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Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien

Danach habe ich noch schnell einen gemufften Rando gelötet. Die Muffen wurden etwas verziert als optische Spielerei aber ansonsten war der Prozess nicht mehr neu für mich.

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Das Klammern war an einigen Stellen nötig, da ich etwas andere Winkel gewählt habe als die Muffen sie vorgaben.

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Re: Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien
Der fertige Rahmen har mir sehr gut gefallen, aber ich bin ihn bis heute nicht gefahren, weil er seit über einem Jahr beim Lackierer in Serbien festhängt und der Kontakt mehr als schwierig ist.
Die Zugführung a la Sachs war der größte Mist und wurde nach der Testfahrt auch wieder auf klassische Sockel zurückgebaut!

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Ich hoffe wirklich sehr, dass ich den Rahmen bald wieder habe und ihn ausführlich testen kann.
 
Rahmen Nummer vier habe ich für @klemenb gebaut und das ganze auch in einem separaten Faden mit Klemen dokumentiert. Ich bin Klemen immer noch super Dankbar für sein Vertrauen und das er sich für mich entschieden hat. Den finalen Aufbau wird es er selbst erledigen und dann bin ich sehr auf seinen Fahrbericht gespannt!

Nebenbei gab es noch viele Reparaturen für Bekannte und immer wieder kleinere Basteleien die ich aber nie dokumentiert habe.
Somit betreibe ich nun seit ca. 3 Jahren Hobbyrahmenbau und ich muss sagen, ich habe extrem viel dazugelernt. Vor allem beim Löten mit Silber bin ich deutlich besser geworden und traue mir immer mehr zu.

Aktuell gibt es auch 2 Projekte in der Pipeline und eines davon ist dieses Kuwahara Hi-Pacer Sorgenkind:

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56er Rahnen mit Riss in der Sitzrohmuffe und mehreren Dellen im Unterrohr. Ich wollte unbedingt das Ding haben um einfach mal paar Sachen zu Testen. Test Nr. 1 war der Umbau auf Scheibenbremsen. Im selben Zug habe ich natürlich alle Schäden behoben und noch das Steuerrohr verlängert, um Aheadvorbauten nutzen zu können.

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Das ganze hat sich aber nicht richtig angefühlt und die Gabel war trotz 1mm Wandstärke zu flexibel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Krass wie die Zeit vergeht! Seit über zwei Jahren habe ich hier nichts mehr gepostet, dabei ist doch so viel passiert.
Finde ich auch.
Ich freue mich immer über deine Berichte!

Ich würde mir 25CrMo4 oder 16MnCr5 besorgen, das ist eine sichere Bank.
Das sind zerspanungstechnisch 2 verschiedene Welten, finde ich.

Die Platten sind aus 16CrMo5 und ca 3,5mm stark. Die Bearbeitung der Platten war auf der Minidrehbank abenteuerlich hat aber sehr gut geklappt.

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Respekt - das ist wirklich abenteuerlich!
Für meine kleine Proxxon habe ich zumindest ein 4-Backenfutter. Aber vermutlich ist die noch einen Tick kleiner als deine. Was ist das für ein Modell da?
 
@JUR
Dein Thema.

Ich stelle immer wieder fest, dass das Verlöten zweier Bleche mit Messing initial ganz easy vonstatten geht. Ist die Verbindung dann einmal hergestellt und wohlmöglich auch ein Fillet gelegt, nimmt das ganze die Wärme völlig anders auf und ich muss eine deutlich heissere Flamme einstellen.
Normal und logisch, ja?
 
Tolle Sache das! Vielleicht kann @Grunelli oder @Knobi oder wer? einen Frontträger / Lowrider für mein Serge Mannheim fertigen.

Ich habe da echt Interesse, würde mir sicher auch spass machen, allerdings kann und möchte ich nicht noch eine Sparte zu meinen Hobbys hinzufügen 😁
 
Wollen - ja.
Können - dieses Jahr eher nicht mehr. Da ist einfach noch zu viel anderes zu tun, um überhaupt erstmal wieder an Fahrrädern basteln zu können - und anschließend in der Warteschleife.
 
Wollen - ja.
Können - dieses Jahr eher nicht mehr. Da ist einfach noch zu viel anderes zu tun, um überhaupt erstmal wieder an Fahrrädern basteln zu können - und anschließend in der Warteschleife.
Gut, dann melde ich schon mal Interesse an 😁
Ich weiß aus eigener Erfahrung, Zeit ist RARRRRR!
 
Finde ich auch.
Ich freue mich immer über deine Berichte!


Das sind zerspanungstechnisch 2 verschiedene Welten, finde ich.


Respekt - das ist wirklich abenteuerlich!
Für meine kleine Proxxon habe ich zumindest ein 4-Backenfutter. Aber vermutlich ist die noch einen Tick kleiner als deine. Was ist das für ein Modell da?

@skandsen vielen Dank, ich sehe das als ein wenig Community Service und will anderen Helfen, denn ich finde hier oft Antworten zu meinen Fragen.

