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Die grosse Rumeierei - ich will mein Laufrad selber bauen

  • Ersteller Ersteller einbeiner
  • Erstellt am Erstellt am
Ja, das wäre vielleicht gut, Danke. Gerade mit Hinblick auf den Wunsch an der Eroica teilzunehmen, hätte ich gerne Gewissheit, dass der Laufradsatz mich die 135 Kilometer auch begleitet😅.
Lassen sich da auch moderne 45mm Carbon-Hochprofiler mit Messerspeichen und anderer Einspeichung als Anhaltspunkt nehmen? Falls ja, dürfte die Speichenspannung ungefähr passen, vielleicht ein bisschen drunter. Aber die Briten haben mir auch so Angst vor dem Potato-Chip gemacht :D.
Ne, die sind sicher ein schlechtes Vorbild. Wenige, hochgespannte Speichen, die sich auch noch scharf anfühlen.

Komm mal run, dann finden wir was.
 

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Re: Die grosse Rumeierei - ich will mein Laufrad selber bauen
Hallo,
mich erstaunen die enormen Unterschiede bei der Speichenspannung an asymmetrischen Hinterradnabe gerade doch etwas, der Winkel auf der einen Seite kommt mir im Vergleich eh recht steil vor (Abstand zw. Ausfallende und Flansch an Antriebsseite 40mm ggü. 20mm) und nach korrekter Mittigkeit habe ich vor dem Feinzentrieren jetzt auf der einen Seite eine vermutlich vernünftige Speichenspannung und auf der Nichtantriebsseite eine äußerst niedrige, sodass die Speichen bei vorsichtigem Zusammendrücken recht viel "Spiel" haben. Ist jetzt vermutlich ein bisschen viel Glaskugel, aber darf die Speichenspannung so stark voneinander abweichen?
Danke und Liebe Grüße
Maximilian

Edit: Laut Rechner soll die Speichenspannung links bei 54% der Speichenspannung rechts liegen, brauche ich einen Tensiometer oder gibt es irgendwelche Faustregeln oder andere Anhaltspunkte?
Mein erstes Laufrad habe ich mit 16 Jahren gebaut. Heute bin ich 55. Als Zentrierständer diente eine ausgediente Gabel.
Bei einem Tensiometer kenne ich bis heute nur dessen Schreibweise.
Und da ich nur klassische Laufräder gebaut habe und baue, wird sich das sicherlich nicht mehr ändern.
Anfangs dienten mir fertige Laufräder als Vorlage hinsichtlich Speichenspannung.
Aber wenn man einige gebaut und dann auch selbst gefahren hat, kennt und spürt man die Unterschiede.
Mir wäre die Verwendung eines Tensiometers und die Umsetzung von Werten zu theoretisch. Wobei ich nicht ausschließen möchte, daß ich wohl auch zu konservativ dazu wäre. ;)
Je nach Felgensteifigkeit und Speiche (glatt, DD in verschiedenen Dimensionen etc.) sowie Speichenzahl lassen sich sehr verschiedenartige Laufräder bauen und auch dem Fahrer und der Fahrweise anpassen.
Ich lege Wert auf größtmögliche Symmetrie im Hinterrad, fahre 7-fach auf 130mm. Vorne bleibt die Spannung moderat, was mir mehr Komfort bringt.
Das alles sind Faktoren, die man sprichwörtlich erfahren muß und die man nicht mit einem Tensiometer erhält.
Vielleicht wird es ein wenig Mut erfordern, aber ich rate Dir, zumindest die ersten Laufräder ohne dieses Hilfsmittel zu bauen.
 
