würd' interessieren, ob im Falle eines Unfalls (nicht Exitus) überhaupt nach solchen Listen/Einträgen in Handys/Helmen usw geschaut bzw gesucht wird?
Kommt auf die Akutsituation und auf die Auffindbarkeit des Armbandes/Kapsel/Sticker an. Wenn der Zustand des verunfallten so schwer ist, daß eine Sofortversorgung erfolgen muß, dann geht das natürlich vor. Aber spätestens beim Eintreffen ins Krhs/Vorbereitung einer OP werden solche Daten relevant.

Danach gesucht wird schon. In der Regel ist bei solchen (Un)fällen die Polizei oder der Rettungsdienst mit mehreren Personen (mind. 2 - RTW-Besatzung, dazu noch 2 Polizisten (Streifenwagen)) noch vor dem Notarzt am Ort, da wird auch neben der Erstversorgung danach geschaut. Hier spielt auch die Auffindbarkeit der Daten eine Rolle - sollte es entsprechend gekennzeichnet sein (Farbe, Aufschrift) und am Körper getragen werden, wird es so schnell es geht geöffnet und in Augenschein genommen. Sonst werden die Sachen einfach mitgenommen und in der Notaufnahme "durchsucht".

Ich nahm bislang an, dass das einen Notfallarzt erstmal nicht interessiert, was irgendwo steht, dessen Wahrheitsgehalt er nicht kennt.
Als Rettungsassistent, Notarzt und (spätestens) als diensthabender Arzt in der Notaufnahme ist man dankbar für jeden Hinweis.
 
Da sagen meine Bekannten aus diesem Metier ganz eindeutig: Erstversorgung erfolgt immer schnell. Hat der Verunfallte nichts um den Hals hängen und evtl !!!!! nichts am Handgelenk wird nach Standards verfahren. Die Ersthelfer interessiert sowas gar nicht. Erst in der Sekundärversorgung (Rettungswagen/Krkhs) besteht uU die Zeit sich um solche Sachen zu kümmern.
Blutkonserven bekommt sowieso niemand am Unfallort.
 
Hallo Henrygun,
Da sagen meine Bekannten aus diesem Metier ganz eindeutig: Erstversorgung erfolgt immer schnell. Hat der Verunfallte nichts um den Hals hängen und evtl !!!!! nichts am Handgelenk wird nach Standards verfahren. Die Ersthelfer interessiert sowas gar nicht. Erst in der Sekundärversorgung (Rettungswagen/Krkhs) besteht uU die Zeit sich um solche Sachen zu kümmern.
Blutkonserven bekommt sowieso niemand am Unfallort.
So hatte ich mir das bislang auch vorgestellt...

MfG
KLR
 
Hallo Henrygun,

So hatte ich mir das bislang auch vorgestellt...

MfG
KLR

Ich habe PA, Kassenkarte kopiert und ausgedruckt (auf 50% verkleinert)
und Zettel mit Kontaktadresse, Blutgruppe, Allergiehinweis (auf gleiche Größe). Das Ganze schön einlaminiert und in der Trikottasche oder Satteltasche (je nachdem) immer bei mir. (Ist somit alles auf einem Kärtchen. Entspricht so in etwa 150% der Größe des Original-PA.)
Damit sind alle wichtigen Daten schnell erfügbar. Selbst bei einer Verkehrskontrolle reichte das den Ordnungshütern.
Im Notfall reichen die Daten. Da braucht es die Originaldokumente erstmal nicht. Und dank Paßbild auf der Kopie, ist eine Verwechslung weitgehend ausgeschlossen. (Solange mein Gesicht im Wesentlichen noch erhalten ist.) ;)
 
Meine Frau war so freundlich und hat mir schon einmal ein Bild gemailt, da diese Notfall-Teile heute zuhause angekommen sind.

Es gibt sie also wirklich!!

Foto.JPG

Anhand des Lieferscheins bzw. des DIN A4-Blatts kann man in etwa abschätzen, wie groß die Dinger wohl sind.
 
Also ich nehme immer meinen Personalausweis mit. Das sollte wohl reichen. Auch auf die Gefahr hin, den zu verlieren, aber bisher war das nicht der Fall. Auch nicht auf wilden Passabfahrten ;)
 
Den Personalausweis oder die Krankenversichertenkarte hat man ja auch eigentlich dabei. Die Frage ist eben, ob es eine Notfallsituation geben kann, in der es Sinn macht bestimmte Informationen parat zu haben. Vor allem für den Fall, dass man selber keine Auskunft geben kann.

Diese leuchtenden Notfall-ID´s sind auf jeden Fall 8,5 cm lang und 2 cm breit, etwas flexibel und besitzen einen wasserfesten zusammengefalteten Zettel zum Beschriften. Wenn man nun einen Folienstift mit feiner Mine besitzt (ich muss mir so ein Ding noch besorgen :mad: ) bekommt man sicherlich alle wichtigen Informationen zusammen.
 
gescannte Kopie des Persos, beidseitig. Auf der Rückseite der Kopie sind zusätzlich Blutgruppe und Notfall-Telnr aufgedruckt, das alles einlaminiert in der Satteltasche.
Man braucht unterwegs weder einen originalen Pers-Ausweis noch seine Krankenkassenkarte, denn man MUSS behandelt werden. Die Krk-kasse spielt dabei keinerlei Rolle. Das sind alles Dinge die im nachhinein mit Angehörigen geklärt werden müssen.
 