Zu deinen Fragen:

Drehbank: Holzmann ed 400fd, ist ok aber eine Nummer größer und stärker wäre besser. Bis Edelstahl macht sie alles mit und danach wirds mühselig...

Material: Ich habe ehrlichgesagt kaum Unterschiede gemerkt. Die Reste des Flachstahls sind auch noch da, will die einer?

Fillet Brazing: meine Erfahrungen in aller Kürze: mit großer Flamme Bereich auf Temperatur bringen, dann Saurstoffanteil etwas verringern --> Flamme wird kälter --> Fillets legen. Nacharbeiten eher mit scharfer heißer Flamme (leichter Sauerstoffüberschuss). Das funktioniert bei meinem Setup (Propan/Sauerstoffgenerator) ganz gut. Einen ausführlicheren Bericht dazu liefere ich beim nächsten Fillet Brazed Projekt!

Zange: Steht leider nix drauf, war ein Beifang aus einer Werkstatt, ist aber mega praktisch. Sollte ich sie mal verlieren würde ich mir ein großes U biegen und in beide Enden ein M8 Gewinde schneiden, das funktioniert genauso gut.

Heute Abend gibts wieder Updates zum Kuwahara Projekt!
 
Tolle Sache das! Vielleicht kann @Grunelli oder @Knobi oder wer? einen Frontträger / Lowrider für mein Serge Mannheim fertigen.

Ich habe da echt Interesse, würde mir sicher auch spass machen, allerdings kann und möchte ich nicht noch eine Sparte zu meinen Hobbys hinzufügen 😁

Wenn ich die Biegerei in den Griff bekommen, schreib ich dich an, dann bauen wir dir was feines ;)
 
Weiter im Text! Also nachdem Scheibenbremsen am Kuwahara sich als absoluter Mist erwiesen haben wusste ich auch nicht mehr so recht wie es weitergehen soll, denn bei diesem Umbau war ich etwa ungestüm und habe die Kettenstreben mehr schlecht als recht eingedellt, um Platz für 40er Reifen zu machen.

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Das Ende vom Lied war ein super dünne und instabile rechte Kettenstrebe und somit insgesamt eine neue Baustelle am Rahmen. Ich musste das ganze erstmal lange ruhen lassen, da Klemens Rahmen Vorrang hatte.

Anfang März hatte ich dann wieder genug Nerven weiterzumachen. Auslöten der Kettenstreben war kein Problem. Hierzu habe ich die Strebe in zwei Teile zersägt und dann die Segmente ausgelötet. Dabei aber immer super viel Flussmittel verwendet, um den Bestand zu schonen.

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Die Neuen Kettenstreben wurden vor dem Einlöten eingedellt, wobei das Werkzeug immer noch nicht perfekt war und hässliche Dellen auf der Außenseite hinterließ, die ich jedoch zu spät bemerkte.

Einlöten in der Lehre und Auslöten der Dellen war wieder easy und es sah am Ende auch ganz Ordentlich aus.

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Im gleichen Zug wurde das Tretlager um 5mm abgesenkt auf 65mm BB Drop und das ausgelutschte Tretlagergewinde saniert. Spätestens hier hätte man das Ding in die Tonne kloppen müssen. Egal wohin man schaut, es wurde herumgepfuscht, aber ich kann hier nicht aufgeben! Durch Klemens Rahmen wurde ich doch recht neugierig wie sich 650b im Alltag so fährt also noch schnell Cantisockel auf die richtige Höhe gebracht und schnell Zusammengebaut:

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Die Dellen waren tief genug, sodass 650b x 48er durchpassten. Teststrecke war der Weg zur Arbeit und im direkten Vergleich zu meinem 28 Zoll Pacer fuhr sich alles deutlich langsamer mit schlechter Kurvenlage. Ich probierte es nochmal mit 42er Reifen und anderem Profil aber auch hier vermisste ich mein gewohntes Pacer Fahrverhalten, mit guter Beschleunigung und Kurvenlage.

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Auch optisch passten die 650b Räder nicht wirklich zum Pacer und ließen das Kuwahra eher wie ein Kinderrad aussehen. Ich werde den Rahmen wieder auf 28 Zoll umbauen und so hoffentlich endlich meine Ruhe damit finden. Auch die Anderen Modifikationen wie Gabelschaftverlängerung und Steuerrohrverlängerung zurückbauen.

Das 650b Konzept kann man somit nicht einfach an jedem Rahmen umsetzen und owbwohl Klemens Rahmen (bis auf die Vorbiegung) sehr ähnliche Maße hatte fuhr sich das Kuwahra mit 650 super träge. Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass ich 650b etwas kritischer sehe als vorher.

Wenn man sich näher damit beschäftigt gibt es doch etliche Nachteile. Sowohl Felgen als auch Reifen muss man praktisch zu horrenden Preisen von 2 bis 3 Anbietern kaufen, damit man halbwegs in die Gewichtsklasse von 28 Zoll kommt, Schutzbleche sind ähnlich schwer zu finden und der ganze Aufwand um 15mm weniger Toeoverlap zu haben irgendwie verrückt. Da ich die Gabel eh nochmal anfasse, biege ich die Scheiden einfach von 50 auf 65mm weiter und schaue dann mal wie es sich fährt.

