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Der große Kritikthread: Was geht mir hier grad auf die Ketten?



Das Gericht hat mit JA geurteilt.
Eben deshalb, weil die Frau nach geltender Rechtslage und den auch hier plausibel dargelegten Gründen eine Teilschuld trägt.
Nicht, weil irgendwer meint, der Richter sei "selbst Autofahrer und damit potentieller Killer". Das ist nun - mit Verlaub - wirklich an ideologisch erblondeten Haaren herbeigezogener Unsinn.
 

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Re: Der große Kritikthread: Was geht mir hier grad auf die Ketten?
Das sollte garkeine fundierte Aussage sein.
Aber Statistiken leben immer von ihren betrachteten Faktoren.
Und abhängig davon welche Faktoren berücksichtigt werden, fällt die Statistik eben entsprechend aus.

Keine Ahnung welche Werte sich der Spiegel aus der Analyse gezogen hat, ich persönl. finde es zu verallgemeinernd.
Nein, eigentlich nicht. Diese Daten werden schon seit Jahrzehnten erhoben. Und im großen und Ganzen haben sich die Ergebnisse, außer in der gemessenen Quantität nicht großartig verändert.
Es spielt auch keine Rolle, ob die durch die Heinrich Böll Stiftung veröffentlicht werden oder durch beliebige andere Partei-nahe Stiftungen. Die Intention des VCD lag schon immer, anders als beim ADAC auf eine ausgleichende Verkehrspolitik. Das fließt natürlich mit ein. Aber es läßt die Ergebnisse nicht anders erscheinen und auch nicht anderes interpretierbar werden.
Um ein Beispiel zu geben ( was aber vermutlich auch überholt sein dürfte), wenn die selbe Untersuchung in Zusammenarbeit des ADAC mit der Hans Seidel Stiftung gemacht worden wäre, wären die Zahlen die selben, aber damit die Welt völlig in Ordnung. Wie gesagt, selbst in den "Lagern" hat sich in den letzten Jahren was getan und die Betrachtungsweise dürfte auch hier weniger einseitig sein.
 
es geht darum ob die Mutter eine Teilschuld an ihren schweren Verletzungen und dem Tod ihrer beiden Kinder hat

Das Gericht hat mit JA geurteilt.

Ein Richter ist bekanntlich nur seinem Gewissen verantwortlich, kann, muß also nicht so urteilen. Er hat so geurteilt weil er selbst Autofahrer und damit potentieller Killer ist. Prophylaktischer Selbstschutz szs. , er könnte ja auch mal in die Situation kommen.
Wenn täglich solche und ähnliche Katastrophen passieren klingt es etwas sarkastisch zu behaupten


Falls Du mich damit gemeint hast bitte ich die unsachlichen, ja haarsträubenden Argumente zu zitieren
Na ja, der Richter ist dem Gesetz verpflichtet und das sit der Maßstab. Und wenn es da heißt, dass eine nicht vorhandene, vorgeschriebene Beleuchtung, im Falle eines Unfalles, den Fahrzeugführer entsprechend in Haftung nimmt, dann hat er sich daran zu halten.

Das ist dann auch vollkommen unabhängig, ob die fehlende Beleuchtung tatsächlich die Ursache war oder der Unfall 1:1 genauso passiert wäre, wenn die Beleuchtung vorhanden wäre.
Klar, in der Bewertung und in einem verbleibendem Ermessensspielraum, kann es dann Unterschiede im Urteil geben. Und ab hier ist der Richter eben "auch nur" ein Mensch mit einer gewissen Bias, von der er nicht frei ist. Und wenn der überzeugt ist, dass die fehlende Lampe ursächlich oder mit ursächlich war und das nicht durch irgendetwas anderes wiederlegt werden konnte, schlägt es im Urteil mal mehr in jene, mehr in die andere Richtung. Wobei sich eben im Prinzip, dass die Mutter zur Verantwortung gezogen wird, sich auch nichts ändern würde.

Bei manch verqueren Verläufen diverser Prozesse wird ja auch gerne der Satz angehängt " hier ist eigentlich der Gesetztgeber gefordert", was die Justiz nun einmal nicht ist. und der Gesetzgeber hat eben genau dieses festgelegt. Jedenfalls in Österreich.
 