ich halte die Dinge durchaus für überbewertet und teile die Ansicht derer, die eine Kopie des Ausweises in der Satteltasche für ausreichend halten.
Einige werden wissen, dass hinter mir eine solche Situation liegt. Meine persönliche Erfahrung: bei schwersten Verletzungen wird das alles ziemlich unwichtig. Ich selbst bin trotz sieben gebrochener Wirbel für Rettungsteam und Notarzt ansprechbar gewesen, man hat auch länger mit mir gesprochen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie ist das ganze passiert und mit welchen Verletzungen ist deswegen zu rechnen.
Aber es hat mich niemand nach Blutgruppe oder Allergien gefragt, ich hatte schon den Eindruck, dass es wichtigeres zu tun gab als solche Dinge abzuklären.
Ich denke auch, dass man die Medikamente für schwere medizinische Notfälle nicht alltäglich verabreicht bekommt, so dass eventuell bestehende Allergien wahrscheinlich noch unbekannt sein werden.
Postoperativ bekam ich drei Tage lang vier verschiedene Antibiotika per Tropf. Auf das in der grünen Flasche wurde es mir furchtbar schlecht, ich bekam es trotzdem ein zweites und auch ein drittes Mal. Man ist da durchaus nicht zimperlich, wahrscheinlich muss man gewisse Risiken in kauf nehmen, um noch schlimmere Risiken nicht eingehen zu müssen.
Nichts desto trotz, wenn sich jemand mit Notfallkapsel oder Notfallarmband wohler fühlt, so spricht nichts gegen deren Verwendung. An einem tatsächlichen Nutzen im Notfall habe ich erheblichen Zweifel.
Allzeit unfallfreie Fahrt, auf dass nie jemand so ein Teil brauchen könnte.

Thommy
 
Ich selbst habe fast täglich mit verunfallten zum Teil polytraumatisierten Menschen zu tun.
Erfahrungsgemäß ist es für die Erstversorgung vollkommen egal welche Blutgruppe oder welche Allergien man hat, bzw. welche Medikamente man regelmäßig einnimmt. Wenns hart auf hart kommt zählt es einzig und allein einen suffizienten Kreislauf zu erhalten um weitere Schädigungen an anderen Organen zu vermeiden.
Beim daraufhin folgenden Polytraumacheck im dafür vorgesehen Krankenhaus wird man als verunfallter von sämtlichen Fachrichtungen ärztlicherseits zugleich behandelt und die wichtigsten "Schäden" am Körper der Reihenfolge nach abgearbeitet.
 
ich halte die Dinge durchaus für überbewertet und teile die Ansicht derer, die eine Kopie des Ausweises in der Satteltasche für ausreichend halten.
Einige werden wissen, dass hinter mir eine solche Situation liegt. Meine persönliche Erfahrung: bei schwersten Verletzungen wird das alles ziemlich unwichtig. Ich selbst bin trotz sieben gebrochener Wirbel für Rettungsteam und Notarzt ansprechbar gewesen, man hat auch länger mit mir gesprochen, um sich ein Bild davon machen zu können, wie ist das ganze passiert und mit welchen Verletzungen ist deswegen zu rechnen.
Aber es hat mich niemand nach Blutgruppe oder Allergien gefragt, ich hatte schon den Eindruck, dass es wichtigeres zu tun gab als solche Dinge abzuklären.

Soweit richtig. Nur, wenn ich schon den PA kopiere, macht es kaum etwas aus, die Kassenkarte mitzukopieren. Außerdem schadet es nicht, eine Kontaktperson zu benennen. Und wenn Allergien bekannt sind, schadet es ebenfalls nicht, diese anzugeben.
Nicht immer hat man das Glück, noch ansprechbar zu sein, oder gar vernünftige Angaben machen zu können.
Da ist das Personal manchmal schon ganz glücklich, jemanden befragen zu können, der etwas mehr wissen könnte. (Nicht unbedingt die Rettungskräfte, aber u.U. die Weiterbehandelnden.)

Die Blutgruppe anzugeben, ist maximal ein netter Zusatz. Die muß aber ohnehin vor Transfusionen bestimmt werden.

PS. Übrigens Kassenkarte deswegen, weil so Vorerkrankungen leichter recherchierbar sind. (Man kommt ja nicht unbedingt ins Heimatkrankenhaus.)
Was ebenfalls nicht ganz unwichtig ist: Medikamentenplan mitführen, so man dauerhaft Medikamente einnimmt. Das verhindert u.U. so manche Folgekomplikationen.

Richtig ist, wenn man eine Satteltasche am Rad hat, und beim Fahrer nichts gefunden wird, dann wird auch dort nachgesehen. Egal, ob nun Rettungskräfte oder Polizei nachschauen.
 
Soweit so gut, aber ich bin der Überzeugung das man auch ein bis zwei Kontaktpersonen für den schlimmsten aller Fälle kenntlich machen sollte.
Ich habe das dieses Jahr leider erleben müssen was passiert wenn dies nicht der Fall ist, und glaubt mir dies war alles andere als schön.
 
Ich habe mir die wichtigsten Daten, inkl. Kontaktpersonen, auf einen Zettel gedruckt und einlamminiert. Gerade wegen meiner Gerinnungsstörung finde ich das schon mehr als wichtig.
 
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