Ich habe mir einen Laufradsatz eingespeicht. Hab da gut Spannung drauf gebracht und zentriert. Eben das erste Mal Probe gefahren und die Speichen des Hinterrades haben sich praktisch alle extrem gelöst. Was habe ich falsch gemacht? Zu wenig Spannung? Ich habe nichts an Leinöl oder sonstiges an das Gewinde der Speichen gemacht, war das der Fehler?
Scheinbar liegen hier 3 Fehler vor:
1. Speichengewinde ungeölt-die Speichen tordieren beim Spannen und verlieren wieder an Spannung ,wenn sich die Speichen im Nippel leicht zurückdrehen
2. Zugspeichen mit Kopf außen-etwas höhere Anfälligkeit zum Aufbiegen der Speichenbögen-weitere Spannungsveränderung
3. eventuell die falschen Löcher in der Felge erwischt? Der Übergang Nippel/Speiche sieht teilweise geknickt aus.
Beseitigung:
Option A :komplett neu einspeichen...
Option B: ein Tröpfchen Öl an jedes Speichengewinde, spannen, zentrieren, mehrfach(!) gefühlvoll (am besten über einer größeren Papprolle) abdrücken-anschließend ein Tropfen Pattex Classic auf jeden Nippelkopf.
Es muß alles vermieden werden, was eine Änderung der Speichenspannung im Betrieb hervorruft.
Deswegen angepasste Speichenbögen, geölte Gewinde,abdrücken, abschließend Nippel verkleben.
Für Hintergrundwissen gern in :Smolik-velotech-Naben, Speichen,
Felgen,Laufräder einlesen