Ich hoffe sehr beim Fenderfest ein paar gescheite 650b Räder zu fahren und mir ein paar Erfahrungsberichte einzuholen, denn irgendwas muss ich falsch gemacht haben, wenn es viele feiern und man selbst für (noch 😁) nicht so geil hält.
 
Waren die Kettenstreben mit Silberlot gelötet, daß Du sie so einfach auslöten konntest?
Spielt bei dem Rahmen hier keine Rolle, aber ich wäre vorsichtig bei so stark verformten Kettenstreben. Da treten gerne Ermüdungsrisse auf.
 
Das 650b Konzept kann man somit nicht einfach an jedem Rahmen umsetzen und owbwohl Klemens Rahmen (bis auf die Vorbiegung) sehr ähnliche Maße hatte fuhr sich das Kuwahra mit 650 super träge. Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass ich 650b etwas kritischer sehe als vorher.
Wenn man sich näher damit beschäftigt gibt es doch etliche Nachteile. Sowohl Felgen als auch Reifen muss man praktisch zu horrenden Preisen von 2 bis 3 Anbietern kaufen, damit man halbwegs in die Gewichtsklasse von 28 Zoll kommt, Schutzbleche sind ähnlich schwer zu finden und der ganze Aufwand um 15mm weniger Toeoverlap zu haben irgendwie verrückt. Da ich die Gabel eh nochmal anfasse, biege ich die Scheiden einfach von 50 auf 65mm weiter und schaue dann mal wie es sich fährt.
Ich beschäftige mich auch seit einer Weile mit der 650b-Problematik. Zuerst war ich genauso skeptisch, auch wegen der genannten Nachteile. Und wegen dieses Artikels, in dem ein 650b-Umbau beschrieben wird, aber gleich in der Einleitung gesagt wird, dass 650b keinerlei Vorteile gegenüber 700C haben soll, außer dem, dass man ein Straßenrennrad in eine Randonneuse verwandeln kann.
Ich hoffe sehr beim Fenderfest ein paar gescheite 650b Räder zu fahren und mir ein paar Erfahrungsberichte einzuholen, denn irgendwas muss ich falsch gemacht haben, wenn es viele feiern und man selbst für (noch 😁) nicht so geil hält.
Mach das. Ich war ja weiterhin neugierig, auch weil hier im Forum einige schon auf 650b unterwex waren und geraten haten, es einfach mal auszuprobieren.
Und ich habe es ausprobiert und war gleich begeistert. Bislang habe ich 2 Räder konvertiert, die ich schon verkaufen wollte, weil sie nix besser konnten als andere Räder, also auch nur rumgestanden haben.
1. Versuch: der Brummeur. War schon eine 700C-Randonneuse, aber spätere Aufbauten bin ich lieber geffahren. Also umgebaut, seitdem gerne benutzt. Einziger Rückschritt: Das Licht, aus Gründen des Bauraums bei der Umrüstung. Vorher war ein Walzendynamo dran und eine Lampe am Vorder-GT, jetzt ein Seitenläufer und kleine Schutzblechlampe.
Übrigens das einzige Rad, bei dem 42er Reifen reinpassen.
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2. Versuch: ein Rennradumbau. Auch hier wieder ein Rahmen, der mir eigentlich zu klein ist, aber den ich nicht losgeworden bin. 38er Reifen passen gerade so hinein. Das Rad nehme ich gerne mit in den Urlaub, wo ich die Strecken nicht kenne und auch nicht weiß, in welches Gelände meine Expeditionen gehen.
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Ich bin ziemlich begeistert. Aber am Alltaxrad sehe ich sogar echte Vorteile, bei den Radverkehrsanlagen, die mir auf dem Arbeitsweg zugemutet werden.
Ach nochwas: bei Umbauten ist es vllt. zweckmäßig, nicht zu große Ballons aufzuziehen. 38er sind hervorragend für jeden Untergrund geeignet. 32 ist das klassische französische Randonneusenmaß. Irgendwo dazwischen sollte das Optimum zu finden sein.
 
Wenn man sich näher damit beschäftigt gibt es doch etliche Nachteile. Sowohl Felgen als auch Reifen muss man praktisch zu horrenden Preisen von 2 bis 3 Anbietern kaufen, damit man halbwegs in die Gewichtsklasse von 28 Zoll kommt, Schutzbleche sind ähnlich schwer zu finden und der ganze Aufwand um 15mm weniger Toeoverlap zu haben irgendwie verrückt.
Auch mein Empfinden und der Punkt, der mich von 650b wieder abgebracht hat. Vor ein paar Jahren hatte ich das Arbeitsrad meiner Frau darauf umgebaut, aber jetzt fährt sie wieder 700c. Der Toe-Overlap kann nicht wirklich das Problem sein, welches man damit lösen will?!. Mag sein, dass es Rahmen gibt wo das sehr stört, aber ich habe das nie als Problem an meinen Schutzblechrädern empfunden.

Was ist denn das für eine hübsche Zange?
Ich habe Google-Lens mal für dich gefragt: Gripzange
 
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