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Altes Moser Rennrad - Übersetzung ändern

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Re: Altes Moser Rennrad - Übersetzung ändern
Also ich würde eher eine Kompaktkurbel mit Vierkant empfehlen. Die Auswahl sowohl neu als auch gebraucht ist echt groß.
Dann einfach eine andere Kassette besorgen (mit 32 oder 34 Zähnen). Mit Glück funktioniert es mit dem vorhandenen Schaltwerk, wenn nicht eins mit langem Käfig besorgen.
So bleibt der Aufwand im Rahmen und man hat ein Rad, das man auch gut in steilerem Gelände fahren kann.
 
Also ich würde eher eine Kompaktkurbel mit Vierkant empfehlen. Die Auswahl sowohl neu als auch gebraucht ist echt groß.
Dann einfach eine andere Kassette besorgen (mit 32 oder 34 Zähnen). Mit Glück funktioniert es mit dem vorhandenen Schaltwerk, wenn nicht eins mit langem Käfig besorgen.
So bleibt der Aufwand im Rahmen und man hat ein Rad, das man auch gut in steilerem Gelände fahren kann.
Was ist der Vorteil einer Kompaktkurbel ggü einer Dreifach in den Alpen?
Kurbel, Innenlager und Umwerfer müssen eh beschafft werden...
 
Was ist der Vorteil einer Kompaktkurbel ggü einer Dreifach in den Alpen?
Kurbel, Innenlager und Umwerfer müssen eh beschafft werden...
So wie ich es verstanden habe, geht es darum eine Übersetzung von ungefähr 1:1 zu bekommen.
Das geht mit Kompaktkurbel einfacher, weil man eben keinen neuen Umwerfer und kein anderes Tretlager braucht. Ein weiterer Vorteil ist noch, dass der Q-Faktor kleiner bleibt.
Ich habe das so bei mehreren Rädern umgesetzt und bin zufrieden.
Aber das ist nur meine Meinung, da darf jeder seine eigene haben.
 
Das Schaltwerk ist ein RD-A551. Somit bin ich ohnehin auf ein 28er Ritzel und 13 Zähne Unterschied vorne beschränkt. Von dem her geht eine 50/34 Kurbelgarnitur gar nicht.

Nicht unbedingt.
Die Werksangaben von Shimano sind immer sehr konservativ, fast immer sind da einige Zähne mehr möglich (Gesamtkapazität sowie maximale und minimale Ritzelgröße).

Ich gehe davon aus, dass ein RX 100 mit kurzem Käfig Ritzel bis zu 32 Zähne schalten kann, wenn Du die Stellschrauben an den Ausfallenden (Rahmen, Radaufnahmen) komplett ausbaust und das Hinterrad ganz nach hinten schiebst. Das Geheimnis des maximalen Ritzels liegt größtenteils im Abstand von der Hinterachse zum Befestigungsbolzen des Schaltwerks - je mehr, desto besser.

Ein kleinstes Ritzel mit 12 oder 11 Zähnen geht ebenfalls mit jedem Schaltwerk, dann aber oft nur mit Gedenksekunde, wenn der Abstand zur Hinterachse relativ groß ist (und den braucht man ja für das größte Ritzel über 28 Zähne). Falls eine Kassette von z.B. 11-32 Zähnen mit dem RX 100 funktioniert, wird sie also am einen oder anderen Ende nicht ganz sauber, schnell und ohne Rattern schalten.
Ritzel unter 13 Zähnen haben aber an normalen Fahrrädern mit normalen Fahrern und rennradtypischen Kettenblättern sowieso keine Vorteile.

Die Gesamtkapazität des Schaltwerks, also Zahnunterschied hinten plus Zahnunterschied vorn, kannst Du fast immer um 3-5 Zähne überschreiten, ohne gleich Bruch zu machen. Lass die Kette dafür so lang, dass sie in der nie gefahrenen Kombination kleines Kettenblatt - kleinstes Ritzel nur gerade so eben Spannung aufbaut; meistens sind das dann 2 Glieder mehr, als in der klassischen Anleitung.
Die Gesamtkapazität kann man auch sehr deutlich überschreiten, wenn man jederzeit genau weiß, welche Kombinationen damit nicht mehr fahrbar sind, also klein/klein, groß/groß, oder beides, oder jeweils noch die zweitkleinsten/-größten Kombinationen danach.


