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Konkrete Konfliktsituationen im Verkehr

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soll ich das als Drohung verstehen das Auto in deinem Umfeld lieber nicht zu benutzen ???

Er nun wieder...

Der Doc wird wohl eher gemeint haben, dass es Leute gibt, die sicherlich stärkere Geschütze auffahren würden, wenn sie könnten, dies aber Dank der Waffengesetze, verhindert wird.
 
Er nun wieder...

Der Doc wird wohl eher gemeint haben, dass es Leute gibt, die sicherlich stärkere Geschütze auffahren würden, wenn sie könnten, dies aber Dank der Waffengesetze, verhindert wird.

Naja, wenn man ein Auto auch als Waffe einsetzen kann, wird es genug geben, die das schon versuchen werden. Am WE haben das so einige bei mir versucht. Da kann man bei einem Unfall nur hoffen, dass ein wacher Mensch das Nummernschild aufschreiben wird. Jemand, der andere mit dem Auto abschießt, haut auch dann ab, wenn er wirklich einen anderen umgenietet hat. :/
 
Das Problem ist, das bei vielen Gegenständen die Wahrnehmung eine ganz andere ist. Die meisten Schusswaffen dürften "Spielzeuge" sein, die nur als Hobby benutzt werden, wie eine Angel, eine Tennisausrüstung oder ähnliches. Dabei sind sich bei Schusswaffen alle da drüber klar, das ein Missbrauch sehr fatale Folgen haben kann.

Die Lobby ist sehr entscheidend und die Wahrnehmung verzerrt. Wer z.B. mit einem Baseballschläger auf dem Rücksitz fährt wird sich viel schneller dafür rechtfertigen müssen Baseball zu mögen, als jemand der einen Golfschläger da liegen hat. Dabei sind beide als Waffe benutzt ungefähr gleich gefährlich. Daran erkennt man schon welche Gruppe von Menschen (bezogen auf den Einfluss) Golf spielt und welche Baseball.

Beim Auto ist es nicht anders. Fast jeder hat den Schlüssel irgendwo in einer Schale liegen oder am Haken hängen. Dabei sind Autos nicht weniger gefährlich als Schusswaffen. Mal ein Gedankenexperiment:

Der Amoklauf in Winnenden wäre eine Amokfahrt gewesen. Statt mit einer Schusswaffe herum zu laufen und mühsam alle einzeln zu erschießen/verletzen wäre der Täter einfach mit einem großen SUV und vollem Tempo quer über den Schulhof gefahren um am Ende durch eine Wand zu brechen und fast alle im Raum zu zermatschen? Ähnlich viele Tote und Verletzte werden ganz locker die Folge gewesen. Wenn man bedenkt wie hoch die Motorleistung mittlerweile ist, da braucht es nicht viel Anlauf um so schnell angefahren zu kommen, das zur Seite springen kaum mehr möglich ist und eine Wand durchbrochen werden kann.

Wäre es dann dazu gekommen, das jeder seine Autoschlüssel im Tresor lagern muss und es unangekündigte Kontrollen der Polizei gibt? Hätte man überhaupt Bezug auf das Auto als Tatwaffe genommen? Ich schätze mal nein. Hier hätte sich der Täter wahrscheinlich sogar die Arbeit machen müssen, seine Pläne vorher schriftlich fest zu halten damit man es nicht als Unfall gewertet hätte.
 
Hat er nicht. Denn:

Es werden oder wurden kaum Amokläufe mit Autos, sondern sehr viel häufiger mit Knarren durchgeführt.

Asylanten, Ausländer, Linke und Andersdenkende wurden nicht mit Golf-, sondern Baseballschlägern verdroschen und halbtot geschlagen.

Dass die Ressentiments daraus resultierend gegen Schußwaffen oder Baseballschläger andere sind, als gegen Golfschläger oder Autos kann einleuchten. Dies würde sicherlich anders aussehen, wenn es eben andersherum war oder ist. War oder ist es aber nicht.
 
ich hab als Kind immer gern Fußbälle in und auf nicht ganz Bruchsichere Sachen geschoßen.
Nimand war auf die Idee gekommen mir deswegen den Ball wegzunehmen
hätte ich das selbige mit Basballschlägern getan hätts bestimmt öfter mal prügel gesetzt.
aber Fußballspielen darf man einen Jungen ja nicht verbieten bis ich selber eingesehen hab das es doch ein zu blödes Spiel ist
 
Das sind doch jetzt an den Haaren herbeigezogene Vergleiche.

Waffen sind dazu da, um andere Menschen wenigstens zu verletzen. Menschen, die sich daraus einen "Sport" machen nutzen diese dann zweckentfremdet.

