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Mein Fang des Tages

@Achwassolls der Berufsschweißer kann das bestimmt besser
Vielleicht äußert er sich zu den Klecker Nähten
Nur mal zum Vergleich
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Ich glaube in den letzten Wochen habe Viele von uns den gleichen "Panikkauf" getätigt 😅🙈
Jetzt stellt sich die Frage, wie man den Fang am Besten einlagert...wird ja ne Weile dauern, bis der letzte Schlappen aufgezogen werden wird. Lauwarm, nicht zu feucht/trocken, kein UV-Licht?
 
Jetzt stellt sich die Frage, wie man den Fang am Besten einlagert...wird ja ne Weile dauern, bis der letzte Schlappen aufgezogen werden wird. Lauwarm, nicht zu feucht/trocken, kein UV-Licht?

2 der 6 Reifen werden direkt aufgezogen und die anderen 4 kommen im Karton in einen anderen Karton in den Keller.
Das hält dann erstmal 👍🏻
 
Da das Rad auch schon im "Nimm du es "-Faden besprochen wurde, stelle ich meinen Fang des Tages hier mal vor: Ein Follis Lyon im Rickert-Gewand! Schöne Farbe, gute Größe, sehr akzeptable Patina und in Teilen offenbar noch original aufgebaut. Müsste ca. aus 1962/63 sein. Danke an @roykoeln und alle anderen, die den Preis nicht hochgetrieben haben!
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Besonders gut gefallen mir die 🇫🇷-Banderolen -- passt sehr schön zur Herkunft des Rahmens (und zu anderen Teilen meines Fuhrpars).
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Etwas improvisiert wirken die Schalthebel mit Schelle, die über dem einzelnen rechten Anlötsockel sitzen. Rahmenbauer und Rickert hatten da offenbar unterschiedliche Ideen.
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Ach ja, die Kurbel! Die hat natürlich französisches Pedalgewinde -- und derzeit moderne Pedale mit BSA-Gewinde 🥴. Die Pedale sitzen entsprechend bombenfest. Mal sehen, wie ich die los bekomme und wie die Pedalgewinde aussehen.
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Bremsen sind Weinmann 610 Vainqueur 999. Nicht berauschend, aber passt das zeitlich?
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Und: Kennt jemand diesen Vorbau, der da den Scheeren-Lenker zart umklammert?
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Grottige Schweißnaht an der Lenkeraufnahme@Achwassolls der Berufsschweißer kann das bestimmt besser
Vielleicht äußert er sich zu den Klecker Nähten
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Ok, nehmen wir das kurz mal auseinander 😅.
Bilderbuchschweissnähte sind es zwar nicht gerade (obwohl das am Vorbau, den man ständig vor Augen hat schon nett wäre) aber rein technisch werden sie in der Form trotzdem taugen. Werden halten was sie versprechen, zwar ohne Aussicht auf einen Schönheitspreis aber für die meisten Endanwender sicherlich zumutbar.
Im direkten Sichtbereich wären mir derartige, unverschliffene Schweissnähte optisch allerdings auch ein bisschen zu wenig, weil ich als "Fachidiot" eben andere Vorstellungen von so etwas habe und weiss, dass in dem Fall eigentlich locker mehr gegangen wäre.
Für Leute vom Fach lassen die beiden Nähte manches zu wünschen übrig, ihre Machart mutet recht semiprofessionell an. Das Teil wurde scheinbar einfach auf dem Tisch liegend per Hand immer eine viertel Drehung weiter gedreht und dabei kurze, überlappende Raupensegmente gezogen bis man sich um das Rohr herumgekämpft hat. Das ganze auf die schnelle Tour und rel. nachlässig, wie stellenweise am seitl. Einbrand im Rohr neben der Naht zu sehen ist, der teilweise zu knappen Schweissnahtüberlappung und den Endkratern am Raupenende. Ein Zeichen, dass die nötige Schutzgas-Nachströmzeit bis zu einer gewissen Mindestabkühlung der Naht nicht beachtet wurde und zu schnell mit dem Brenner weg gegangen wurde. Gerade Ti braucht für optimale Ergebnisse deutlich längere Nachströmzeiten als normal und wird in der Industrie deswegen für vieles, wo es wirklich drauf ankommt direkt in Schweisskammern unter Schutzgasatmosphäre geschweisst.
Mit Impulsschweissen des Vorbaus in einer Drehvorrichtung hätte man von Grund auf schon bessere Karten für die Nahtoptik aber das ist eben auch eine Ecke aufwendiger und anspruchsvoller zu machen. Nicht selten werden solche Sachen mit eng gesteckten Preis-/Zeitrahmen als Zuliefererteil in Auftrags-Schweissereien fremdgeschweisst.
Möglicherweise entstammt er auch einer grösseren Produktionsserie, wo Rotstift und Gewinnmarge der machbaren Schweissnahtoptik einfach zeitliche Grenzen setzten und die Schweissarbeit nur Mittel zum Zweck ist. Nur so gut wie nötig, nicht so gut wie möglich, Optik eher zweitrangig.
Nach der Politur noch Name/Logo des jeweiligen Vertriebs ect per Lasergravur drauf und fertig.
Aber vielleicht war auch einfach der Schweisser nicht Koryphähe genug, keiner weiss...:D
Von daher ist das Aussehen von Schweissnähten letztendlich oft genug ein wirtschaftl. Kompromiss und die wirklich schmackhaften Nähte damit wohl eher bei "preislich angepassten" Kleinserien oder Custom Anfertigungen zu finden, wo die Nähte nicht nur halten sollen, sondern gleichzeitig auch Blickfang und Desginelement darstellen.
😵‍💫👽
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Ok, nehmen wir das kurz mal auseinander 😅.
Bilderbuchschweissnähte sind es zwar nicht gerade (obwohl das am Vorbau, den man ständig vor Augen hat schon nett wäre) aber rein technisch werden sie in der Form trotzdem taugen. Werden halten was sie versprechen, zwar ohne Aussicht auf einen Schönheitspreis aber für die meisten Endanwender sicherlich zumutbar.
Im direkten Sichtbereich wären mir derartige, unverschliffene Schweissnähte optisch allerdings auch ein bisschen zu wenig, weil ich als "Fachidiot" eben andere Vorstellungen von so etwas habe und weiss, dass in dem Fall eigentlich locker mehr gegangen wäre.
Für Leute vom Fach lassen die beiden Nähte manches zu wünschen übrig, ihre Machart mutet recht semiprofessionell an. Das Teil wurde scheinbar einfach auf dem Tisch liegend per Hand immer eine viertel Drehung weiter gedreht und dabei kurze, überlappende Raupensegmente gezogen bis man sich um das Rohr herumgekämpft hat. Das ganze auf die schnelle Tour und rel. nachlässig, wie stellenweise am seitl. Einbrand im Rohr neben der Naht zu sehen ist, der teilweise zu knappen Schweissnahtüberlappung und den Endkratern am Raupenende. Ein Zeichen, dass die nötige Schutzgas-Nachströmzeit bis zu einer gewissen Mindestabkühlung der Naht nicht beachtet wurde und zu schnell mit dem Brenner weg gegangen wurde. Gerade Ti braucht für optimale Ergebnisse deutlich längere Nachströmzeiten als normal und wird in der Industrie deswegen für vieles, wo es wirklich drauf ankommt direkt in Schweisskammern unter Schutzgasatmosphäre geschweisst.
Mit Impulsschweissen des Vorbaus in einer Drehvorrichtung hätte man von Grund auf schon bessere Karten für die Nahtoptik aber das ist eben auch eine Ecke aufwendiger und anspruchsvoller zu machen. Nicht selten werden solche Sachen mit eng gesteckten Preis-/Zeitrahmen als Zuliefererteil in Auftrags-Schweissereien fremdgeschweisst.
Möglicherweise entstammt er auch einer grösseren Produktionsserie, wo Rotstift und Gewinnmarge der machbaren Schweissnahtoptik einfach zeitliche Grenzen setzten und die Schweissarbeit nur Mittel zum Zweck ist. Nur so gut wie nötig, nicht so gut wie möglich, Optik eher zweitrangig.
Nach der Politur noch Name/Logo des jeweiligen Vertriebs ect per Lasergravur drauf und fertig.
Aber vielleicht war auch einfach der Schweisser nicht Koryphähe genug, keiner weiss...:D
Von daher ist das Aussehen von Schweissnähten letztendlich oft genug ein wirtschaftl. Kompromiss und die wirklich schmackhaften Nähte damit wohl eher bei "preislich angepassten" Kleinserien oder Custom Anfertigungen zu finden, wo die Nähte nicht nur halten sollen, sondern gleichzeitig auch Blickfang und Desginelement darstellen.
😵‍💫👽
Anhang anzeigen 1517213
Schön und anschaulich auf den Punkt gebracht
Danke
Custom macht einfach die Perfektion aus
 
