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Angst vor dem eigenen Selbst?!

Das kann man in einer Sitzung beheben.
Ich kann das mit Dir in einer Seance erreichen indem ich Deinen Fokus in Zwift ändere.
Ach, ich mach das jetzt mal ohne Rechnung.

"Setz Dich an deinen Computer.
In einer entspannten Haltung, führe nun folgende Schritte gewissenhaft aus.
Sei ohne Ehrgeiz aber mit Fokus auf dem gelingenden Selbst.
Starte Zwift und warte ab. Augen geöffnet.
Denke nicht an überhöhten Ehrgeiz sondern lass Dein geschultes Auge zielhaft wandern.
Betrachte das erscheinende Bild.
Anhang anzeigen 1582082
Wie wäre es einmal mitten in der Fahrt einfach die Reverse Taste zu drücken und den Berg kurz vor dem Ziel wieder abzufahren?
Ein kühner Gedanke.
Oder einfach seine Einstellung radikal zu überprüfen und ggf. zu ändern.
Du bist nun in Zwift,
du siehst den Startbbildschirm mit all den Aufgaben.
Du siehst, wie Zwift Deinen Ehrgeiz ködern möchte.
For You, Challenges, 24/7 Group Rides.
Lass sie einfach hinter Dir und schau durch sie durch bis auf die grüne Wiese einer wunderschönen Berglandschaft.
Du wirst leicht, du wirst stark, du wirst sicher.
Lass Deinen Blick nun nach rechts oben auf einen orangen Kreis wandern.
Wie sieht er aus. Ist er halb gefüllt oder eher voll!
Lass ihn einfach so wie er ist, er ist o.k.
Drücke den orangen Kreis mit deinem Cursor
Sei mutig, sei entschlossen und prüfe deine Einstellungen.
Was war falsch, obwohl dein Selbst es einfach so hingenommen hat?
Drücke mit dem Cursor nun deine Einstellungen, wenn Du englisch bist dann press "My settings".
Deine Settings gehören Dir.
Du bist da, Es ist hier.
Es ist ungezügelt, es muss weg.
Es hat viele Namen, doch hier nur einen.
Segment Holo Replay.
Gehe nun noch einen Schritt weiter.
Klicke sanft, aber bestimmt, auf das blaue Feld weiter rechts und aktivere "OFF"
Presse nun ok. Das ist völlig in Ordnung.
Auch Du bist in Ordnung.
So.
Nun gehe wieder zurück.
Beende Zwift. Du kannst nun aufwachen.
Dein Selbst wird dich nie wieder überholen."

Weniger Esoterik, weniger Nachdenken & Selbstreflektion, mehr Treten und freuen, wenn man sein Trainingsziel erreicht hat. Wenn dann dabei noch ab und an mal eine Bestzeit rauskommt, umso besser.. Fertig.

:)
 
Also mal ganz allgemein ein Lob an das gesamte Forum hier: Ihr seid echt super drauf, mit das beste Forum, an dem ich bisher teilnehmen durfte und das meine ich ehrlich! :)👍

Ich wollte das mal unterschreiben! Meine Erfahrung in einem anderem Forum mit Radthema war eigentlich, das Radfahren, vorsichtig gesagt, komisch macht ;)

Aber zum Thema, vielen Dank @Vito Leone , für Deinen ausführlichen Beitrag! Ich war schon kurz davor in unser "Equipe" anzuklopfen, die veranstalten jedes Jahr zwei kleine RTF Graveltouren. Aber da war ich krank, der Februar ist einfach nicht mein Monat :/ Aber ich gebe den Leuten eine Chance, vielen Dank fürs Aufmuntern :)
Ich wollte noch einen Beitrag aus einer anderen Perspektive bringen und zwar, ich hab gerade über meinen sportlichen Werdegang nachgedacht.
Und dieser ist nämlich verdammt kurz. Das bedeutet, ambitioniertes, oder sagen wir mal, engagiertes Radfahren tue ich nämlich erst seit jetzt fast auf den Tag genau zwei Jahre.

