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FTP - Aktuelle Zahlen und Ziele

Eine Frage zur Abschätzung ftp:
Kann man aus diesen Angaben bei strava, wie lange man in welchen Bereich war, irgendwelche Rückschlüsse auf die aktuelle ftp oder besser auf die Veränderung der ftp machen?
Also ohne expliziten aktuellen Test?

Beispiel gestern:
Fahrt 2h
Z5 8:38
Z6 7:49
Z7 6:07
Also in der Summe ca. 22 Min. >249 W gefahren
Screenshot_20250322_092228_Strava.jpg



Fahrt war flott mit einigen Intervallen auf gravel und Rampen und Gegenwind.
Nach der Intervallphase zum Abschluss noch das hier zum Ausklingen auf der Straße im Gegenwind.
Screenshot_20250322_092351_Strava.jpg


Referenz habe ich leider nur einen ftp Test draußen von 7.24.
237 W bei 67.5kg = 3.5w/kg
Aktuell 65kg durch Kcal Reduzierung.
Winter viele cx/mtb Rennen max 1h.
Was meint ihr ist der Trend?
Test schaffe ich erst in 2 Wochen, da nur draußen möglich?
 

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Re: FTP - Aktuelle Zahlen und Ziele
Kann man aus diesen Angaben bei strava, wie lange man in welchen Bereich war, irgendwelche Rückschlüsse auf die aktuelle ftp oder besser auf die Veränderung der ftp machen?
Halbwegs brauchbar wird das, wenn du es mit Intervals.icu koppelst. Dann sollten aber auch All-outs in verschiedener Länge dabei sein.
 
Kurze Frage in die Runde. Bei den genannten Jedermann-Rennen hatte ich gedacht, dass man mit 3w/kg (eig auch unter 4w/kg) eher im hinteren Bereich ist ?
Was sagen eure Erfahrungen dazu ?

PS: Frage aus persönlichen Interesse. Nicht um die Aussage von Scilacci zu beurteilen ;)
Mit einer 4 w/kg-FTP kannst du schon recht weit vorne landen, wobei deine absolute Schwelle auch eine wichtige Rolle spielt, da es eigentlich keine/kaum Jedermann-Rennen mit langen und wirklich steilen Anstiegen gibt. Ansonsten spielt natürlich das Rennverständnis eine ziemlich wichtige Rolle und ob man eine passende Gruppe erwischt.
 
Halbwegs brauchbar wird das, wenn du es mit Intervals.icu koppelst. Dann sollten aber auch All-outs in verschiedener Länge dabei sein.
Danke!
Sehe in intervals, das die Längen der (Allout) Intervalle meist zu kurz sind, max. 5 Minuten Minuten im Gelände hier. Werde mal was längeres auf Straße fahren.
Die eFTP der letzten Fahrten wird mit 210 angegeben. Waren aber auxh wegen Anfahrt Rollanteile dabei.
 
Kurze Frage in die Runde. Bei den genannten Jedermann-Rennen hatte ich gedacht, dass man mit 3w/kg (eig auch unter 4w/kg) eher im hinteren Bereich ist ?
Was sagen eure Erfahrungen dazu ?

PS: Frage aus persönlichen Interesse. Nicht um die Aussage von Scilacci zu beurteilen ;)

Du hast nicht ganz Unrecht. Sofern es sich um Rennen handelt, die etwas bergiger und mit längeren Anstiegen am Stück, kann ich nicht im 1/4 mitfahren. Ich fahre dann meistens aber auch auf der Distanz wo sich nicht die ganzen GCC-Teams getummelt haben. Ich komme aus dem Münsterland, wo bis auf die Baumberge und den Teutoburger Wald es nicht längere Steigungen gibt. Ich denke ich kann mich ganz gut im Feld bewegen, bin auch relativ muskulös gebaut und habe gute Schnellkraftfähigkeiten. Relativ flache Rennen mit kurzen knackigen Anstiegen liegen mir am besten.
 
Hatte heute ein desaströses FTP Testerlebnis.