Und ab hier ist der Richter eben "auch nur" ein Mensch

Genau - wo Menschen sind da menschelt's

Insgesamt verunglückten 88.850 Radfahrer 2018 auf deutschen Straßen. Das sind rund 11 Prozent mehr als im Jahr davor. Unter den Unfallopfern waren auch 10.225 Kinder, das entspricht einem Plus von fast vier Prozent. Von den 445 getöteten Radfahrern waren 21 Kinder, sechs von ihnen starben durch rechtsabbiegende Lkw
 
...
Insgesamt verunglückten 88.850 Radfahrer 2018 auf deutschen Straßen. Das sind rund 11 Prozent mehr als im Jahr davor.... [/QUOTE]
Wieviel mehr Fahrradkilometer wurden denn 2018 im Vergleich zu 2017 zurückgelegt?
Ohne diese Angabe ist die Statistik recht aussagelos außer dass jeder Tote einer zu viel ist.
 
@pumpgun : Du siehst ja, was für ein Meinungsbild so herrscht: Als erstes denken viele daran, man müsse Radfahrer nur in Neon wickeln und schon wird sich das Problem gewiß von selbst erledigen.

So sieht dann auch die Gesetzgebung aus und so fällt zuletzt eben auch die Rechtsprechung aus. Ursache und Wirkung müssen nicht zwangsläufig das Prinzip sein, dem das zugrunde liegt.

Der Gedanke, dass es an Verhalten, Nutzung, der Infrastruktur liegen könnte, ist zwar vorhanden, teilweise sogar belegt, aber nach wie vor unterentwickelt.
 
Falls Du mich damit gemeint hast bitte ich die unsachlichen, ja haarsträubenden Argumente zu zitieren

Das bezog sich hier allgemein auf die Diskussion, ging nicht nur an Dich.

Ich persönlich hab grad heute wieder einen Unfall gehabt (an dem ich nicht Schuld bin) – zum Glück ist außer Schäden am Rad nichts passiert. Ganz persönlich bin ich auch der Meinung, dass sich so einiges ändern muss was den Straßenverkehr angeht, das ist aber etwas vollkommen anderes als der konkrete Fall.
Ich finds halt immer schwierig, wenn auf Ebenen argumentiert wird, die mit der Situation nix zu tun haben. Natürlich KÖNNTE (ich wage mal: MUSS) man die Rechtslage überdenken und anpassen, das ändert aber nichts an der konkreten Rechtslage, an der sich ein Richter nun mal orientieren muss. (Siehe was @lagaffe geschrieben hat.)

Genau so wenig bringt es niemanden weiter wenn wir hier Eventualitäten besprechen wie z.B. die finanzielle Situation der Frau/Familie oder aber die persönlichen Leidenschaften des Richters. Kennen wir alle nicht und ich bin sicher, die meisten hier (Inkl. mir) sind auch in der StVO von Österreich nicht so tief drin...
Diese Art der Diskussion ist unserem – ich gehe mal davon aus: gemeinsamen – Anliegen den Straßenverkehr vor allem auch für Fahrräder sicherer zu bekommen nicht mal zuträglich. Jedes dieser Argumente kann durch die "eiserne", rechtliche Lage ziemlich leicht entkräftet werden. Das lenkt dann aber den Fokus der Diskussion vom eigentlich Problem weg, nämlich: "Finden wir es nicht krass, dass Autofahrer, als klar stärkere Verkehrsteilnehmer, sowohl gesellschaftlich als auch edukativ nicht dazu erzogen werden Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer zu nehmen?". Das muss doch die eigentliche Diskussion sein. Das muss Konsens werden und rechtlich abgebildet – daran müsste sich dann auch ein Richter halten. Und nicht die Diskussion über die mögliche (nicht-)Ausrüstung eines Fahrrads.
 
@pumpgun : Du siehst ja, was für ein Meinungsbild so herrscht: Als erstes denken viele daran, man müsse Radfahrer nur in Neon wickeln und schon wird sich das Problem gewiß von selbst erledigen.
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das andere abstruse und hier vorherrschende Meinungsbild scheint zu sein, dass der Radfahrer machen darf, was er will, denn der Autofahrer ist sowieso Schuld und muss besser aufpassen.
:rolleyes:
 
das andere abstruse und hier vorherrschende Meinungsbild scheint zu sein, dass der Radfahrer machen darf, was er will, denn der Autofahrer ist sowieso Schuld und muss besser aufpassen.
:rolleyes:

Nehme ich nun garnicht so war. Hier mal zwei Zitate...