Der Lochkreis 118 ist doof, weil es dafür fast nirgends mehr Ersatzteile gibt und auch nie wirklich viele gab.
So eine Kurbel würde ich einfach nicht weiterverwenden.

Mit ungerasterten Schalthebeln finde ich bis zu 9 Ritzel noch gut kontrollierbar.
Jedenfalls in der Testphase würde ich einen frisierten Oldie nicht unbedingt gleich auf Rasterhebel umbauen wollen.

Was mit insgesamt "verkleinerten" Antrieben, MTB-Kurbeln usw. alles möglich ist und wo dort die Gefahren lauern, findest Du hier:
 
Das kann sein, muss aber nicht.
Ich z.B. weiß nicht welche Kompaktkurbel die Ofmega ersetzen kann und ob der Umwerfer das mitmacht und nicht die Kette abwirft.
Von 1:1 hatte ich nichts gelesen

Kann ich vorne einfach nur die Blätter wechseln bzw. nur das Innere? (Auf etwas um die 30)? Bräuchte ich dann dennoch ein neues Schaltwerk und/oder neue Kassette? Dass ich nicht unbedingt den Faktor 0,75 des Mountainbikes erreiche ist mir klar, aber von 1,5 auf etwa 1,0 möchte ich beim Rennrad schon herunterkommen, dann dürfte ich die Bergetappen schon schaffen.
 
Gedankenspiel:
Das RD-A551 schafft laut Werksangabe eine Gesamtkapazität von 28 Zähnen.
Die maximale und minimale Ritzelgröße beachten wir erstmal nicht weiter und überschreiten die Kapazität mal um vorsichtige 2 Zähne, also 30.

An den Ritzeln ändern wir überhaupt nichts.
28 - 11 = 17 Zähne,
frisierte Gesamtkapazität 30 - 17 = 13 Zähne.
Du kannst also Kettenblätter mit 13 Zähnen Unterschied noch problemlos verwenden, ohne dass die Kette schlaff wird oder das Schaltwerk überspannt.

Dann nehmen wir für normale Leute auf normalen Straßenfahrrädern unter normalen Bedingungen an,
dass ein größter Gang mit Übersetzung über 4:1 nicht sinnvoll ist,
aber eine Übersetzung von 1:1 im kleinsten Gang auch auf längeren, steileren Steigungen nicht unbedingt erreicht werden muss, wenn keine größeren Gepäckmengen an Bord sind.

Nähern wir uns mal dem größten Gang als 4:1.
11 x 4 = 44 Zähne am größten Blatt.

Ziehen wir davon die 13 Zähne Restkapazität ab,
ergeben sich 44 - 13 = 31 Zähne beim kleinen Kettenblatt.
Alles noch Zweifach, wohlgemerkt.

Die Übersetzung liegt dann zwischen 4:1 und 1,1 : 1.
Ob das kleine Kettenblatt 30 oder 32 Zähne hat, ist mehr oder weniger egal, weil es 31 Zähne sowieso nicht geben wird.
Ob das große Kettenblatt 44 oder 42 Zähne hat, ist auch wieder egal, wenn Du bergab bei 60 Klamotten nicht noch gasgeben willst.

Kurbeln für Kettenblätter mit 30 Zähnen gab es in den späten 90er Jahren bei vielen MTBs mit Lochkreis 94 mm, aber die vertragen sich nicht immer mit der Kettenlinie und dem gewünschten Fußabstand an Rennrädern.

Kurbeln mit vollkommen freier Kettenblattwahl gibt es historisch und neu von Spécialités TA, Stronglight und einigen Lizenznehmern mit Lochkreis 50,4 mm; dort trägt dann das große Kettenblatt das kleinere.
Diese Teile sind altmodisch-schön, richtig leicht und vertragen sich bestens mit Rennrädern.
Aber obacht: Einige davon haben seltsame Pedalgewinde, in die nur Franzosenpedale passen.