Bin auf Zwift den kurzen Test gefahren, bei der Vorbelastung 3min 255 und 2min 275watt bin ich schon fast auf max Puls gekommen. Nach 4 min war mein Puls auch wieder sofort sehr hoch … nach 8 Minuten dann abgebrochen…
Wollte das Ergebnis vom letzten Jahr wieder erreichen 20 min. 252 Watt. Hab nicht groß weniger trainiert …

Hab mir zwei Tage Pause gegönnt vor dem Test , bin ich wirklich so viel schlechter geworden oder eine ganz schlechte Tagesform?

Gefühlt bin ich heuer in Zone 2 Trainieren auch mit ca. 15 Watt mehr gefahren, bin aber weniger harte Einheiten gefahren.

IMG_7574.jpeg
 
Wenn man sich als Hobyfahrer hier in diesem Thread meldet, dann sollte Spaß nie als Ziel akzeptiert werden. Man muss hier die Zielvorgabe wesentlich präzisier fassen, sollst driftet dieser Thread völlig ab. Also bitte noch mal in sich gehen und den Begriff präzisieren. Erlaubt sind: Spaß an Zahlen, Spaß am Leiden, Spaß am Quälen, etc. und vor Allem Spaß an der unbedingten Leistungssteigerung der FTP respektiver Diskussionen um die efinition der wahren FTP!
Nichts im Leben ist unbedingt, nicht einmal die Steigerung der FTP. Wenn ich deswegen keine Zeit mehr habe zu arbeiten und mein Bürgergeld für alles rund ums Radfahren drauf geht, ich nichts mehr essen kann - dann habe ich immerhin bis zu meinem Tod die FTP gesteigert. :)
 
Heute nochmal einen Austausch mit meinem Coach zur FTP gehabt. Übrigens auch Leistungsdiagnostiker. Nach seiner Meinung ist die FTP allenfalls zur groben Trainingssteuerung sinnvoll. Je nach Athlet sei die Fähigkeit die FTP über die entsprechende Dauer bis 60min zu halten, unterschiedlich ausgeprägt und Berechnungsmethoden ohnehin fehleranfällig. Wir arbeiten zwar auch mit FTP, weil das die Plattformen wie Trainingpeaks nunmal zur Zoneneinteilung verwenden, aber einen Test sieht er als wenig sinnvoll an, da die RPE besser auf äußere und innere Umstände reagiert und man lieber lernen sollte, sich danach zu richten. Dann eher Leistungsdiagnostik, aber das ist ja auch immer nur eine Momentaufnahme

Mein Einwand wäre, dass das so leichter umzusetzen ist, wenn man durch eine zweite Person Feedback zum Training bekommt. Wenn man über eine der Trainingsportale trainiert, hat man wenig Kenngrößen außerhalb der ftp, obwohl Trainerroad ja groß damit wirbt, da im Hintergrund noch viel mehr zu berücksichtigen.

Solange mein Training gut läuft und ich Verbesserungen merke, bin ich fein damit, meine "genaue FTP" nicht zu kennen. Ich habe jetzt noch keinen Nachteil in der Trainingssteuerung bemerkt, sondern eher Vorteile.

Jetzt gibt es erstmal noch einen Block mit Sweetspot/Schwellentraining und dann nochmal einen vo2max Block bis Rund um Köln, damit ich die kleinen Anstiege vernünftig hochziehen kann :)
 
Heute nochmal einen Austausch mit meinem Coach zur FTP gehabt. Übrigens auch Leistungsdiagnostiker. Nach seiner Meinung ist die FTP allenfalls zur groben Trainingssteuerung sinnvoll. Je nach Athlet sei die Fähigkeit die FTP über die entsprechende Dauer bis 60min zu halten, unterschiedlich ausgeprägt und Berechnungsmethoden ohnehin fehleranfällig. Wir arbeiten zwar auch mit FTP, weil das die Plattformen wie Trainingpeaks nunmal zur Zoneneinteilung verwenden, aber einen Test sieht er als wenig sinnvoll an, da die RPE besser auf äußere und innere Umstände reagiert und man lieber lernen sollte, sich danach zu richten. Dann eher Leistungsdiagnostik, aber das ist ja auch immer nur eine Momentaufnahme.

Bei einem FTP Test wird ja nur die Grundlage zur Trainingssteuerung gelegt. Dabei geht es ja hauptsächlich um die Vergleichbarkeit seiner eigenen Ergebnisse, einen Trend zu sehen wohin die Reise geht, darum sollte man die FTP auch immer mit dem gleichen Test ermitteln.

