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Übersetzungs/Kraftrechner

Peter 90

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Hallo, mich würde interessieren, wie viel Leistung (am besten W/kg) man braucht eine bestimmte Übersetzung an einem sagen wir mal 10% steilen Berg mit einer Trittfrequenz von sagen wir mal 75 zu treten.

Das muss man doch berechnen können?

Grund dafür ist, damit ich besser planen kann, welche Übersetzungen ich am Berg benötige. Ob 2fach, Kompakt oder 3fach. Denn bisher bin ich nur mit dem Mtb gefahren, da haben sich solche Überlegungen nicht gebraucht.

Nehmen wir einfach mal mich. Eigengewicht 76kg, Rennrad sagen wir einfach mal 9kg, also Systemgewicht 85kg. Wie viel Watt brauche ich dann um Standart 2 fach bei 10% mit sagen wir mal 70 Umdrehungen treten zu können. Das muss doch mathematisch zu berechnen sein.
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Vielen Dank! Hilft mir aber noch nicht ausreichend weiter. Denn es hilft mir nur auf der Ebene. Ich will jedoch wissen welche Übersetzung ich mit einer bestimmten Leistung an einer Steigung treten kann. Und mit Schulphysik ist schon sehr lange her, einfach mit Hangabtriebskräfte zu rechnen, ist mir nicht mehr möglich... Aber gibt doch bestimmt auch ein Online Rechner, der das kann?

Okay, ich weiß jetzt doch wie es geht. Und habe rausgefunden, dass mit 200 Watt mit 2 fach wirklich nicht im echten Gebirge zu machen ist....

edit: Wobei, kommt ja auch drauf an, ob die angegebenen Geschwindigkeiten bei dem Trittfrequenzrechner mit Oberlenker oder Unterlenkerhaltung berechnet wurden. Weißt da jemand mehr?
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Vielen Dank! Hilft mir aber noch nicht ausreichend weiter. Denn es hilft mir nur auf der Ebene. Ich will jedoch wissen welche Übersetzung ich mit einer bestimmten Leistung an einer Steigung treten kann. Und mit Schulphysik ist schon sehr lange her, einfach mit Hangabtriebskräfte zu rechnen, ist mir nicht mehr möglich... Aber gibt doch bestimmt auch ein Online Rechner, der das kann?

Okay, ich weiß jetzt doch wie es geht. Und habe rausgefunden, dass mit 200 Watt mit 2 fach wirklich nicht im echten Gebirge zu machen ist....

edit: Wobei, kommt ja auch drauf an, ob die angegebenen Geschwindigkeiten bei dem Trittfrequenzrechner mit Oberlenker oder Unterlenkerhaltung berechnet wurden. Weißt da jemand mehr?

Zwischen erstem Post und Edit hast Du dann wohl doch noch herausgefunden, dass Du bei dem Kreuzotter-Rechner die Steigung angeben kannst. So versteckt ist der Eintrag ja eigentlich nicht, oder?

Außerdem musst Du doch selbst schon Oberlenker-/Unterlenkerhaltung angeklickt haben, sonst rechnet das Teil doch gar nicht. Verstehe Deine Frage nicht so recht.
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

edit: Wobei, kommt ja auch drauf an, ob die angegebenen Geschwindigkeiten bei dem Trittfrequenzrechner mit Oberlenker oder Unterlenkerhaltung berechnet wurden. Weißt da jemand mehr?

Wissen nicht, vermuten tu ich aber, dass da alle Variabelen (Rollreibung, Windwiderstand, etc.) vernachlässigt und nur mittels Entfaltung und Trittfrequenz gerechnet wurde....?
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Bei der Geschwindigkeitsrechnung habe ich das auch schon immer gewusst.

Nur es geht ja um die reine Trittfrequenzrechnung. Und da kann man nur den Zusammenhang zwischen Frequenz und Geschwindigkeit erkennen,aber nicht zwischen Leistung/Steigung und Frequenz/Geschwindigkeit. Dafür muss man die beiden Dinge miteinander kombinieren.

Ich wollte eigentlich einen Rechner, bei dem ich direkt die Übersetzung, Steigung und Trittfrequenz eingeben kann und daraufhin direkt eine Wattangabe bekomme.

