Gerne kannst du ja Anregungen geben, wie man noch vergleichbarere Testbedingungen herstellen könnte.
Zunächst würde ich mal die Kraft nicht zur interessantesten Messgröße ernennen (“oben“) sondern die Einstichtiefe. Denn der Dorn über den man drüberfährt hat genug Wumms, aber irgendwann ist er eben zuende, beziehungsweise er wird von der Kraft die zum tieferen Eindringen in den
Reifen benötigt wird gestoppt. Die paar Newton die der
Schlauch dabei beiträgt sind abseits der Vorbohrung nunmal verschwindend klein. Die
zweite Grafik bei Tubolito zeigt in erster Linie dass ihr TPU steifer ist als Butyl, denn bei gleichem Druck dahinter entspricht die Kraft dem Volumen ded verdrängten ungefähr Kegelstumpfes, das knittert bei TPU wahrscheinlich irgenwie rein während die gummiartigeren tatsächlich nachgeben, aber dann wohl irgendwann an der Kante des Dorns einreissen.
Ein echter Dorn, bei echten Drücken, (die sind aus Schlauchsicht in den letzten Jahren paradoxerweise eher gestiegen als gesunken, weil alles unter vier bar sowieso tubeless gefahren wird) wird TPU wahrscheinlich bereits bei wenigen zehntel mm sauber durchstanzen, weil ebendiese Steifigkeit dafür sorgt dass bei schon bei niedriger Eindringtiefe hohe Kräfte wirken. In der Grafik von Tubolito z.B. knapp drei mal so hohe Kraft wie bei leichtem Butyl. Durchaus möglich dass bei hohen Drücken TPU schon bei Eindringtiefen durch ist wo selbst bei Leichtbaubutyl noch nicht einmal die Dicke erreicht ist.
Der Kurvenverlauf in der Grafik erweckt den Eindruck dass man einen möglichst hohen Verlauf haben möchte, tatsächlich ist aber eher anders herum: man möchte dass der Verlauf möglichst weit rechts endet (ja, auch darin gewinnt laut Tubolito der Tubolito gegen Butyl), ob
der Schlauch dabei nennenswert Kraft gegenhält ist vollkommen nebensächlich (
Dichtmilch soll darin übrigens auch nicht sonderlich gut sein...)