Ein Follis Lyon im Rickert-Gewand! Schöne Farbe,
Dabei handelt es sich um einen Halbrenner.....evtl. Demi Course,
deshalb auch nur rechts der Anschlag für den Schalthebel, vorne
wurde da nur ein einfach Kettenblatt gefahren.

Hat der hinten Simplex Ausfaller?

Ich schätze das ist aus den 50er evtl. so 56/57 und wurde dann
ca. Mitte der 60er beim Hugo mit neuem Lack versehen, das
Schlüpperblau ist da meine Lieblingsfarbe.
 
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Dabei handelt es sich um einen Halbrenner.....evtl. Demi Course,
deshalb auch nur rechts der Anschlag für den Schalthebel, vorne
wurde da nur ein einfach Kettenblatt gefahren.

Hat der hinten Simplex Ausfaller?

Ich schätze das ist aus den 50er evtl. so 56/57 und wurde dann
ca. Mitte der 60er beim Hugo mit neuem Lack versehen, das
Schlüpperblau ist da meine Lieblingsfarbe.

Sehe ich auch so, hier mein ehemaliges Follis Demi Course aus 1955, bei Willy Witthoff in Dortmund aufgebaut.

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Dabei handelt es sich um einen Halbrenner.....evtl. Demi Course,
deshalb auch nur rechts der Anschlag für den Schalthebel, vorne
wurde da nur ein einfach Kettenblatt gefahren.

Hat der hinten Simplex Ausfaller?
Ich sehe da erst einmal kein Simplex, sondern nur Blech (habe das Hinterrad aber nicht demontiert). Was ja auch für Halbrenner sprechen würde.
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Und eine Nummer, die ich nicht lesen kann ....
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Ich schätze das ist aus den 50er evtl. so 56/57 und wurde dann
ca. Mitte der 60er beim Hugo mit neuem Lack versehen, das
Schlüpperblau ist da meine Lieblingsfarbe.
Ja, das Schlüpperblau ist klasse! Der letzte vermerkte Titel ist 1962 Mailand -- und die TA 1500 Criterium wurde laut Velobase bis 1962 ptodziert --, die (frühe) Mitte der 1960er finde ich auch plausibel.
Sehe ich auch so, hier mein ehemaliges Follis Demi Course aus 1955, bei Willy Witthoff in Dortmund aufgebaut.

Anhang anzeigen 1518120
Sieht auch schick aus! Momentan schwanke ich zwischen dem Impuls, das Rad weitgehend do zu erhalten rie es ist und der Idee, das Rad in Richtung eines "ehrlichen"
 
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