Bei der Oberlenkerhaltung war ein Denkfehler dabei, ich dachte, dass sich die Entfaltung bei stärkerem Gegenwind bei größerer Geschwindigkeit pro Umdrehung verändert, aber das ist natürlich nicht der Fall. Dementsprechend spielt der Luftwiderstand wohl keine Rolle für die Berechnung der Trittfrequenz für eine bestimmte Geschwindigkeitsvorgabe?

Aber irgendwie traue ich dem Braten nicht.

Wenn ich 75kg wiege und beispielsweise 225Watt trete. Was immerhin 3 W/kg sind, die muss man über 2h an einem richtig langen Alpenpass auch erst mal schaffen. Bestimmt nicht besonders hoch, aber auch nicht so niedrig.

Dann schaffe ich in der Ebene bei Oberlenkerhaltung laut Rechner 31,1km/h

Wenn ich jetzt als Steigung 10% nehme, was es ja durchaus längere Zeit geben kann (Glockner, Mortirolo etc), dann komme ich auf 9,1km/h.

Gebe ich die 9,1km/h bei der Trittfrequenzberechnung unter der Vorgabe 39-27 ein, dann komme ich auf 52 Umdrehungen pro Minute. Praktisch unfahrbar

Selbst mit 30-27 käme man nur auf 67 Umdrehungen pro Minute. Selbst das ist kaum fahrbar, da ja ein Berg mit im Schnitt 10% noch viele steilere Abschnitte hat.

Damit könnte man ja Alpenpässe als normaler Hobbyfahrer kaum fahren? Ich war bisher immer nur mit dem Mtb unterwegs und da hatte ich nie Probleme.

Um bei 39-27 bei 10% 70 Umdrehungen, wie ich mich wohl fühle, zu schaffen, bräuchte ich 320Watt. Das schaffe ich nicht mal über 5 Minuten, also völlig unmöglich. Selbst Profis haben an langen Anstiege an uninteressanten Rennsituation oft keine höhere Werte.

Ein Jan Ullrich ist den Angliru damals mit einer normalen 39-27 Übersetzung hochgefahren. Sicherlich, er hatte mickrig wenig Umdrehungen. Und das waren keine 70. Aber um 70 Umdrehungen bei 20%(und der Angliru ist teilweise noch steiler), zu schaffen, bräuchte man 7,7W/kg. Das ist nicht Menschen möglich
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Wissen nicht, vermuten tu ich aber, dass da alle Variabelen (Rollreibung, Windwiderstand, etc.) vernachlässigt und nur mittels Entfaltung und Trittfrequenz gerechnet wurde....?

Man könnte sagen, dass man bei größeren Windwiderstand deshalb langsamer wird, weil die Trittfrequenz sinkt. Das macht ja auch Sinn.

Aber wie ist das am Berg? Wenn das alles so stimmt und die Berechnungena richtig sind, dann bedeutet das aber, dass man als normaler Hobbyfahrer (2000km im Jahr) mit Rennradübersetzungen gar nicht in die Alpen zu richtigen Anstiegen fahren kann. Ein Glockner oder Mortirolo wären maximal mit 30-27 möglich und das nur unter mühvollen Qualen mit Frequenzen von unter 50 an Steilstücken. Wenn ich als Grundlage einfach mal 3 W/kg im Schnitt nehme, was ich jetzt okay finde. Klar haben ambitionierte Hobbyfahrer auch über 2h 4W/kg, aber das ist jetzt auch nicht der Standart. Finde mich mit meinen 3,9W/kg über 18 Minuten eigentlich nicht so schlecht. Aber nach diesen Rechnungen zweifle ich daran mir überhaupt ein Rennrad zuzulegen, wenn ich dann Berge nicht mehr anständig hochkomme. Dann doch lieber Mtb, auch wenn man da mehr Reibung hat...

Denn nach den Rechnungen kann man 2fach im Gebirge völlig vergessen, Kompakt reicht auch allenfalls für kleinere giftige Hügel oder flache und lange Rollerberge (Schauinsland) aus. Und mit 3fach könnte man immerhin schon einige Alpenpässe fahren, aber die richtige Größen wäre auch damit schon sehr, sehr kritisch... Zumindest wenn man eigentlich nicht unter 60 bei der Trittfrequenz sinken will. Von einem Zoncolan, der jenseits von gut und böse ist, müssen wir erst gar nicht reden. Da ist eine Mountainbikeübersetzung wohl ein absolutes Muss.
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Wissen nicht, vermuten tu ich aber, dass da alle Variabelen (Rollreibung, Windwiderstand, etc.) vernachlässigt und nur mittels Entfaltung und Trittfrequenz gerechnet wurde....?
Klick mal bei Kreuzotter auf Formeln. Du wirst sehen, dass alles vernünftig berücksichtigt wird.

