Für alle, die noch eine Karriere im Radrennsport vor sich haben trifft das zu.Ich weiß, dass viele das hier nicht gerne lesen und einige sogar soweit gehen, die Wahrheit zu negieren, aber ein hochwertiges, modernes Carbonrad mit einer neuen Super Record (Dura Ace geht evtl. auch, geht aber eigentlich gar nicht) kann eigentlich alles, was man von einem Rennrad erwartet, besser als die alten Räder. Wenn das nicht so wäre, würden die Rennen immernoch auf Stahlrädern und 6fach Schaltung ausgetragen werden. Vielen Menschen neigen allerdings dazu, Dinge, die sie in ihrer Jugend hatten (oder sich nicht leisten konnten) so zu glorifizieren, dass sie solche Dinger gerne haben und benutzen möchten. Anders lässt sich die Oldtimer-Szene, sowohl bei Autos als auch bei Rädern, zumindest in weiten Teilen, nicht erklären. Ich gebe zu, auch bei mir ist das so, ich finde die alten Räder auch toll und fahre sie gern. Einfach, weil ich es kann und damals nicht konnte, meine Helden der Jugend haben es aber getan.
Dann gibt es noch ein paar Wenige, die noch nie ein modernes Rad gefahren haben und einfach zufrieden sind mit dem, was sie seit 40 Jahren fahren. Das sind die Menschen, die auch noch ihre Konfirmationsuhr tragen, die braunen Lederschuhe von 1976 (mit der vierten Sohle, immer vom lokalen Schuster) und die uns in Sachen Nachhaltigkeit die A***karte vorzeigen...
Ansonsten kann ein klassisches Rennrad eigentlich alles, was man von einem Rennrad erwartet.
Meistens sogar mehr als die oder der Rennfahrer/in.
Bei modernen Carbon Rennmaschinen, die man so auf der Straße antrifft ist das eigentlich immer so, wenn es sich nicht um praktizierende RadrennsportlerInnen handelt.
Der Vergleich mit Oltimer Autos hinkt im Übrigen ganz gewaltig, den kannst Du vielleicht in 30 Jahren ziehen, wenn es eine Pedelec Oltimer-Szene gibt (deren Sammelobjekte keine Neuzulassung wegen mangelhafter Energieeffizienz o.ä. bekämen).