• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Bending Spoons kauft Komoot: Touren-Community geht zu Evernote-Eigner

Anzeige

Re: Bending Spoons kauft Komoot: Touren-Community geht zu Evernote-Eigner
Sorry, den Passus in der EU-DSGVO und der daraus resultierenden deutschen Verordnung musst du mir mal zeigen. Touren sind keine personenbezogenen Daten und auch deine personenbezogenen Daten muss das Unternehmen, welches diese Daten speichert, nicht per Drittanbieter Script downloadbar machen. Das speichernde Unternehmen muss dir aber die von dir gespeicherten personenbezogenen Daten elektronisch zur Verfügung stellen.

Deine Touren sind also keine personenbezogenen Daten? Soso.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) definiert personenbezogene Daten als alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Dies schließt Standortdaten ein, die durch GPS-Aufzeichnungen erfasst werden. Gerade dann, wenn Start- und Zielpunkt vorhanden sind.

Die Touren sind für mein Dafürhalten teilweise sogar Kategorie 9, "Besondere personenbezogene Daten". Wenn ein Komoot-User viele umfangreiche Touren hat, lässt das Rückschluss auf seine Gesundheit zu.
 
Deine Touren sind also keine personenbezogenen Daten? Soso.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) definiert personenbezogene Daten als alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Dies schließt Standortdaten ein, die durch GPS-Aufzeichnungen erfasst werden. Gerade dann, wenn Start- und Zielpunkt vorhanden sind.

Die Touren sind für mein Dafürhalten teilweise sogar Kategorie 9, "Besondere personenbezogene Daten". Wenn ein Komoot-User viele umfangreiche Touren hat, lässt das Rückschluss auf seine Gesundheit zu.
Aber es geht doch hier um ein Drittanbieter-Tool. Es ist doch recht naheliegend, dass solch ein Skript nur auf öffentliche Touren zugreifen kann. Ich möchte auch schwer hoffen, dass nicht jeder x-beliebige Drittanbieter meine Daten bei Komoot abrufen kann.

Was du meinst, ist vermutlich die Möglichkeit, die eigenen Daten bei Komoot direkt abzurufen. Die ist laut Datenschutzerklärung natürlich gegeben: https://www.komoot.com/de-de/privacy
Auskunftsrecht

Du hast das Recht, von uns jederzeit auf Antrag eine Auskunft über die von uns verarbeiteten, dich betreffenden personenbezogenen Daten im Umfang und unter den Voraussetzungen des Art. 15 DSGVO sowie § 34 BDSG zu erhalten.

Aber dass du als Nutzer das Recht dazu hast, bedeutet nicht, dass irgendein Github-Skript dazu berechtigt ist.
 
Aber es geht doch hier um ein Drittanbieter-Tool. Es ist doch recht naheliegend, dass solch ein Skript nur auf öffentliche Touren zugreifen kann. Ich möchte auch schwer hoffen, dass nicht jeder x-beliebige Drittanbieter meine Daten bei Komoot abrufen kann.
Das Tool ruft die Daten ab, aber man muss sich natürlich „anmelden“ mit E-Mail und Passwort. Und dann geht es auch mit Touren die Privat sind.
 
Komoot kennt sowohl deine persönlichen als auch deine Standortdaten, das meinte ich mit dem Hinweis auf DSGVO.

Also müsste Komoot dir deine Touren zum Download anbieten, sogar so, dass es einfach ist, diese zu herunterzuladen.
 
Also müsste Komoot dir deine Touren zum Download anbieten, sogar so, dass es einfach ist, diese zu herunterzuladen.

Ist es doch auch. Man kann ohne Probleme jede Tour runterladen. Probleme gabs hier nur mit externen Skript (die aber offensichtlich auch schon gelöst sind). Sehe da jetzt nicht, inwiefern sich das mit der DSGVO beißen sollte.
 
Ich kenne mich mit Komoot nicht aus, da ich Bikerouter nutze.

Wo findet man denn einen gesammelten Download (nicht einzelne deiner Touren) deiner Daten?

Das sollte zum Beispiel beim Schließen deines Kontos bei Komoot möglich sein, lt. DSGVO.
 
Ich kenne mich mit Komoot nicht aus, da ich Bikerouter nutze.

Wo findet man denn einen gesammelten Download (nicht einzelne deiner Touren) deiner Daten?

Das sollte zum Beispiel beim Schließen deines Kontos bei Komoot möglich sein, lt. DSGVO.
Steht in der DSGVO, dass das "einfach" gehen muss? Jede Tour einzeln runterladen geht ja.

Eventuell gibt es da bei Strava und Komoot auch unterschiedliche Auslegungen der Rechtslage. Bei Strava gibt es etwas versteckt die Möglichkeit, einen .zip-Ordner mit allen deinen Daten anzufragen. Könnte mir vorstellen, dass Strava das anbietet, um sich hier abzusichern.
 