Ich wollte eigentlich einen Rechner, bei dem ich direkt die Übersetzung, Steigung und Trittfrequenz eingeben kann und daraufhin direkt eine Wattangabe bekomme.
Naja, ist jetzt kein so großer Aufwand, sich einmal eine Tabelle mit Geschwindigkeiten und Trittfrequenzen zur eigenen Übersetzung mit dem Ritzelrechner zu generieren und dann mir Kreuzotter bei vorgegebener Leistung zu schauen, wie schnell man einen bestimmten Berg hochkommt.
Bei der Oberlenkerhaltung war ein Denkfehler dabei, ich dachte, dass sich die Entfaltung bei stärkerem Gegenwind bei größerer Geschwindigkeit pro Umdrehung verändert, aber das ist natürlich nicht der Fall. Dementsprechend spielt der Luftwiderstand wohl keine Rolle für die Berechnung der Trittfrequenz für eine bestimmte Geschwindigkeitsvorgabe?
Trittfrequenz und Geschwindigkeit sind direkt proportional zueinander, entsprechend der gewählten Übersetzung. Aus der Geschwindigkeit ergibt sich dann die Leistung zur Überwindung von Lufwiderstand, Rollwiderstand und Steigung.
Aber irgendwie traue ich dem Braten nicht.
Kannst Du aber.
Wenn ich 75kg wiege und beispielsweise 225Watt trete. Was immerhin 3 W/kg sind, die muss man über 2h an einem richtig langen Alpenpass auch erst mal schaffen. Bestimmt nicht besonders hoch, aber auch nicht so niedrig.

Dann schaffe ich in der Ebene bei Oberlenkerhaltung laut Rechner 31,1km/h

Wenn ich jetzt als Steigung 10% nehme, was es ja durchaus längere Zeit geben kann (Glockner, Mortirolo etc), dann komme ich auf 9,1km/h.

Gebe ich die 9,1km/h bei der Trittfrequenzberechnung unter der Vorgabe 39-27 ein, dann komme ich auf 52 Umdrehungen pro Minute. Praktisch unfahrbar
Ja, klingt nach Knieschmerzen und Oberschenkelkrämpfen. Deshalb gibt es für Normalos ja auch 3-fach- und Compact-Kurbeln.
Selbst mit 30-27 käme man nur auf 67 Umdrehungen pro Minute. Selbst das ist kaum fahrbar, da ja ein Berg mit im Schnitt 10% noch viele steilere Abschnitte hat.
Wenn Du Berge hochfährst, geht Deine Trittfrequenz automatisch runter. ich fühle mich in der Eben bei einer TF von 95 U/min am wohlsten, bergauf kann 70 aber auch OK sein. 30/25 fahre ich bei längeren Touren in den Alpen spätestens am dritten Pass und liege mit meiner 1 Stunden Leistung sicher etwa auch im Bereich von 220W. Da kommen dann eben solche Trittfrequenzen heraus. Ist aber in Ordnung.
Damit könnte man ja Alpenpässe als normaler Hobbyfahrer kaum fahren? Ich war bisher immer nur mit dem Mtb unterwegs und da hatte ich nie Probleme.
Bißchen trainieren sollte man schon, dann klappt's auch.
Um bei 39-27 bei 10% 70 Umdrehungen, wie ich mich wohl fühle, zu schaffen, bräuchte ich 320Watt. Das schaffe ich nicht mal über 5 Minuten, also völlig unmöglich. Selbst Profis haben an langen Anstiege an uninteressanten Rennsituation oft keine höhere Werte.
Die Profis wiegen in der Regel aber auch weniger als unsereins. Die kräftigen Sprinter mal ausgenommen, aber die haben in den Bergen auch ganz schön zu kämpfen, bzw. steigen dann bei der TdF ja teilweise vor der ersten Alpenetappe schon aus.
Ein Jan Ullrich ist den Angliru damals mit einer normalen 39-27 Übersetzung hochgefahren. Sicherlich, er hatte mickrig wenig Umdrehungen. Und das waren keine 70. Aber um 70 Umdrehungen bei 20%(und der Angliru ist teilweise noch steiler), zu schaffen, bräuchte man 7,7W/kg. Das ist nicht Menschen möglich
Angliru ist aber mit über 20% schon extrem. Da sind selbst Profis z.T. mit 3-fach hoch (http://www.sportmedinfo.de/radsport.htm). Als ambitionierter Hobby-Fahrer sollte man sich da vielleicht tatsächlich nur mit dem MTB hinwagen.
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Ja, klingt nach Knieschmerzen und Oberschenkelkrämpfen. Deshalb gibt es für Normalos ja auch 3-fach- und Compact-Kurbeln.


