Gut. Am Leben hänge ich auch und wenn sich manch einer mit diesen Funktionen sicherer fühlt, dann ist das natürlich ein Argument.
Tatsächlich fühle ich mich auch unwohl, wenn ich an die Fahrzeuge denke, die von hinten kommen und mich übersehen könnten. Ein helles Rücklicht ist deshalb fast immer an Bord und wird immer dann, wenn die Sicht schlecht ist eingeschaltet, also nicht erst bei Dunkelheit. Es ist immer hell und braucht deshalb nicht erst bei Annäherung heller werden, denn ich möchte schon von weitem wahrgenommen werden.
Wenn nachts jemand von hinten kommt, nehme ich, sofern das Fahrzeug nicht ohne Licht fährt aufgrund des Lichtes relativ früh war. Tags blicke ich mich relativ oft um.
Manchmal frage ich mich jedoch, wozu.
Ich fahre rechts. Muss ich verkehrsbedingt weiter auf die Fahrbahn, blicke ich mich selbstverständlich vorher um.
Aber was, wenn ich auf der Landstraße fahre und von hinten kommt einer. Den nehme ich meistens vorher war und freue mich, wenn der Fahrer rechtzeitig und erkennbar nach links fährt oder die Fahrt verlangsamt. Tun aber nicht alle. Manche fahren da mit hohem Tempo sehr knapp.
Oft sage ich mir, wenn ich aus dem Augenwinkel bemerke, es wird zu knapp, dann könnte ich noch in letzter Sekunde in den Graben fahren.
Aber seien wir ehrlich. Das ist Selbstbetrug, um überhaupt noch zu fahren.
Denn in letzter Sekunde würde auf der Landstraße bedeuten, circa 20m vor dem Auto in den Graben abzubiegen. Da läge man bei jedem dieser Fahrer, die knapp vorbeifahren im Graben.
Warte ich länger ab, reicht die Zeit nicht, um noch was zu tun bevor es knallt, Radar hin oder her.
Also was hilft wirklich?
Im Grunde außer dem meiden viel befahrener Strassen wenig. Das senkt zumindest statistische das Risiko.
Aber das Risiko bleibt und fährt immer mit.
Da hilft absolut auch kein Radar.