Moin in die Runde!
Ich hatte es mit meinem Anliegen zuvor schon mal im "Provenienz"-Faden probiert
(
https://www.rennrad-news.de/forum/threads/provenienz-–-die-suche-nach-dem-rahmenbaumeister.173352/post-4930371), aber da dort am Ende nicht mehr viel kam und die Fakten bisher auf ein Rad aus dem Berliner Raum schließen lassen, frage ich hier bei euch noch einmal nach.
Kann Jemand von euch dieses Rad hier zuordnen?
Anhang anzeigen 905659
Die Gesamtansicht wird sicherlich Niemandem etwas bringen, darum hier die wesentlich wichtigeren Detailbilder:
Ein relativ markanter Gabelkopf mit profilierten Gabelscheiden:
Anhang anzeigen 905662
Gabelaugen mit langen Spitzen:
Anhang anzeigen 905661
Luftpumpenhalterung, Aufnahme für Schaltzugführung (Drehrädchen) sowie eine Öler-Öffnung:
Anhang anzeigen 905663
Ausfallende, ebenfalls mit langen Zapfen:
Anhang anzeigen 905664
Die Kettenstreben sind profiliert (Sitzstreben ebefalls):
Anhang anzeigen 905666
Da ist mal irgendwas abgerissen, dachte erst es wäre ein Kettenhalter aber dieser wäre ja auf der Innenseite:
Anhang anzeigen 905665
4-stellige Rahmennummer. Sieht aus wie 5008, allerdings wäre dann die 8 falsch herum gestempelt:
Anhang anzeigen 905667
Und als letztes markantes Merkmal die Verstärkung am Bremssteg. In Rund und nicht eckig sowie mit zusätzlicher Durchgangsbohrung von oben:
Anhang anzeigen 905669
In den näheren Fokus rückten einige der bekannten Berliner Rahmenbauer. Mal zu dem was ich bisher denke:
Grunow: war erst im näheren Fokus, allerdings hatte er die Verstärkung am Bremssteg immer in eckig. Zumindestens nach dem was die Recherche im Netz nach Bilder ergab. Es war auch kein Rad dabei, dass ebenfalls solche langen Zapfen an Gabelaugen und Ausfallenden trug. Scheidet also aus?
Hanow: der markante flache Gabelkopf sowie lange Zapfem an Gabelaugen und Ausfallenden sprechen erst einmal für Hanow. Die Position der Rahmennummer passt halbwegs. Allerdings sieht man bei ihm häufig eckige Verstärkungen am Bremssteg...
Kuschow: da passen relativ viele Details zusammen. Allerdings verbaute er anders gearbeitete Muffen und Gabelauge sowie Ausfallende tragen an beiden Seiten Zapfen. Vielleicht ist jedoch der "kleine" Zapfen auch einfach über die Jahre verschütt gegangen. Quasi so, wie das Anlötteilchen der Sitzstreben.
Büchner: passen auch einige Details und die Rahmennummer würde Sinn machen. Es wäre dann das 8. Rad aus dem jahr 1950.
Weiterhin wäre eventuell auch Polrad möglich. Alles in allem relativ schwierig, zumal ja einier der berliner Rahmenbauer ja auch voneinander gelernt hatten.
Unter dem Tretlager befindet sich keine weiter Nummer oder Stempelung...
Für heiße Tipps wäre ich sehr dankbar
P.S.: Sorry für Cross-Posting falls sich Jemand daran stören sollte