Meine Rechnung zeigt aber, dass Compact Kurbeln auf gar keinen Fall und auch 3 fach nur teilweise reichen für Alpenpässe für reine Hobbyfahrer ohne Ambition. Und das finde ich irgendwie seltsam, wenn ich sehe, was da teilweise die Pässe hochgefahren ist und ich sogar noch manche dabei mit dem Mtb problemlos überholen konnte. Wie soll das gehen, wenn jene eigentlich gar nicht die Übersetzung dafür haben??

Wenn Du Berge hochfährst, geht Deine Trittfrequenz automatisch runter. ich fühle mich in der Eben bei einer TF von 95 U/min am wohlsten, bergauf kann 70 aber auch OK sein. 30/25 fahre ich bei längeren Touren in den Alpen spätestens am dritten Pass und liege mit meiner 1 Stunden Leistung sicher etwa auch im Bereich von 220W. Da kommen dann eben solche Trittfrequenzen heraus. Ist aber in Ordnung.

Die Erfahrung habe ich, ich bin das ja alles schon gefahren, nur mit dem Mountainbike. Ich dürfte an langen Bergen sogar auch beim Mtb trotz weiteren Möglichkeiten eh unter 70 liegen, doch da habe ich natürlich die Möglichkeit notfalls zu schalten, wenn ich will. Ich hätte auch noch mit 60 kein Problem, aber alles was drunter ist, sollte man eigentlich nur kurzfristig fahren.

Wie viel wiegst du denn? Ich hatte bei meiner Tour letztes Jahr mit 2 Bergen (1400Hm und 1050Hm) an den Anstiegen auch jeweils so 2,9W/kg im Schnitt, waren bei mir auch so 215-220W.

Welche Pässe bist du denn gefahren? Denn die Rechnung zeigt ja, dass das für Pässe wie dem Glockner, Rettenbachferner und Mortirolo eigentlich nicht reicht. 3 W/kg wären demnach für ein normales fahren zu schlecht, das finde ich ehrlich gesagt komisch.

Bißchen trainieren sollte man schon, dann klappt's auch.

Nunja. Mit 20 und guter Grundfitness und 2000 Jahreskilometer undd generell ein wenig Talent sollte es schon klappen. Fände ich zumindest gerecht. :D Ich habe wie gesagt schon öfters Rennradfahrer am Berg überholt (gibt ja auch im Schwlarzwald genügend Berge) und das sollte doch dann eigentlich gar nicht klappen, wenn ich nach der Rechnung zu schwach wäre mein Rad den Anstieg hoch zu bekommen ohne abzustiegen? Oder haben sich dann jene Rennradfahrer alle extra Mountainbikeübersetzungen montieren lassen?

Die Profis wiegen in der Regel aber auch weniger als unsereins. Die kräftigen Sprinter mal ausgenommen, aber die haben in den Bergen auch ganz schön zu kämpfen, bzw. steigen dann bei der TdF ja teilweise vor der ersten Alpenetappe schon aus.

4W/kg ist während langweiligen Rennsituationen im Hochgebirge ein gängiger Wert in einer langweiligen Rennphase. Die Profis können natürlich noch deutlich zulegen.

Angliru ist aber mit über 20% schon extrem. Da sind selbst Profis z.T. mit 3-fach hoch (http://www.sportmedinfo.de/radsport.htm). Als ambitionierter Hobby-Fahrer sollte man sich da vielleicht tatsächlich nur mit dem MTB hinwagen.