Fußbälle, Golfschläger und Baseballschläger sind Sportgeräte. Die sind nicht dazu da, um Sachen kaputt zu machen oder Menschen zu verletzen.

Es ist demnach müßig darüber zu sprechen, was wäre wenn und was könnte mit welchem Gegenstand wie gemacht werden. Allein der Zweck, wozu Gegenstände gedacht sind, ist doch relevant. Und Waffen sind nunmal dazu da, um andere Menschen zu töten. Da können sich die sog. Sportschützen wehren, wie sie möchten. Viele von denen schießen auch auf Pappkameraden. Oder Zielscheiben mit menschenähnlichen Abbildungen. Was isn das fürn Sport bitteschön???

Aber egal. Ist ja ein Radsportforum und kein Waffenforum...
 
Hallo zusammen, nach den vielen, auch hier beschriebenen Alltäglichkeiten, ist mir doch letzten Donnerstag in besonderer Art und Weise die Vorfahrt geschnitten worden. Da ich es per Helmkamera festgehalten habe, überlege ich gerade was ich tun soll oder nicht. Der Schreck ist vergangen, die Wut ist jedoch noch da
 
Der hatte auch Feierabend und ist kein Freund von Radlern
Der bremst nur für Tiere (um dann nochmal zurück zu stoßen )
 
Hallo zusammen, nach den vielen, auch hier beschriebenen Alltäglichkeiten, ist mir doch letzten Donnerstag in besonderer Art und Weise die Vorfahrt geschnitten worden. Da ich es per Helmkamera festgehalten habe, überlege ich gerade was ich tun soll oder nicht. Der Schreck ist vergangen, die Wut ist jedoch noch da

Das ist schon ziemlich dreist und gefährlich. Ich bin kein Experte und weiß nicht, ob und wie das Filmmaterial bei einer Anzeige verwertet wird. Aber das wäre sicher ein Weg. Ein anderer, und den würde ich auf jeden Fall (auch) einschlagen, wäre sicherlich der, dass man der Firma Baumann mal einen freundlichen Brief schreibt. Wenn nicht gerade der Chef am Steuer saß, denke ich, dass der von solchem Verhalten sicher nicht begeistert ist.
 
Im Video steht das Datum 26.03.2010.
KA ob solche Aufnahmen verwertet werden, aber wenn dann beruft sich der Anwalt des Fahrer auf Verjährung :D

Gruß, Tom
 
Im Video steht das Datum 26.03.2010.
KA ob solche Aufnahmen verwertet werden, aber wenn dann beruft sich der Anwalt des Fahrer auf Verjährung :D

Gruß, Tom
Ja, die Kamera ist ein älteres Modell. Das Datum jedes mal zu stellen ist umständlich. Werde eher schauen, ob es sich deaktivieren lässt.

Sieht nach einem 3 Mann-Betrieb aus. Schätze Vater und Söhne. Bei direktem Kontakt rechne ich da mit Schutzinstinkten. Ich frag die Tage nach, ob statt Anzeige alternativ auch eine kleine Predigt bzw. Verwarnung abgehalten wird. Gar nichts zu machen ist auch keine Lösung. Meiner Meinung nach geht so eine Situation gut aus oder gleich schwer verletzt.
 
Hallo zusammen, nach den vielen, auch hier beschriebenen Alltäglichkeiten, ist mir doch letzten Donnerstag in besonderer Art und Weise die Vorfahrt geschnitten worden. Da ich es per Helmkamera festgehalten habe, überlege ich gerade was ich tun soll oder nicht. Der Schreck ist vergangen, die Wut ist jedoch noch da

Das ist ja richtig knapp, ich weiß nicht ob sowas juristisch verwertet werden kann. Aber vielleicht wäre es mal interessant der Firma Bachmann einen Besuch MIT dem Video abzustatten und nach zu fragen was sie von einer Anzeige halten würden.
Ich denke viele Autofahrer begreifen einfach nicht, wie sehr sie uns gefährden.
 
Ich habe mir vorgenommen, möglichst nicht mehr Sonntag nachmittags zu radeln. Letzten Sonntag ist das passiert:


Ich würde gern gelassener reagieren, aber das fällt schwer, wenn die Zahl der Konflikte auf einer normalen Ausfahrt ins zweistellige geht.
 