Eingestiegen bin ich 2021, jetzt gar nicht wegen Corona oder einer Midlifecrisis oder ähnlichem, sondern weil ich schlichtweg überhaupt keinen Bock mehr hatte im Auto zu sitzen und zu pendeln. Nase voll vom Auto. Getriggert hat mich ein etwas älterer Herr, den ich vorher schon monatelang beobachtet habe, wie der jeden Tag, bei jedem Wetter morgens da langradelte und ich saß da fett eingepackt im Auto, an der Ampel und hatte schlechte Laune.
Na ja, und irgendwann morgens, ich meine es war im Mai, wachte ich morgens viel zu früh auf und bin einfach losgefahren. Und auf dem Weg fast gestorben, meine Kondition war bei exakt: ZERO
Ich bin beim Radfahren geblieben, aber die Leidenschaft wie heute, hatte ich bei weitem noch nicht. Der Grund dafür, aufgrund von echt schweren, privaten Herausforderungen bin ich super schlecht mit mir umgegangen. Ich hatte 30 Kilo mehr drauf, ja, es hat sich auch ein Alkoholproblem eingeschlichen und ich stand so ziemlich an der Klippe mich völlig zu vernichten und möglicherweise alles zu verlieren oder.......na ja, ich mochte dennoch Radfahren.

Jetzt vor nahezu exakt 2 Jahren hab ich die Reissleine gezogen. Ich lebe seitdem sehr glücklich komplett nüchtern, ernähre mich deutlich gesünder und habe Sport, und vorallem das Radfahren, als meine Lieblingsbeschäftigung etabliert.
Ich habe also sportlich bei 0 angefangen und kenne von daher das Gefühl nicht, wie es ist, an Leistung zu verlieren. Weil ich immer noch in dem Stadium bin, Leistung oder besser Kondition aufzubauen.

Aber, ich habe in dem ganzen Prozess auch mit Problemen zu kämpfen, die wo immer auch herkommt: Nachher MRT wegen eines Schulterimpeachments links, Golferarm rechts, Tibialis Schmerzen im Fussgelenk von fehlgeschlagenen Joggingversuchen. Ein Körper, der sich nie großartig bewegt hat, reagiert nicht so mit Freude, wenn man in die vollen geht. Das jahrelange Nichtstun rächt sich also.

Aber in dem Momenten, wenn mir das voll auf den Zeiger geht, guck ich mir meinen Onkel an. Der hat ebenfalls mit ungefähr 40 angefangen, RR zu fahren. Der Gute ist jetzt 84, war gerade im Trainingslager - ich meine auf Teneriffa - und plant auch dieses Jahr wieder X Alpenpässe hoch- und runterzukurbeln. Wenn der stirbt, wird er mit RR unter dem Hintern begraben.
Und das nehme ich mir als Vorbild. Ich hab noch soviel Bock drauf, auf dem Rad gute Zeiten zu erleben weil´s Rad eigentlich so unheimlich rudimentär ist. Steinalte Technik. Ob Carbon oder Stahl, egal. Das Prinzip ist das gleiche.
Ich genieße so dermaßen die Weite, die man mit dem Rad erreichen kann, den Wind im Gesicht, wie der Körper arbeitet, wie man sich spürt und man so herrlich den Kopf freigeblasen bekommt. Und ehrlich gesagt will ich dieses Gefühl nicht auf´s Spiel setzen.
Und das ist auch so ein Grund @Vito Leone, warum ich zaudere, mich Gruppen anzuschließen, weil ich so eine sehr romantische Art des Radfahrens für mich etablieren konnte. Ich hab irgendwie Schiss, mich ggf. zu frusten. Weil mir die Zeit auf dem Rad viel bringt, egal ob ich nun langsam fahre oder gerne auch mal sehr schnell. Aber ich tue den Gruppen bestimmt auch unrecht.

Und diese romantische Art aufs Rad zu gucken, dass ist eigentlich der Blickwinkel, den ich vermitteln möchte. Wenn ich hier so querlese, dann hab ich doch öfters das Gefühl, dass das RR fahren und das Training für ein paar Leute ein Kampf gegen das Altern ist. Oder vielleicht auch ein Kampf mit sich selber. Na ja, oder halt auch die Fortsetzung der powerhaften Lebensweise. Das ist ja auch alles okay. Aber wenn sich Unzufriedenheit einstellt, bei etwas, was eigentlich Spaß machen soll, zum Spaß da ist, dann finde ich, sollte man mal in sich gucken und fragen, was ist eigentlich der wirkliche Grund meiner Unzufriedenheit.

Deswegen, das ist so mein Ausblick oder meine Erzählung von jemanden, dem das Radfahren quasi "zurück ins Leben" gebracht hat. Und ich denke, es gibt noch sehr sehr viele Herausforderungen, die man damit erleben kann. Man muss sich aber vielleicht nur den neuen Stärken bewusst werden und nicht den alten hinterher trauern.
 