Heras hat das damals gemacht, ein Jan Ullrich ist normal gefahren. Übrigens auch ein Valverde, sah allerdings schon erbärmlich aus, so langsam waren die Umdrehungen.

In meiner Heimat gibt es zahlreiche Stichstraßen, die reihenweise Steigungsprozente von über oder zumindest knapp 20% aufweisen und das asphaltiert. Das natürlich nicht lange, aber 1km mit 16% im Schnitt sind schon mal drin innerhalb eines Anstiegs. Bisher alles mit dem Mountainbike gemacht, da gabs nie ein Problem. Bei 20-25% steht halt notfalls mal die 5,x km/h und man ist trotzdem total platt, aber immerhin schafft man es. Fände ich schon schade solche Anstiege mit dem Rennrad nicht fahren zu können. Wobei ich solche Extremanstiege sicherlich noch verzeihen könnte. Aber zumindest 10-15% sollten problemlos drin sein, sonst kann man außer reinen Bundes und vielleicht noch Landstraßen ja gar nix fahren. Rampen von über 10% gibt es doch praktisch überall.
 
AW: Übersetzungs/Kraftrechner

Meine Rechnung zeigt aber, dass Compact Kurbeln auf gar keinen Fall und auch 3 fach nur teilweise reichen für Alpenpässe für reine Hobbyfahrer ohne Ambition. Und das finde ich irgendwie seltsam, wenn ich sehe, was da teilweise die Pässe hochgefahren ist und ich sogar noch manche dabei mit dem Mtb problemlos überholen konnte. Wie soll das gehen, wenn jene eigentlich gar nicht die Übersetzung dafür haben??
Was ein "reiner Hobbyfahrer" ist, müsste man vielleicht nochmal hinterfragen. Wenn Du mehrere Alpenpässe an einem Tag fahren willst, dann musst Du in dem Jahr schon ein paar 1000km in den Beinen haben. Ich komme berufsbedingt nie über 5tkm pro Jahr hinaus, fahre aber ganzjährig sehr häufig zur Arbeit (20km pro Tag). Ab dem Frühjahr dann Touren mit gut 100km am Wochende im Mittelgebirge mit ein paar Bergen einstreuen, dann reicht die Fitness einigermaßen. Ich habe bewusst ein Rad mit 3-fach gekauft und für die Alpen eine 11-28 Kassette montiert. Am dritten Alpenpass der jeweiligen Tagestour bin ich dann hinten auch auf das 28er gegangen. Bis dahin hat das davor liegende 24er ganz gut gereicht.

Diejenigen, die Du mit dem MTB überholt hast, hättest Du wahrscheinlich auch mit einem Rennrad überholt, weil es ja auf Dauer auf die Leistung ankommt, auch wenn man natürlich durch eine zu tiefe Trittfrequenz ausgebremst wird.
Die Erfahrung habe ich, ich bin das ja alles schon gefahren, nur mit dem Mountainbike. Ich dürfte an langen Bergen sogar auch beim Mtb trotz weiteren Möglichkeiten eh unter 70 liegen, doch da habe ich natürlich die Möglichkeit notfalls zu schalten, wenn ich will. Ich hätte auch noch mit 60 kein Problem, aber alles was drunter ist, sollte man eigentlich nur kurzfristig fahren.
Meien erste Alpentour habe ich auch vor Jahren mit dem MTB gemacht und vor der ersten Tour mit dem Rennrad hatte ich auch ein wenig Bammel. Geht aber mit dem oben angegebenen Trainingspensum.
Wie viel wiegst du denn? Ich hatte bei meiner Tour letztes Jahr mit 2 Bergen (1400Hm und 1050Hm) an den Anstiegen auch jeweils so 2,9W/kg im Schnitt, waren bei mir auch so 215-220W.
Mit Klamotten an dürften es so 75kg sein. In der Ebene schaffe ich im für meine Verhältnisse gut trainiertem Zustand mit anschließendem tot vom Rad fallen über eine Stunde einen Schnitt von 34km/h (auf dem Tacho standen am Ende 33,98km/h, mann, hab ich mich über die fehlenden 0.02km/h geärgert...). Dürfte also die gleiche Größenordnung sein wie bei Dir sein.
Welche Pässe bist du denn gefahren? Denn die Rechnung zeigt ja, dass das für Pässe wie dem Glockner, Rettenbachferner und Mortirolo eigentlich nicht reicht. 3 W/kg wären demnach für ein normales fahren zu schlecht, das finde ich ehrlich gesagt komisch.
Je nachdem, wo Du fährst, sind die Pässe recht gleichmäßig oder eben ziemlich ruppig. Ich fahre am liebsten dort, wo es richtig hoch hinaus geht, zum Beispiel rund um Andermatt. Dort bin ich schon einige Male die Silber-Tour des Alpenbrevet gefahren (http://www.alpenbrevet.ch/2011/index.php?pid=seite_strecken). Das sind dann ca 130km mit gut 3500hm an einem Tag. Auch sehr schön ist die Tour ins Tessin rein von Andermatt --> Biasca --> Lukmanier --> Oberalp --> Andermatt. Ähnlich viel Höhenmeter und 160km insgesamt. Mehr als drei solche Tagestouren hintereinander habe ich aber noch nie geschafft. Nach dem dritten Tag tut mir immer irgendetwas weh, da bin ich einfach nicht genug trainiert für.