Das ist völlig richtig. Als Autofahrer (übrigens auch als schneller Radfahrer) mit meiner "potentiellen Waffe" muss ich IMMER mit Hindernissen rechnen. Das kann ein Tier, ein Betrunkener, eine hilflose, desorientierte Person, ein Kind oder eben auch ein unbeleuchteter Radfahrer sein. Mit dem Unterschied, dass erwachsene Fußgänger und Radfahrer als Verkehrsteilnehmer eben genauso Pflichten haben, sich an gewisse Regeln zu halten, wie eben auch Autofahrer. Wenn dann noch Kinder im Hänger dazukommen, hat dieser Verkehrsteilnehmer eine besondere Pflicht, sich sicher und gut beleuchtet mit dem Gespann zu bewegen. Das hat die Frau missachtet und darum (neben persönlicher "Höchststrafe" des Verlustes) auch eine gewisse Mitschuld bekommen. Das Gericht hat völlig angemessen geurteilt. Alles andere wäre ein Freibrief, sich nicht regelkonform zu verhalten. Die Frau hat, wenn wohl auch der Gefahren ziemlich unbewusst, grob fahrlässig mindestens jedoch leichtfertig gehandelt. Punkt.

Ich bin gelegentlich auch ohne Licht bzw. mit "historischer Funzel" am Rad unterwegs. Dann sehe ich mich allerdings in der Pflicht einer sehr deutlichen Zurückhaltung: Wenn vor mir einer rechts abbiegen will, wird er nicht rechtzeitig damit rechnen, dass da plötzlich ein Radfahrer ohne Licht mit 30 km/h in die Kreuzung brettert. Also bremse ich runter und sorge dafür, dass der Autofahrer mich ggf. gar nicht bemerkt und einfach abbiegt. Auf einer Landstraße bremse ich und trete sowohl als unbeleuchtetes Radfahr-Objekt wie auch als Fußgänger neben den Fahrbahnrand (hab ich schon als Kind gelernt), wenn ich ein Fahrzeug bemerke. Das tue ich zu meiner eigenen Sicherheit und um Gefahrensituationen möglichst gar nicht entstehen zu lassen. Wir leben nun mal in einer Welt mit Autoverkehr. Wer eine bessere Welt für Radfahrer wünscht, sollte das nicht mit der Brechstange durchsetzen wollen.
Ich selber hatte schon eine Situation, wo ich trotz Sorgfalt einen Radfahrer "Typ Fixie oder militanter Kurier" fast umgenietet hätte. Er kam ohne Licht aus dem Dunkel geprescht, streifte mich am Kotflügel, trat dann ein paar Beulen in die Seite meines Autos und verschwand so schnell wie er auftauchte. Hätte ich ihn erwischt, dann....besser so.
Also bitte immer angemessen, mit Rücksicht und gegenseitigem Respekt. "Die Autofahrer" sind nicht generell "das absolute Böse" unter der Sonne.
Zugegeben: als Halbstarker war ich auf dem Rad auch öfter ohne Licht unterwegs. Die Reifenflankendynamos waren und sind halt, höflich gesagt, ein Behellf. Irgenwann war ich das damals leid und habe mir aus dem Modellbahnelektrofundus mal eine Umschaltmöglichkeit auf Batteriebetrieb gefrickelt. Die war natürlich illegal, tat es aber. Heute sind Batterielampen legal geworden, es muß also keiner mehr über den Dynamo stöhnen. Gleichwohl hatte ich erst die Tage bei regnerischer Dunkelheit so einen sportiven, sehr zügig fahrenden Radpendler auf einem MtB/Trekkingrad vor mir: dunkle Klamotten, hinten nur ein blinkendes Funzelchen, vorne gar nichts plus keine Reflektoren. Den leider nur noch fakulativen, sehr gut fahrbaren Radweg hat er natürlich auch gemieden. Als ich mit dem Wagen im großen Bogen an ihm vorbeigefahren war, konnte ich ihn nicht mehr sehen, obwohl aus der Gegenrichtung ein Auto nach dem Anderen anrauschte. Was glauben so Leute eigentlich, wie man sie etwa bei Abbiegen mit dem Wagen auf ein Grundstück erkennen soll, wenn er von hinten im Tarnanzug rangerauscht kommt? Die Straßenbeleuchtung ist ja auch schon lange reduziert. Wo noch alte Peitschenlampen stehen, kann man noch erkennen, dass da früher je zwei Röhren leuchteten. Bei uns wurde die zweite zwar im Laufe der Nacht abgeschaltet, aber im Berufsverkehr waren beide an. Seit etlichen Jahren leuchtet stets nur noch ein Röhre. Wg. Energieverbrauch und Lichtverschmutzung okay, aber sicherer war die alte Handhabe.