Neu wären dann also nur Kurbel und Innenlager, falls die Wellenlänge nicht zur gewünschten Kettenline passt. Und die Kette muss natürlich kürzer werden.

Probier vor so einem Umbau aber aus, ob sich der Umwerfer weit genug nach unten schieben lässt, ohne an der Kettenstrebe anzuliegen. Das ist der größte Haken an der Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist schön, immer wieder die ganzen alten Hacks zu lesen. Wissend, dass es wohl noch etwas zu früh für dieses Forum ist: Eine modifizierte (hinterer 1mm Spacer und ein Ritzel entfernt) Cues 9-fach Kassette passt auf den alten Shimano 7er Freilauf. Das ermöglicht 1x8 Schaltungen mit modernen Komponenten. Vor allem muss man nicht mehr in das alte Zeug investieren und kann die Investitionen auf andere Räder mitnehmen.
 
Vielen Dank für die ganzen Antworten!

Ich werde einmal das Innenlager inspizieren. Aber wenn das ein ISO statt JIS Vierkant wäre, ist ja gleich neue Kurbel + Innenlager vernünftiger. Dann klingt der Ansatz von Knobi ganz gut, erst einmal abzuklären, ob der Umwerfer mit einer Kompaktkurbel funktionieren würde und es dann womöglich schon mit Kurbel + Innenlager zu schaffen.
 
(...) ob der Umwerfer mit einer Kompaktkurbel funktionieren würde

Ein wenig Klugscheißerei noch an dieser Stelle:
"Kompaktkurbel" wird immer als Lochkreis 110 verstanden und hat dann meistens Kettenblätter 50/34.
Das funktioniert normalerweise mit jedem Rennradumwerfer an jedem Rahmen.

Mein Vorschlag mit ca. 44/30 hat keinen wirklichen Namen und funktioniert nicht mit Lochkreis 110.
So eine Kurbel hier meinte ich:

DSCF0926.jpg


Die gibt es historisch und neu von TA als "Pro 5 Vis", historisch von Stronglight unter verschiedenen Namen und als modernen Nachbau z.B. von Velo Orange.
 
Wenn Du bei einer Vierkantkurbel bleiben möchtest, dann findest Du hier 2-fach und 3-fach Kurbeln. In schön und nicht billig ist das dann die Specialite TA Carmina in z.B. 46/29.
https://www.radplan-delta.de/antriebe/antriebe.html
Warum nicht gleich, die mit 360€ teuerste Variante Carmina mit 46/29! Oder Sugino OX2!
Der vorhandene Antrieb stellt jetzt kein Kulturgut dar, von daher würde ich mich nicht an einen seltenen Lkr und einen 08/15 Schaltwerk klammern. Auch das Innenlager passt wohl kaum zu einer andern Kurbel. Ich würde schon auf eine Kompaktkurbel mit anderem Schaltwerk gehen das dann auch 36Z schafft.
Bei silbernen Teilen unbedingt bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum nicht gleich, die mit 360€ teuerste Variante Carmina mit 46/29! Oder Sugino OX2!
Bei einem Projekt für das Herz hätte ich da keine Bedenken, wenn es nach meinen Maßstäben geht.
Diese Kurbeln werden ja nicht nur hergestellt, sondern auch verkauft.
 
Ein wenig Klugscheißerei noch an dieser Stelle:
"Kompaktkurbel" wird immer als Lochkreis 110 verstanden und hat dann meistens Kettenblätter 50/34.
Das funktioniert normalerweise mit jedem Rennradumwerfer an jedem Rahmen.

Mein Vorschlag mit ca. 44/30 hat keinen wirklichen Namen und funktioniert nicht mit Lochkreis 110.
So eine Kurbel hier meinte ich:

DSCF0926.jpg


Die gibt es historisch und neu von TA als "Pro 5 Vis", historisch von Stronglight unter verschiedenen Namen und als modernen Nachbau z.B. von Velo Orange.
Exakt meine "Wellenlänge" (sprichwörtlich gesagt). :daumen:
 
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