Die Steigungen sind dort alle sehr gleichmäßig. Z.B. kannst Du bei derAuffahrt von Wassen zum Sustenpass immer einen sehr großen Teil der Strecke einsehen und die ist von den Schweizern generalstabsmäßig in der Berg mit fast konstanter Steigung "gehauen" worden. Das sind dort 1300hm auf 18km, also im Durchschnitt ein ganzes Stück unter 10% (http://www.quaeldich.de/paesse/sustenpass/).

Anders sieht es z.B. in Südtirol aus. Da gibt es wohl recht viele Stellen, bei denen man wie vor einer Wand steht. Würde ich mir nicht unbedingt als erste Ziel für eine Alpentour ausssuchen.
Nunja. Mit 20 und guter Grundfitness und 2000 Jahreskilometer undd generell ein wenig Talent sollte es schon klappen. Fände ich zumindest gerecht. :D Ich habe wie gesagt schon öfters Rennradfahrer am Berg überholt (gibt ja auch im Schwlarzwald genügend Berge) und das sollte doch dann eigentlich gar nicht klappen, wenn ich nach der Rechnung zu schwach wäre mein Rad den Anstieg hoch zu bekommen ohne abzustiegen? Oder haben sich dann jene Rennradfahrer alle extra Mountainbikeübersetzungen montieren lassen?
Mit Compact oder 3-fach und hinten eine 27er oder 28er Kassette wirst Du dass schon schaffen.
4W/kg ist während langweiligen Rennsituationen im Hochgebirge ein gängiger Wert in einer langweiligen Rennphase. Die Profis können natürlich noch deutlich zulegen.

Heras hat das damals gemacht, ein Jan Ullrich ist normal gefahren. Übrigens auch ein Valverde, sah allerdings schon erbärmlich aus, so langsam waren die Umdrehungen.

In meiner Heimat gibt es zahlreiche Stichstraßen, die reihenweise Steigungsprozente von über oder zumindest knapp 20% aufweisen und das asphaltiert. Das natürlich nicht lange, aber 1km mit 16% im Schnitt sind schon mal drin innerhalb eines Anstiegs. Bisher alles mit dem Mountainbike gemacht, da gabs nie ein Problem. Bei 20-25% steht halt notfalls mal die 5,x km/h und man ist trotzdem total platt, aber immerhin schafft man es. Fände ich schon schade solche Anstiege mit dem Rennrad nicht fahren zu können. Wobei ich solche Extremanstiege sicherlich noch verzeihen könnte. Aber zumindest 10-15% sollten problemlos drin sein, sonst kann man außer reinen Bundes und vielleicht noch Landstraßen ja gar nix fahren. Rampen von über 10% gibt es doch praktisch überall.
Wenn Du in so einer Region fährst, kannst Du immerhin gut die Berge trainieren! Da führt dann aber wirklich nichts daran vorbei, die Überetzungsspanne auszureizen. Bei 3-fach kannst Du zur Not vorne das kleine Blatt verkleinern (http://www.bike24.net/1.php?content=8;navigation=1;product=6280;page=1;menu=1000,4,122;mid=81). Je weiter Du Dich dabei von Standard 30 Zähne entfernst, desto schlechter wird dann aber sicher auch die Schaltperformance sein. Mit 30/28 sollte aber vieles auch so schon fahrbar sein.
 
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