Mein erstes Laufrad habe ich mit 16 Jahren gebaut. Heute bin ich 55. Als Zentrierständer diente eine ausgediente Gabel.
Bei einem Tensiometer kenne ich bis heute nur dessen Schreibweise.
Und da ich nur klassische Laufräder gebaut habe und baue, wird sich das sicherlich nicht mehr ändern.
Anfangs dienten mir fertige Laufräder als Vorlage hinsichtlich Speichenspannung.
Aber wenn man einige gebaut und dann auch selbst gefahren hat, kennt und spürt man die Unterschiede.
Mir wäre die Verwendung eines Tensiometers und die Umsetzung von Werten zu theoretisch. Wobei ich nicht ausschließen möchte, daß ich wohl auch zu konservativ dazu wäre. ;)
Je nach Felgensteifigkeit und Speiche (glatt, DD in verschiedenen Dimensionen etc.) sowie Speichenzahl lassen sich sehr verschiedenartige Laufräder bauen und auch dem Fahrer und der Fahrweise anpassen.
Ich lege Wert auf größtmögliche Symmetrie im Hinterrad, fahre 7-fach auf 130mm. Vorne bleibt die Spannung moderat, was mir mehr Komfort bringt.
Das alles sind Faktoren, die man sprichwörtlich erfahren muß und die man nicht mit einem Tensiometer erhält.
Vielleicht wird es ein wenig Mut erfordern, aber ich rate Dir, zumindest die ersten Laufräder ohne dieses Hilfsmittel zu bauen.
Wow, 39 Jahre Erfahrung im Laufradbau. o_O
Gar nicht schlecht. :daumen:
 
Die Speichen(-vor-)spannung hat nix mit Komfort zu tun.
Speichen längen sich bei gleicher Krafteinleitung immer um denselben Betrag, egal wie hoch die Vorspannung ist.
Ja, davon habe ich oft gehört.
Ich will nicht ausschließen, daß es Einbildung ist, aber meiner (rein subjektiven) Erfahrung nach macht es doch einen Unterschied.
Wow, 39 Jahre Erfahrung im Laufradbau. o_O
Gar nicht schlecht. :daumen:
Drücken wir es anders aus:
ich werde langsam alt. ;)
 
Ne, die sind sicher ein schlechtes Vorbild. Wenige, hochgespannte Speichen, die sich auch noch scharf anfühlen.

Komm mal run, dann finden wir was.
Danke, das ist top. Wenn das Rad fahrbereit ist, melde ich mich mal bei Dir.
Mein erstes Laufrad habe ich mit 16 Jahren gebaut. Heute bin ich 55. Als Zentrierständer diente eine ausgediente Gabel.
Bei einem Tensiometer kenne ich bis heute nur dessen Schreibweise.
Und da ich nur klassische Laufräder gebaut habe und baue, wird sich das sicherlich nicht mehr ändern.
Anfangs dienten mir fertige Laufräder als Vorlage hinsichtlich Speichenspannung.
Aber wenn man einige gebaut und dann auch selbst gefahren hat, kennt und spürt man die Unterschiede.
Mir wäre die Verwendung eines Tensiometers und die Umsetzung von Werten zu theoretisch. Wobei ich nicht ausschließen möchte, daß ich wohl auch zu konservativ dazu wäre. ;)
Je nach Felgensteifigkeit und Speiche (glatt, DD in verschiedenen Dimensionen etc.) sowie Speichenzahl lassen sich sehr verschiedenartige Laufräder bauen und auch dem Fahrer und der Fahrweise anpassen.
Ich lege Wert auf größtmögliche Symmetrie im Hinterrad, fahre 7-fach auf 130mm. Vorne bleibt die Spannung moderat, was mir mehr Komfort bringt.
Das alles sind Faktoren, die man sprichwörtlich erfahren muß und die man nicht mit einem Tensiometer erhält.
Vielleicht wird es ein wenig Mut erfordern, aber ich rate Dir, zumindest die ersten Laufräder ohne dieses Hilfsmittel zu bauen.
Ohne jedes Vorbild finde ich auch das Erwerben eines Gefühls schwer, hier gibt es halt nur noch Straightpull, Messerspeichen etc. .
 
Ohne jedes Vorbild finde ich auch das Erwerben eines Gefühls schwer, hier gibt es halt nur noch Straightpull, Messerspeichen etc. .
Ja, das ist genau das Problem.
Es ist aber wirklich so, dass man ziemlich schnell ein Gefühl für die Sache entwickelt und gegen Ende des Zentriervorgangs dann auch merkt, dass es schwergängig wird, die Speichen sich mitdrehen, das Rad irgendwie zickig wird und nicht mehr so einfach den Änderungen folgt.
Dann sollte man die Spannung nicht mehr gross erhöhen.
 
Heute kamen per Post die BITEX Naben vom Typ RAR8. Die Hinterrad-Nabe hat eine Einbaubreite von 120 mm und soll bis 11-fach kompatibel sein. Edit: 32L.

Ich möchte mein Flandria Stadtrad mit einem Antrieb der Dura Ace 7700 9-fach ausstatten.