Ich kenne mich mit Komoot nicht aus, da ich Bikerouter nutze.

Wo findet man denn einen gesammelten Download (nicht einzelne deiner Touren) deiner Daten?

Das sollte zum Beispiel beim Schließen deines Kontos bei Komoot möglich sein, lt. DSGVO.
Wenn Komoot dafür kein Self-Service Portal bereitstellt, wirst du die Ausgabe deiner Daten bei Komoot anfragen müssen. Die DSGVO setzt nicht voraus, dass du dich deiner Daten automatisiert bedienen kannst. Sie schreibt lediglich vor, dass Komoot dir bei Anfrage eben jene Daten aushändigen muss. Ich gehe davon aus, dass man dieser Anforderung auch nachkommen wird.
 
Mich verwundert, dass der kostenlose Beitrag der Community für den Wert von Komoot unter den Tisch fällt. Der Gründer sollte all den kleinen Helfern dankbar sein, die das Kartenmaterial ständig pflegen und verbessern. Ein großer Teil des Preises, den er beim Verkauf erzielt hat, basiert genau auf dieser kostenlosen Arbeit.

Die Attraktivität von Komoot steht und fällt mit der Fortsetzung der Arbeit. Kommt die Bezahlschranke für alle, wird das vll zunächst für Mehreinnahmen sorgen, auch wenn ein Großteil der Kunden zu Alternativen geht. Mittelfristig wird das Produkt aber leiden, weil das Kartenmaterial nicht mehr in dem Umfang aktuell gehalten wird. Weniger Kunden bedeuten auch weniger Updates. Damit verliert Komoot als Unternehmen mittelfristig an Wert. Da OSM opensource ist, kann ein anderes Unternehmen leicht den Platz von Komoot einnehmen.
Ja, ich finde auch das Alleinstellungsmerkmal von Komoot sind die unzähligen Nutzerbilder und Kommentare.
Und der automatische Sync mit dem Garmin Edge!
Eine reine Routenplanung kann man auch woanders oder in Locus Map im Handy machen (wenn auch unkomfortabel dann). Aber alleine das Trailview möchte ich nicht mehr missen. Sowas wird halt womöglich hinter einer Aboschranke landen. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht lässt man die für Komoot ja kostenlosen Nutzerinhalte weiterhin frei nutzbar.
Wenn man sich die Konkurrenz anschaut, z.B. Bikemap oder Alltrails, alle benötigen ein Abo um sie sinnvoll verwenden zu können, dort kann man nicht mal GPX-Tracks runterladen ohne Abo.
Bikerouter hab ich mir gerade mal angeschaut. Es ist halt eine ganz andere Usability, in die man sich dann leider erst wieder reinfuchsen muss. Wie kann ich dort z.B. eine Route per Ziehen verändern und neue Punkte einfügen? Ist mir auf den ersten Blick unklar. Schön ist dann sicher die Einfärbung der Route nach Road Quality etc., es gibt schon überall immer Alleinstellungsmerkmale, aber bei Komoot sind es für mich die bisher besten. Ich klicke z.B. auf den Anteil an Bundesstraßen oder Kopfsteinpflaster und werde direkt zu den Abschnitten geführt um diese ändern zu können.
Statt jetzt schon ewig vorher rumzujammern, wie es ja die deutsche Art ist, werde ich mir das anschauen, mein Abo zum 50% Preis aus irgendeiner Aktion läuft noch bis zum 28. Mai, hatte eh vor es nicht zu verlängern, da mir die Premium-Vorteile zu unwichtig sind. Wie viele der aktuell kostenlosen Funktionen dann auch Teil des Abos werden, werden wir ja sehen. Kopf hoch! Und zur Not dann halt echt auf Bikerouter oder sowas ausweichen oder eine Alternative, die zumindest weniger kostet im Abo und man die Alleinstellungsmerkmale für sich abwägen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum ersten Punkt hab ich nur kurz gegooglet, aber anscheinend ist komoot (zumindest aktuell) profitabel. Oder anders ausgedrückt: Offensichtlich funktioniert es im Moment. Ich lass mich da gerne korrigieren, aber zumindest mit den Infos kann ich diesen Punkt nicht nachvollziehen.
Komoot hat oder hatte 3 Geldquellen:
Den sog. "Kartenverkauf", Abo - Verkäufe und Werbung bzw sie nannten das wohl "Partnerschaften"
Karten ist klar, die versiegt sobald nicht immer mehr Kunden gefunden werden, was aber unmöglich ist da eine Sättigung eintritt
Dann haben sie auch Ausgaben, und das werden vor allem ihre 200 Mitarbeiter sein, jeder von denen kostet 10000 Euro im Monat, sind 2 Millionen jeden Monat.
Jede Karte die sie verkaufen bringt 10 Euro, also so lange sie 200 000 Weltkarten verkaufen im Monat sind sie in der Gewinnzone.
Jetzt kannst Du DIr selber ausrechnen ob das lange gut geht. Und das Geschäft mit Abos und Tourismuspartnern ist vielleicht nicht so gut gelaufen wie erhofft.
Es gibt wohl wenige Sportler die jetzt extra einen Urlaub auf den Hebriden buchen nur weil Kommot da eine Tour vorschlägt. Sondern es ist genau umgekehrt: Man ist irgendwo im Urlaub und nutzt dann Komoot, um da Touren zu finden.
 