Auf den Rennrädern habe ich auch keine Reflektoren. Wenn es drauf angekommt aber Batterielicht, und ich achte darauf, zu Sonnenuntergang zurück zu sein. Und eine retroreflektierende Weste o. ä. ist auch keine Schande.
 
richtig,
das, genau so wie @Bianchi-Hildes Kommentar waren recht vernünftige Aussagen, die deren defensive Haltung im Verkehr zeigen, wenn zB. kein Licht an Bord ist.

Ansonsten beibe ich dabei, ich habe nicht das Gefühl, dass eine Gemeinsamkeit im Verkehr von den Kampfradlern gezeigt oder gewünscht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
richtig,
das, genau so wie @Bianchi-Hilde s Kommentar waren recht vernünftige Aussagen, die deren defensive Haltung im Verkehr zeigen, wenn zB. kein Licht an Bord ist.

Ansonsten beibe ich dabei, ich habe nicht das Gefühl, dass eine Gemeinsamkeit im Verkehr von den Kampfradlern gezeigt oder gewünscht wird.

Seh ick halt en bissken anders, aber dit is ja och ok, wa?:rolleyes::bier:
 
der Autofahrer ist sowieso Schuld und muss besser aufpassen.
daß ausgerechnet Du, der hier paar Seiten zuvor mit seinen Rambomanieren im Berufsverkehr geprahlt hat jetzt die verfolgte Unschuld gibt ist bezeichnend für den Autoproll in D.
Davon war bei mir, abgesehen von der Kritik daß Gefährte die den Vorschriften nicht entsprechen in den Handel kommen dürfen, nicht die Rede.
 
Rambomanieren,
einen suizidalen Radfahrer anmeckern...
Und einen Schnarchesel legal überholen? Bei Rambo explodieren die danach. Zu Recht.
?
Kennst du die Filme überhaupt? Es gab ja genug.


Ansonsten, keine Ahnung, was du immer liest,
in meinem Kommentar war nicht die Rede von mir, sondern von meinem Eindruck, welchen ich von den scheuklappenbehafteten Aussagen der Autohasser in diesem thread habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
daß ausgerechnet Du, der hier paar Seiten zuvor mit seinen Rambomanieren im Berufsverkehr geprahlt hat jetzt die verfolgte Unschuld gibt ist bezeichnend für den Autoproll in D.


Davon war bei mir, abgesehen von der Kritik daß Gefährte die den Vorschriften nicht entsprechen in den Handel kommen dürfen, nicht die Rede.

Ich hab deswegen ja durchaus ausufernd dargestellt, warum ich das auch für quatsch halte, sich auf was anderes zu beziehen.
Ich geb hier meine Meinung und Ansichten zum Thema wieder. Die sind wohl konträr zu Deinen, das macht ja nix.
 
das andere abstruse und hier vorherrschende Meinungsbild scheint zu sein, dass der Radfahrer machen darf, was er will, denn der Autofahrer ist sowieso Schuld und muss besser aufpassen.
:rolleyes:
Das habe ich so bei den Argumentationen nicht herausgelesen, obwohl ich mit Interesse diesen Diskurs verfolge. Als Berliner Innenstadtradler bilde ich mir ein, die Situation hier vor Ort einigermaßen beurteilen zu können. Ich habe mir manchmal den Spaß gemacht, auf meinem Weg zur Arbeit (ca. 8 km) nennenswerte (also im Sinne von wirklichen gefährlichen) Verstöße(n) gegen die Verkehrsregeln zu zählen. An Spitzentagen sind das etwa 20 bis 30 pro Tour, allein durch Fahrradfahrer. Fehlende Rücksicht (kein Handzeichen geben, kein Schulterblick beim Ausscheren) wurden dabei nicht einmal mitgezählt. Die wohl häufigste Gefahrensituation - sonderlich dumm obendrein - ist das Überfahren roter Ampeln. Ernstere Unfälle habe ich zum Glück nicht miterleben müssen, was ich insbesondere auf die allgemeine Rücksicht der anderen Verkehrsteilnehmer zurückführe. Den aufgestauten Groll mancher Auto- oder LKW-Fahrer gegenüber diesen Radfahrern kann ich daher durchaus verstehen.