Geht uns glaube allen nicht wirklich anders.
Grad im Dämmerlicht unterschätzen uns die KFZ'ler,
Habe auch soviele Erlebnisse bei 8 Ausfahrten dieses Jahr gehabt das gibts garnit.
Denke das ist am Anfang der Saison genau wie bei den Motorradfahrern.
Autos übersehen uns und unterschätzen uns halt immer
 
Hallo Leute,

gerade das ist es was mich auch immer so auf die Palme bringt. Wir Rennradfahrer werden von Autofahrern regelmäßig erst mal in der Geschwindigkeit unterschätzt. Der normalo Autofahrer kennt keinen Unterschied zwischen Fahrradfahrer mit Einkaufstaschen und einem Rad mit einem Gesamtgewicht von 25Kg. Der Autofahrer sieht nur Fahrrad (warum fährt der nicht auf dem Radweg???) Schon mal vorweg. Es wird ein Tempo von ca. 10-15kmh erwartet. Das bedeutet, da kann ich ja noch locker abbiegen bevor der da ist.

Andere Autofahrerinnen sind dermaßen mit ihren Smartphone beschäftigt das sie gar nicht meken, daß einer mit seinem Rennrad schon 500Meter mit der Geschwindigkeit von 40kmh rechts neben ihr fährt.(die hat vom dem rein gar nichts mitbekommen) Wenn man soetwas sieht weis man plötzlich warum bei manchen Verkehrsunfällen ganze Familien ausgelöscht werden.

Das dumme ist nur, der Rennradfahrer hat nicht die geringste Chance bei einem Zusammenstoß. Den Autofahrer lässt das ganze recht kalt. Die beinahe Zusammenstöße habe ich seeehr oft erlebt bzw. brenzliche Situationen. Fast bei jeder Ausfahrt.

Was kann uns denn schützen? Da gibt es in erster Linie nur eines. Alle Augen, Ohren und sonstige Spürorgane auf 120% bringen. Das alleine nutzt aber noch nicht viel. Der Rennradfahrer MUSS einen 7 Sinn für solche Situationen enwickeln, nur so überlebt er.

Das fahren mit Helmkamera, denke ich ist, mit Sicherheit ein gutes Plus beim Rennradfahren. Ich besitze auch eine, aber es ist mir zu lästig das Ding jedesmal anzuschmeissen. Zudem hapert es an der guten Befestigung am Helm. Denn die Kamera muss zwingend am Helm befestigt sein. Am Lenker befestigt nutzt das teil nur 20% seines könnens aus. Sprich ich muss dahin sehen können wo die Musik spielt und gleichzeitig das aufnehmen wohin ich sehe.

Das ist es eben, deshalb fahre ist so wie ich am sichersten von A nach B komme. Und dazu gehört auch das missachten eines Radwegs wenn er zu gefährlich ist. (übrigens war das mit dem Waffengesetz so gemeint, daß ich davon ausgehe, daß einige Autofahrer sehr militant sind. Einer hat schon mit einem Messer vor mir gestanden.) Obwohl ich Sportschütze war.

Fahrt eure Antennen aus wenn ihr auf die Straße geht.

Doc

P.S. Mir ist vorige Woche was blödes passiert. Da ich im Moment versuche mein Gewicht zu reduzieren bin ich schon mal ein wenig ausgepowert. Durch eine Unachtsamkeit bin ich dann über den Bordstein gefolgen. Ist weiter nicht viel passiert. Ein paar Schrammen am Rad. Ich hatte nicht einen Kratzer. Aber auch die momentane mentale Stärke ist ganz wichtig. Wer zum Teil wie ich momentan aussgelaugt ist, dem fehlt die nötige Konzentration. Das kann gefährlich sein.
 
Lass mich raten... Du bist Sportschütze.

Ich muss dich enttäuschen, das bin ich nicht. Ich finde es nur schlimm, wie verzerrt beim Thema Waffen die Wahrnehmung ist.

Früher hatte ich als Kind ein Taschenmesser. Damit habe ich auch jede Menge Dinge gemacht, aber die Möglichkeit, das es eine Waffe sein könnte ist mir nicht mal in den Sinn gekommen. Damals kein Problem, heute würden einem direkt böse Absichten unterstellt.

Das Auto als Waffe wird dabei völlig unterschätzt. Damit bin ich bereits mehrfach bedroht worden und auch bewusst in Gefahr gebracht. Ein kleiner Fehler hätte fatale Folgen haben können. Und die Folgen für die Angreifer? Keine. Beim Taschenmesser würde heute direkt jeder fragen wofür ich es denn brauche. Bei einem Auto mit über 2 Tonnen Masse und/oder völlig überzogenen Motorleistungen wird diese Frage seltsamer weiser nie gestellt. Wobei ich nichts dagegen habe, wenn jemand verantwortungsvoll damit umgeht.
 
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