Dann haben sie auch Ausgaben, und das werden vor allem ihre 200 Mitarbeiter sein, jeder von denen kostet 10000 Euro im Monat, sind 2 Millionen jeden Monat.
200 Mitarbeiter? Haben die schnell noch reichlich Mitarbeiter nach dem Kauf eingestellt? Die Zahlen in den Berichten über die Übernahme sind deutlich geringer...
 
Weil Komoot in erster Linie Software ist und IT Fachleute eher Einkommen oberhalb des Medianeinkommens haben. Das werden die ja nicht alles Near- oder Offshore gemacht haben. Das Ganze dann in Vollkosten gerechnet …
Finde @gato77 s Ansatz sehr plausibel. Auch bei weniger MA muss sich das erstmal rechnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt kannst Du DIr selber ausrechnen ob das lange gut geht. Und das Geschäft mit Abos und Tourismuspartnern ist vielleicht nicht so gut gelaufen wie erhofft.

Ich muss da gar nichts rechnen. Danke @Gravel-B . Die Zahlen zeigen ja eindeutig, dass Komoot profitabel ist. Und zu 2022 liest man: “Im Jahr 2022 plant die Gesellschaft weiter in die Markterschließung außerhalb des DACH-Marktes zu investieren. Wir erwarten ein weiteres deutliches User-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Um nachhaltig hohe Umsatzsteigerungen zu erzielen, investiert die Gesellschaft zusätzlich weiter in die Forschung und Entwicklung der Produkte. Insgesamt erwarten wir für 2022 ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Auf Grund der gesteigerten Investitionen in die Produkte und Markterschließung erwarten wir für 2022 ein negatives Ergebnis.”
https://www.deutsche-startups.de/2023/07/10/zahlencheck-komoot-2021/

Da kann man jetzt rumdiskutieren wie man will, Komoot war und ist profitabel. Wie lange das noch so sein wird, oder ohne den Verkauf gewesen wäre, ist Kaffeesatzleserei.
 
Weil Komoot in erster Linie Software ist und IT Fachleute eher Einkommen oberhalb des Medianeinkommens haben. Das werden die ja nicht alles Near- oder Offshore gemacht haben. Das Ganze dann in Vollkosten gerechnet …
Finde @gato77 s Ansatz sehr plausibel. Auch bei weniger MA muss sich das erstmal rechnen.
Will jetzt nicht zu sehr OT gehen, aber nicht mal in London verdient ein Software-Entwickler mit 10 Jahren Erfahrung 6-stellig... Um auf solch einen Monatslohn als Entwickler zu kommen, muss man schon bei Apple, Google oder Microsoft arbeiten, aber sicher nicht bei einem 200-Menschen Unternehmen wie Komoot.
 
Will jetzt nicht zu sehr OT gehen, aber nicht mal in London verdient ein Software-Entwickler mit 10 Jahren Erfahrung 6-stellig... Um auf solch einen Monatslohn als Entwickler zu kommen, muss man schon bei Apple, Google oder Microsoft arbeiten, aber sicher nicht bei einem 200-Menschen Unternehmen wie Komoot.
Für die Personalkosten wird als grobe Schätzung Brutto x 1,7 genommen, schön währe man bei 10k Kosten bei nur 70k Jahresbrutto. Dafür bekommst du vielleicht einen Entwickler mit 2 Jahren Erfahrung.
 
10.000 Kosten je MA und Monat ist eher zu wenig. Da ist ist nicht nur der Bruttolohn gemeint, sondern sämtliche anderen Gemeinkosten, die pro Kopf umgelegt werden. Ich denke 12 bis 14 tsd Euro / Monat oder 150tsd Euro/Jahr sind eher realistisch für gute und qualifizierte Leute im Dunstkreis einer deutschen Großstadt.
Erstaunt hat mich der Umsatz von 19 Mio. in 2023. Wäre interessant zu wissen, wie sich die Erlöse aufteilen.
 
Zurück