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Bremsflanke Aluminium vs. Carbon

In der Abfahrt von der Cima Borghetto ins Etschtal, ca 900 HM auf 9KM und vielen Kurven... Verkehr war wenig, hätte wohl einfach ne Pause einlegen müssen.
Oh, bis ca -15%, da hätte ich tatsächlich schon erwartet dass man quasi automatisch vorne viel mehr Energie einbringt als hinten... (Annahme: deutliches bremsen ist fast unvermeidbar mehrheitlich vorne, aber beim unspektakulär Geschwindigkeit kontrollierten, wie es eben in der Wohnmobilkolonne geschehen würde, da kann es schon mal vorkommen dass man fast nur den Hintenhebel erwischt)
 
Und jetzt nochmal für mich...
Wie muss ich mir das Überhitzen der Felge vorstellen? Zerfällt die dann zu Asche? 😅 Habe noch nie davon gehört.
 
Im Extremfall: der Harzanteil des Carbons wird sowas ähnliches wie flüssig und das Harz/Faser-Gemisch verhält sich plötzlich wie Textil was von den x Bar im Reifen einfach seitlich rausgedrückt wird. Bumm. Die ersten Carbonfelgen waren nicht zufällig Schlauchreifenfelgen.

In der Realität sieht es aber wohl eher so aus dass entweder der Schlauch als erstes nachgibt (Bumm ohne vorherige Felgenzerstörung) oder sich der Aggregatezustand nur in den obersten Schichten geändert hat und man dann zur Kenntnis nimmt dass man mit dieser Felge nicht mehr wirklich fahren möchte, Beulen, Blasen, wasauchimmer.
 
Vielen Dank für eure Hilfe. Ich kann fahren, habe aber vom Material leider keine Ahnung.
Ich denke, das Thema der Überhitzung durch die Bremse, kann ich vernachlässigen, denn bei mir hier im Flachland sollte das kein Problem darstellen. 100 hm auf 100 km
Das ist auch so heute kein Problem mehr. Ich dachte auch, für die Pässe in Italien und der Schweiz lieber ein paar Ksyrium mit Exalith Flanken. Stimmt aber nicht, die Bora WTO 45 verhalten sich auch ordentlich.
 
Campa versteht auch Felgen laminieren. Die Laufräder sind nicht umsonst so teuer. Bei einer 100€ Carbonfelge würde ich mir Sorgen machen, ob die hohe Temperaturen verträgt. Eigentlich sind Carbonfelge und Schlauchreifen die bessere Kombination. Bei Clincher braucht die Flanke viel Wandstärke, weil der Luftdruck sie nach aussen drückt. Folge sind u.A. auch das höhere Gewicht.
Wenn dann noch das (falsche) Harz weich wird, biegen sich die Flanken bis zum Bremsbelag auseinander. Wenn's vorn passiert, überholt man sein eigenes Fahrrad. Hinten würde nur das Rad blockieren.
Deswegen: nicht an falschen Teilen sparen.
Über längere Zeit bremsen vermeiden. Lieber kurz und kräftig. Abfahrten wollen gelernt sein. Einfach vorsichtig herantasten und dann den Grenzbereich ausloten.
Selbst wenn die Felge hält, die Hitze kann auch den Schlauch schmelzen. Auch da ist Tubular wieder im Vorteil; die Gewebelagen absorbieren die Wärme und falls der Schlauch trotzdem platzt, fällt der Reifen nicht von der Felge. Er ist ja festgeklebt.
 
Ich finde den Verschleiß bei Carbon weniger, quasi nicht vorhanden, es verschleißen bei mir augenscheinlich nur die Bremsklötze. Vorausgesetzt, man fährt Alu im Winter und Carbon (nur) ca. Ende März - Mitte Oktober, also eher nicht bei schlechtem Wetter und insbesondere schmutzigen Straßen. Ich habe meine Carbon-Clincher vor ca. 3-4 Jahren gebraucht gekauft und kann bis heute keinerlei Verschleiß an den Bremsflanken entdecken. Jahres-km ca. 9000, davon 2/3 mit Carbon-LR. Habe die roten Campa-Gummis.
 
Vielen Dank für eure Meinungen.
Ich denke damit kann ich etwas anfangen und werde die nächsten Tage mal die Bestellplattformen durchforsten.
Mit sportlichen Grüßen
Michael
Ich finde den Verschleiß bei Carbon weniger, quasi nicht vorhanden, es verschleißen bei mir augenscheinlich nur die Bremsklötze.
So habe ich das bei meinen Alus auch festgestellt. Der Winter macht die Felgen kaputt. Drei bis vier Jahre und die Teile sind hin. Deshalb rüste ich in Zukunft im Sommer auf Carbon um und im Winter zerstöre ich dann wie gewohnt die bedeutend günstigeren Alufelgen.
 
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