Ganz genau. Plakatives Beispiel: Die bei Strava mitlaufende "Fitness"-Kurve. Zwischen dem Sommer-Hochwert und dem Winter-Tiefstwert ist bei mir immer ein krasser Unterschied, der Wert beträgt tatsächlich gut die Hälfte. Wie ich diesen Wert hasse! Also, nicht den Sommerwert, den hätte ich gerne durchgehend...
Wenn Du den Sommerwert durchgehend hättest, würdest Du immer den gleichen Trainingsaufwand betreiben, und den ungefähr gleichen Reiz erzeugen. Das würde unweigerlich dazu führen, dass Du (gemessen an Deinen Möglichkeiten) zwar immer in ganz passabler, aber nie in für Dich sehr, sehr guter Form wärst. Anders gesagt: Top-Form immer Sommer ist nur zu haben, wenn man irgendwann mal weniger und weniger hart trainiert (und damit auch Leistung einbüßt), um so Raum zu schaffen, um den Trainingsreiz wieder steigern zu können, denn nur so lässt sich das trainingsmethodische Grundprinzip der progressiven Belastungssteigerung umsetzen.

Das Schwierige und für mich nach wie vor ungelöste Probleme dabei ist freilich, den Punkt zu finden, bei dem man im Winter gerade soviel weniger macht, um eine optimale Belastungssteigerung im Verlauf der Saison zu ermöglichen, aber dabei auch nicht unnötig viel Form aufzugeben.
 
..zwar immer in ganz passabler, aber nie in für Dich sehr, sehr guter Form wärst. Anders gesagt: Top-Form immer Sommer ist nur zu haben, wenn man irgendwann mal weniger und weniger hart trainiert (und damit auch Leistung einbüßt), um so Raum zu schaffen, um den Trainingsreiz wieder steigern zu können, denn nur so lässt sich das trainingsmethodische Grundprinzip der progressiven Belastungssteigerung umsetzen.

Nun waren wir hier gerade auf einem harmonischen, wohligen Weg in die eigene Selbstzufriedenheit ohne Leistungsdruck.. da kommt Pjotr, der alte Schleifer daher, und verlangt Bestleistungen, die uns allesamt wieder in den Sport-Burnout führen! :D

Schnell ablenken, davon..

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Ich wollte noch einmal rausarbeiten, mein Beitrag soll jetzt kein Aufruf sein nur noch spazieren zu fahren. Also bitte nicht so verstehen. Ich trainiere ja selber mehr oder weniger strukturiert und habe auch echt Bock dazu mich zu fordern, freue mich über Fortschritte und habe auch gewisse Ziele. Dazu hab ich mir einen Paincave eingerichtet, mache regelmäßig Athletiktraining und Yoga als Ausgleich. Mein Trainingspensum pro Woche liegt auch in guten Zeiten bei bis zu 12 Stunden, was ich jetzt bei meiner Arbeitsbelastung und Familie relativ viel finde.
Ich mach das Ganze aber ganz klar dezidiert für mich, damit es mir gut tut und stelle vor allem meine Gesundheit nach ganz vorne. Der Sport ist mein Ausgleich, mein Anker, meine "Me-Time", meine Freizeit und mein Spaß und Leidenschaft. Und das sollen genau so bleiben und das auch möglichst lange.

Mein Ziel ist einfach, um das mal runterzubrechen, lange ein fitter Kerl zu bleiben / werden. Und die letzten zwei Jahre, das sag ich in der Tat mit ein wenig stolz, haben da nen ganz ansehnlichen Kerl hervorgebracht. Solche Dinge aber wie jetzt extra hart abnehmen, damit ich ordentlich Watt pro Kilo trete oder so, kommen mir nicht ins Haus. Oder extra viel Gewicht bei den Kniebeugen zu drücken oder 100te Kilo beim Kreuzheben wuchten.Das tut mir und meinem Kopf nicht gut, ich hab mal kurz den Spleen gehabt, ne, dafür bin ich zu alt ;)
 
Ich wollte noch einmal rausarbeiten, mein Beitrag soll jetzt kein Aufruf sein nur noch spazieren zu fahren. Also bitte nicht so verstehen.

Haben wir nicht. Auch mein Beitrag diente eigentlich nur dazu, andere zu animieren, weniger zu tun, damit ich schwächere Gegner auf den Strava-Segmenten habe. ;)
 
Mein Beitrag diente nur dazu, die Probleme mit einem Hologramm zu lösen, das ich nicht habe.
Also, vielleicht hate ich zu einfach gedacht und kann mich nicht richtig reinversetzen. Die Reinbersetzung wär dann die 2. Sitzung im Zwiftraum. Die kostet dann aber was. Kleine Vorschau.....lass deinen Avatar vorbeiziehen.....schau ihm nach und mach deine Gedanken leer.....hey, nicht einschlafen!
 
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