Was ich an der Frage, wie man zunehmen kann, nicht so recht verstehe:
Wenn ich zunehmen wollte, würde ich einfach Abends nach dem nicht versorgten Training eine Tüte Kartoffelchips mit zwei Bier (oder Saft/Fanta) runterspülen. Das sättigt null und geht auch noch nach der Tiefkühlpizza mit extra Käse als Post-Workout. Bis zum nächsten Training ist auch das Bauchweh wieder weg. "Train your gut" heißt es, wenn die Leute 120g Industriezucker pro Stunde fressen sollen, warum nicht wenn Fettmangel das Problem ist.
Nichtmal Bodybuilder können Muskelmasse zulegen ohne dabei ihren Körperfettanteil auf 15-20% zu erhöhen (Massephase). Sobald die unter 10% gehen, brauchen sie 5-7 Trainings pro Woche, um den Muskelabbau so zu verlangsamen, dass bis zum Wettkampf noch was übrig ist. Woher kommt die Idee, man könnte zunehmen ohne dabei deutlich fettiger zu essen? Fett ist die evolutionär großartige Möglichkeit, am meisten Energie mit dem wenigsten Sättigungsgefühl aufzunehmen. Nur ein Körper im Energieüberschuss ist in der Lage, langfristig Muskelmasse aufzubauen (und wahrscheinlich willst Du das ja eigentlich). Irgendwann kannst Du den KFA ja wieder senken, da scheinst du den Vorteil zu haben, dass es dir eher leichter fällt als anderen.
Die ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten während der Belastung wird dagegen eher Leuten wie mir empfohlen, die ansonsten auf absinkenden Leberglykogenspiegel mit nicht enden wollendem Hungergefühl reagieren. Ich nehme also eher zu, wenn ich während der Fahrt keine Kohlenhydrate zu mir nehme. Da wach ich dann nachts auf und leere wie ein Berserker den Kühlschrank.
Ernährungsberater*innen empfehlen Leuten, die zunehmen wollen, irgendwie immer dasselbe wie Leuten, die abnehmen wollen (Nüsse, viel Ballaststoffe, Eiweiß. Kohlenhydrate dann, wenn sie gebraucht werden). Warum eigentlich?