Die Zonen können trotzdem recht unterschiedlich sein. Alleine die Schwelle kann je nach Trainingszustand stark variieren, es heißt nicht dass man die FTP eine Stunde fahren kann. Theoretisch sollte es möglich sein aber ohne entsprechende Tempohärte braucht man das gar nicht versuchen, auch wenn der 20min Test gut gelaufen ist.

Genauso ist das übrigens bei der Leistungsdiagnostik, es gibt ja alleine schon x verschiedene Modelle bei wie viel mmol die Schwelle nun liegt.. eine Laktatmessung liefert durch die Form der Kurve zwar mehr Werte und es lässt sich besser bestimmen in welchem Bereich Defizite vorliegen, aber der oft beschriebene „Goldstandart“ ist es auch nicht. Weiters ist es auch hier wichtig dass stehts die selben Stufenprotokolle gefahren werden ansonsten ist jede Vergleichbarkeit futsch. Bisher habe ich kaum erlebt dass verschiedene Institute die selben Testprotokolle verwendet haben.

Aber am Ende bleibt es ein teurer FTP Test. In der Realität machen +/-5w wohl keinen Unterschied da man zumindest Outdoor sowieso immer gewisse Schwankungen hat weil man die Leistung nicht ständig gleich halten kann.
 
Heute nochmal einen Austausch mit meinem Coach zur FTP gehabt. Übrigens auch Leistungsdiagnostiker. Nach seiner Meinung ist die FTP allenfalls zur groben Trainingssteuerung sinnvoll. Je nach Athlet sei die Fähigkeit die FTP über die entsprechende Dauer bis 60min zu halten, unterschiedlich ausgeprägt und Berechnungsmethoden ohnehin fehleranfällig. Wir arbeiten zwar auch mit FTP, weil das die Plattformen wie Trainingpeaks nunmal zur Zoneneinteilung verwenden, aber einen Test sieht er als wenig sinnvoll an, da die RPE besser auf äußere und innere Umstände reagiert und man lieber lernen sollte, sich danach zu richten. Dann eher Leistungsdiagnostik, aber das ist ja auch immer nur eine Momentaufnahme

Mein Einwand wäre, dass das so leichter umzusetzen ist, wenn man durch eine zweite Person Feedback zum Training bekommt. Wenn man über eine der Trainingsportale trainiert, hat man wenig Kenngrößen außerhalb der ftp, obwohl Trainerroad ja groß damit wirbt, da im Hintergrund noch viel mehr zu berücksichtigen.

Solange mein Training gut läuft und ich Verbesserungen merke, bin ich fein damit, meine "genaue FTP" nicht zu kennen. Ich habe jetzt noch keinen Nachteil in der Trainingssteuerung bemerkt, sondern eher Vorteile.

Jetzt gibt es erstmal noch einen Block mit Sweetspot/Schwellentraining und dann nochmal einen vo2max Block bis Rund um Köln, damit ich die kleinen Anstiege vernünftig hochziehen kann :)

Und du richtest dich dann nach RPE im Training?
 
Je nach Athlet sei die Fähigkeit die FTP über die entsprechende Dauer bis 60min zu halten, unterschiedlich ausgeprägt und Berechnungsmethoden ohnehin fehleranfällig.
FTP ist nicht das Optimum, aber das brauchbarste und einfachste, was wir haben. Der wirkliche Vorteil ist, dass es ein relativ simples Testprotokoll ist, bei dem am Ende Daten herauskommen, die gut genug sind.

Die wenigsten können ihren FTP eine Stunde halten, aus meiner Erfahrung sprechen wir bei einem korrekt durchgeführten 20-Minuten-Test von 35-50 Minuten. Gibt dazu auch eine Studie:

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/02640414.2023.2176045

»The FTP is suggested to represent the maximal power output that a cyclist can sustain for an hour (…). In the present study, only seven out of thirteen participants were able to complete 40 minutes at FTP, the mean TTF for the six participants who reached TTF before 40 minutes was 26 ± 4 minutes demonstrating that FTP is not a valid estimation of the one-hour maximal performance. (…) even professional cyclists with a VO2max of 74.3 ± 3.9 mL·kg·min−1 and more than 15 years of cycling experience were unable to sustain 60 minutes at the intensity corresponding to the traditionally determined FTP.«
 