Natürlich kommt es vor, dass auch meine Geschwindigkeit oder mein Verhalten als Radfahrer fehlinterpretiert wird, was bestenfalls zum Hupen, gern aber auch zu wüsten Beschimpfungen führt. Letztens habe ich (bei Grün) eine Kreuzung überfahren, ein mir entgegenkommender Autofahrer wollte zügig links über meine Spur abbiegen und musste recht stark bremsen. Wörtlich zitiert: "Du hast Rot, du Spast, Alter!". Er bezog sich aber auf die Fußgängerampel, die bereits einige Sekunden eher auf Rot umspringt. Selbst erbost über dieses unglückliche Aufeinandertreffen habe ich mich auf ein diplomatisches "Das ist nicht wahr!" beschränkt. Ein bisschen mehr Reifenabrieb als üblich ist weder eine weitere verbale oder gar eine tätliche Auseinandersetzung wert. Letztlich bin ich zufrieden, dass jener Fahrer sein Fahrzeug soweit im Griff hatte, dass nichts passiert ist. Die verbale Entgleisung ist angesichts der erlebten Grenzsituation auch zutiefst menschlich.

Vielleicht sollten wir uns alle mal ein bischen zurücknehmen, denn Verkehr muss einfach in der Gemeinschaft aller Teilnehmer mit den unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln funktionieren. Der hochgelobte Individualismus, der sich aber viel zu häufig als Egoismus entpuppt, ist im Verkehr einfach fehl am Platz. Nochmal ein ehrliches Danke an alle Fahrzeugführer, die durch Rücksicht auch die Verstöße Einzelner nicht eskalieren lassen!
 
Ohne diese Angabe ist die Statistik recht aussagelos außer dass jeder Tote einer zu viel ist.

Ach, wenn mehr Radler unterwegs sind, dann dürfen natürlich auch mehr sterben, logisch.

Der Gedanke, dass es an Verhalten, Nutzung, der Infrastruktur liegen könnte, ist zwar vorhanden, teilweise sogar belegt, aber nach wie vor unterentwickelt.
Stichwort Infrastruktur: Da haperts bei uns enorm. Den Radweg an unserer Hauptrasse kann ich mit dem Hänger nicht benutzen, weil der Weg nur 60 cm btreit ist (und somit auch nicht mehr benutzungspflichtig). Daher verlasse ich den Weg und fahre ornungsgemäß auf der Strasse, natürlich mit einem Meter Abstand zu den parkenden Autos. Denn falls mal wieder einer nicht aufpasst und die Tür aufmacht ohne zu schauen, bekomme ich im Fall eines Unfalls sinnigerweise bei Nichteinhaltung des Abstands eine Teilschuld.

Muss man nicht lange warten bis da ein Autofahrer austickt, aber wo soll ich hin. Bin ich ein Kampfradler? Oh, Gott!


Aber ein Gutes hat die Diskussion. Ich weiß nun, dass ich mir ein Rücklicht für den Hänger holen muss. Zwar ist das Rücklicht an der Sattelstütze montiert und "beleuchtet" quasi den Hänger (sogar recht gut) und Reflektoren sind auch dran, aber nun ist es Vorschrift und schaden wird so ein Lamperl auch nicht…
 
Ansonsten beibe ich dabei, ich habe nicht das Gefühl, dass eine Gemeinsamkeit im Verkehr von den Kampfradlern gezeigt oder gewünscht wird.
Ausnahmsweise bin ich da ganz bei dir. Die gehen mir auch auf'n Sack. Aber unter den Autofahrern gib's genauso viele Idioten, die sind aber halt leider auch noch gefährlicher.
 
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