Durch die Architektur der Nabe stehen die Speichen auf der Ritzelseite deutlich steiler. Wie problematisch ist das?

IMG_6311.jpeg
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8F1qnNP.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Bilder sagen aber ganz deutlich 120 mm. Einem Maßstab, der nicht auf der Messebene liegt und dann auch noch mit Parallaxe fotografiert wird, kann man nicht glauben.
 
Ich hätte das Foto besser mit dem Messschieber aufnehmen sollen. Gestaltet sich mit zwei Händen aber schwierig.

Die Bitex RAR8 HR-Nabe hat übrigens 32L.
 
Ne Felge mit möglichst asymetrischen Speichenlöchern sollte es schon sein. Das wird haarig, da links Spannung drauf zu bekommen.
 
Durch die Architektur der Nabe stehen die Speichen auf der Ritzelseite deutlich steiler. Wie problematisch ist das?
Dafür rückt bei der RAR8 der linke Flansch weiter nach rechts als zB. bei der RAR12.
Der Offset ist derselbe wie bei der RAR12.
Dein Problem, wenn überhaupt, liegt eher bei der geringen Stützbreite.
Ich würde höhere (->steifere) Felgen als die H Plus SON TB14 verwenden und Felgen mit Offset-Löchern sind natürlich immer gut.
 
Etwas ungläubige Frage...: Wozu dient eine 120 mm Kassettennabe für 11fach? 120 mm wurde ja damals mit 5fach genutzt, bei den heutigen Ritzelabständen wäre das vermutlich 7- oder 8fach, und wird immer noch bei 1fach (Bahn) eingesetzt. Abgesehen von den statischen Problemen wundere ich mich auch über den Rahmen, in den das Rad schlussendlich eingebaut werden soll.

Man hat's sicherlich bereits bemerkt. Ich finde diese Nabe erstmal unsinnig. Aber vielleicht kann mich jemand erleuchten.
 
Wie bekommt man die RAR8 denn überhaupt auf 120er Breite? Gibt es da für die linke Seite eine kürze Endkappe?

Ich halte es für eine Schnapsidee ein Rad mit so schmaler Einbaubreite mit 11x Antrieb auszustatten. Dafür ist er einfach nicht gemacht. Das wird nie eine statisch befriedigendes Rad. Man halbiert ja quasi die Abstützbreite der Antriebsspeichen. DA wird man linsksseitig immer Schwabbel-Vorspannung haben.
 
Etwas ungläubige Frage...: Wozu dient eine 120 mm Kassettennabe für 11fach? 120 mm wurde ja damals mit 5fach genutzt, bei den heutigen Ritzelabständen wäre das vermutlich 7- oder 8fach, und wird immer noch bei 1fach (Bahn) eingesetzt. Abgesehen von den statischen Problemen wundere ich mich auch über den Rahmen, in den das Rad schlussendlich eingebaut werden soll.

Man hat's sicherlich bereits bemerkt. Ich finde diese Nabe erstmal unsinnig. Aber vielleicht kann mich jemand erleuchten.
Diese Nabe ist für Klappräder gedacht mit kleinen Felgendurchmessern.
Durch den kleinen Felgendurchmesser stehen die Speichen seitlich wieder schräg genug.

Ausserdem, wie oben schon geschrieben, hat die RAR8 denselben Offset wie die 130mm Version RAR12, weil bei der RAR8 der linke Flansch weiter nach rechts rückt.
 
Diese Nabe ist für Klappräder gedacht mit kleinen Felgendurchmessern.
Durch den kleinen Felgendurchmesser stehen die Speichen seitlich wieder schräg genug.

Ausserdem, wie oben schon geschrieben, hat die RAR8 denselben Offset wie die 130mm Version RAR12, weil bei der RAR8 der linke Flansch weiter nach rechts rückt.
Danke für die Klapprad-Erklärung!

Für grössere Felgen nützt der nach rechts verschobene linke Flansch aber kaum 'was, denn an den problematisch steilen rechten Speichen ändert dies erstmal nichts.

Soll die Nabe denn wirklich für kleine Felgen genutzt werden? Falls nein, wäre die Erfahrungen über die ganze Lebenszeit des Hinterrades spannend - also Aufbau, Nutzung, späteres Nachzentrieren, gelegentlicher Ersatz gerissener Speichen, usw.
 
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