Die wenigsten können ihren FTP eine Stunde halten
Bisschen klugscheißern: Dann ist es kein ftp.
Aber ja ich bin da völlig bei dir, du meinst ja den in dem Standard 20min Test ermittelten ftp. Und der liegt bei den meisten daneben.
Bei Sprintertypen oft massiv zu hoch. Je mehr Diesel/Zeitfahrertyp man ist, desto weniger falsch.
Würde man den ftp "richtig" also mit einer Stunde allout ermitteln wäre der automatisch richtig, aber wer macht es schon...
(ich habe es früher 2..3 mal gemacht. Böse Quälerei.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Coach sieht es genau wie @KaiDeus - er schaut sich mehr Trainings und Fahrten an und schätzt daraus meine Zonen.

Das klappt unheimlich gut.

Ist natürlich für manch einen eine fürchterliche Vorstellung nicht aufs Watt genau eine Verbesserung bestimmen zu können 😂
 
Ich fahre nie einen 20min FTP Test. Und wenn, würde ich keine unrealistischern 5%, sondern eher 7-8% abziehen. Damit schafft man dann auch grob ne Stunde.

Ich fahre immer 50-55min am Stück durch (auf der Rolle). Das klappt prima und genauer geht es nicht.

Wenn man draußen unterwegs ist, merkt man, wenn man nicht ganz gefühllos ist, wo man etwa steht. Wenn einem 5-10W FTP egal sind, kommt man damit auch sehr gut durch Training. Zumal man eine 0,0001W Genauigkeit sowieso nie trifft. ;)
 
Und du richtest dich dann nach RPE im Training?
Ja und Nein. Die grobe Zoneneinteilung passiert schon anhand der geschätzten FTP und ich messe der insofern eine Bedeutung zu, als dass ich diese nutze, um meine RPE abzugleichen, also beispielsweise, um bei L2 Einheiten am Anfang nicht zu überpacen.

Was dann aber zum Beispiel am Ende einer langen Einheit noch gefahren wird, richtet sich hauptsächlich nach RPE und nicht zwanghaft nach der Zielleistung anhand der FTP. Vo2max Intervalle fahre ich am Anfang des Trainingsblocks erstmal nach Vorgabe und steuere dann im zweiten Satz und bei Folgeworkouts nach, egal was die Vorgabe sagt, ich weiß ja, wie sich das Intervall anfühlen soll. Darin kann ich mich aber auch immer noch verbessern und manchmal zieh ich auch die Vorgabewatt durch, obwohl ich vielleicht drunter oder drüber gehen könnte, wenn ich nur nach RPE fahren würde.

Ich würde es vielleicht eher so zusammenfassen, dass für mich die FTP und die daran angelegten Zonen nur ein Element neben RPE und je nachdem auch Puls sind, um meine Belastung zu steuern und auch Trainingsfortschritte zu deuten.
 
Dass die FTP der Stundenleistung entspricht bzw man seine FTP 60' fahren können muss, haben mittlerweile selbst die widerrufen, die das damals zum ersten mal zu Papier gebracht haben.
Und welche Definition vom ftp gilt gerade?

Edit: Die KI (und die hat schließlich immer recht ;) ) sagt:
Die FTP-Stundenleistung (Functional Threshold Power) ist die maximale Leistung, die ein Radfahrer über eine Stunde aufrechterhalten kann.

Der 20 Minuten Test hat sich zwar als Standard etabliert, aber letztendlich ist es nur eine Annäherung. Natürlich kann man jetzt sagen ftp ist die 20 Minuten Leistung mal 0.95 (nach der def. Vorbelastung). Dann ist es halt nicht mehr die Stundenleistung - auch ok. Hauptsache man einigt sich auf eine Definition.

Edit2: ich benutze ja auch den 20 Minuten Test für die Trainingssteuerung, aber meistens mache ich noch etwas Feinjustierung rein nach Gefühl je nachdem wie sich die Intervalle anfühlen. Schaffe ich den letzten Satz nicht, dann war es zu viel, fühle ich mich nach dem workout nicht ausgelastet dann war es zu wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Gleiche wie immer: Leistung bei der Laktatauf- und Abbau ungefähr ausgeglichen sind, also ein steady-state herrscht.
 
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